Mit ‘Projekt’ getaggte Beiträge

Bis Februar sollten die Seifenkisten auf Rädern stehen“, so die Aussage von Jugendreferent Martin Jakob nach dem Baueinsatz vor einigen Tagen. Das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Scheuerle Fahrzeugfabrik läuft bereits seit Mai 2013. Zusammen mit Auszubildenden von Scheuerle bauen acht Jugendliche des Jugendzentrums Freetime zwei Seifenkisten in der Lehrwerkstatt bei Scheuerle. Da bisher nur in den Schulferien gebaut werden konnte, ging es dementsprechend langsam voran. Deshalb wurde beschlossen, nun auch an einzelnen Wochenenden weiter zu bauen. So zum ersten Mal geschehen vor zwei Wochen. Pünktlich um 7:30 Uhr standen am Freitagvormittag Daniel und Dawid Pietzko, Jannik Keller und Jugendreferent Martin Jakob in der Lehrwerkstatt von Scheuerle. Die drei Jungs hatten von ihren Rektoren eine Schulbefreiung erhalten. Anstatt also Mathematik oder Chemie zu lernen, standen sie an Bohrmaschinen, hydraulischen Sägen und im Schweißraum. Das war aus ihrer Sicht „viel besser als Unterricht“, wie Jannik meinte. Dennoch haben sie an diesem Freitag viel gelernt, wenn auch eher in Form von praktischer Physik und Technik. Bei der eine Seifenkiste, welche komplett aus Aluminium gebaut wird, mussten die Stoßdämpfer eingebaut und Gabeln für die vier Räder entworfen werden. An der zweiten Seifenkiste, die einen Stahlrahmen besitzt, standen weitere Schweißarbeiten an. Die Achsen mussten befestigt und die Lenkung gebaut werden. Die Schweißarbeiten übernahm Dawid Pietzko. Er ist zwar erst 13 Jahre alt, schweißt mittlerweile aber schon besser als mancher Azubi.

Am Samstag wurde ebenfalls gewerkelt. Erstmals dabei waren an diesem Tag auch Jeremy und Jermane Melzig. Sie sind neu zum Seifenkistenteam gekommen und werden ab sofort auch mit bauen. Ihre erste Tätigkeit führte sie in die Hydraulik Abteilung von Scheuerle. Dort wurde aus Hydraulikrohr eine Gabel als Prototyp gebogen. Sie dient als Muster für die vier Endgültigen Gabeln, die dann ebenfalls aus Aluminium sein werden.

Wieder einmal war zu sehen, dass alle Beteiligten mit großer Freude und Engagement bei der Sache sind. Die Arbeit an den Seifenkisten macht viel Spaß und jeder Einzelne lernt dabei sehr viel. Dass dies so ist, liegt auch an der tollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Scheuerle, allen voran Ausbildungsleiter Benjamin Falk. Dass er und auch einige seiner Azubis bereit sind, auch samstags zu kommen um mit uns an der Seifenkiste weiter zu bauen, ist eine tolle Sache. So müssen wir nicht immer auf die nächsten Schulferien warten und kommen nun schneller voran. Das ist auch gut, denn im Februar sollen die beiden Seifenkisten schließlich zum ersten Mal auf Rädern stehen.

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Vor einigen Monaten startet ein neues Großprojekt des Pfedelbacher Jugendreferates. Zusammen mit den Auszubildenden und dem Ausbildungsleiter der Firma Scheuerle Fahrzeugbau wird eine professionelle Seifenkiste gebaut. Da die sechs Teilnehmer/innen des Jugendzentrums noch alle Schüler sind, beschränken sich die Bauphasen zumeist auf die Schulferien. Eben solche waren letzte Woche wieder in Form der Herbstferien. Bedingt durch den Feiertag am Freitag konnte jedoch an „nur“ vier Tagen gebaut werden. Täglich um 9:15 Uhr trafen sich alle in der Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle, ausgestattet mit Arbeitsklamotten und mit viel Ehrgeiz. Dieses Mal stand das Anfertigen von acht Schwingen für die Räder an, denn die Seifenkiste soll später vollgefedert daherkommen um optimale Kurvenlagen zu gewährleisten. Dass dies jedoch viel schwieriger umzusetzten ist als eine starre Konstruktion war allen schnell klar. Des Öfteren mussten Bauteile angepasst oder Denkfehler korrigiert werden. Doch genau darin liegt auch der Lerneffekt. Nicht nur das Erlernen des Umgangs mit Bohrmaschine, hydraulischer Säge oder der Fräsmaschine wird in diesem Projekt erlernt, sondern eben auch das Austüfteln und umsetzen von Ideen und Vorschlägen. Einen fertigen Bauplan gibt es nämlich nicht. Die gesamte Seifenkiste ist ein Prototyp der von den Jugendlichen und den Azubis unter Mithilfe von Ausbilder Benjamin Falk und Jugendreferent Martrin Jakob entworfen wurde. Zwar gibt es einen groben Gesamtentwurf, doch eigentlich wird immer nur Schritt für Schritt weitergedacht und gearbeitet.

Die acht Schwingen zu fertigen war viel Kleinarbeit. Vor allem das Zusägen von ettlichen Bauteilen mit Gärungsschnitten und das entgraden sämtlicher Bauteile von Hand kostete viel Zeit. Da die Seifenkiste jedoch aus Aluminium gebaut wird, ist zumindest das Feilen von Hand nicht ganz so anstrengend wie wenn es Stahl wäre. Als die ersten Schwingen geschweißt und montiert waren richtet sich unser Augenmerk auf die Federung. Wie und wo lassen sich die vier Dämpfer am Besten einbauen? Um diese Problem zu lösen, holten wir uns Rat bei Achim Rohr im Radlertreff, da wir an Dämpfer aus Mountenbikes dachten. So trugen wir den Rahmen einfach mal eben in seinen Laden und beratschlagten uns dort mit ihm. Und wir fanden eine Lösung. Diese nun umzusetzte wird der nächste Schritt sein, bevor dann die Räder montiert werden können. Das Thema Bremsen und Lenkung sind weitere Schritte die uns wieder alles abverlangen werden. Doch darum kümmern wir uns wenn es soweit ist. Erst mal soll die Kiste nach der nächsten Bauphase auf den vier Rädern stehen und das vollgefedert.

Ein besonderes Lob muss Jannik Keller ausgesprochen werden. Er war an allen vier Bautagen von Anfang bis Ende dabei und zeigte großes Geschick im Umgang mit den Maschinen.

INFO: Das Seifenkisten Projekt des Pfedelbacher Jugendreferates läuft noch viele Monate lang. Gebaut wird meist in den Schulferien. Interessierte Jugendliche (egal ob Junge oder Mädchen) ab 12 Jahren, die gerne noch in dieses Projekt mit einsteigen wollen, dürfen sich bei Jugendreferent Martin Jakob melden. Per Mail an martin.jakob@pfedelbach.de oder telefonisch unter 07941-6481692. Wir freuen uns auf weitere begeisterte Tüftler die mit uns in der Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle sägen, bohren, fräsen und konstruieren.

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In den Pfingstferien startete ein neues Großprojekt des Jugendreferates Pfedelbach. In Kooperation mit der Scheuerle Fahrzeugfabrik werden zwei professionelle Seifenkisten gebaut.

Plakat

Es ist der Dienstag nach Pfingstmontag, es ist kurz vor 10 Uhr und es regnet. Trotzdem stehen vier Jungs und zwei Mädchen aus Pfedelbach vor der Erich-Fritz Halle. Eigentlich haben sie ja Ferien und könnten bis mittags schlafen, doch sie stehen aus einem bestimmten Grund dort. Sie warten auf Jugendreferent Martin Jakob. Mit ihm gemeinsam gehen sie dann punkt 10 Uhr in die Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle. Dort wartet schon Ausbildungsleiter Benjamin Falk und drei seiner AZUBIs auf die Jugendlichen. Gemeinsam mit ihnen wird in den nächsten vier Tagen mit dem Bau der beiden Seifenkisten begonnen. Wie diese aussehen sollen, wurde bereits am 10. Mai bei einem Planungs- und Konstruktionstag im Freetime festgelegt.

Zunächst gibt es noch nichts zu bohren, zu schrauben und zu sägen. Die erste Arbeit ist, den Rahmen zu konstruieren, aufzuzeichnen und die Maße festzulegen. Dies wird mit Kartons gemacht. Da das bestellte Alumaterial für die “Rennseifenkiste” aber noch nicht geliefert ist, wird  an der zweiten Seifenkiste weitergebaut. Diese soll eine “Funs-Seifenkiste” werde. Hierfür ist bereits ein altes Go-Kart-Chassi vorhanden. Dort gilt es nun einen Rahmen aus Stahlrohr sowie Seitenverkleidungen zu konstruieren. Es wird gemessen, überlegt, gesägt und gefeilt. Jeder hat seine Aufgaben. So vergeht die Zeit wie im Flug. Um 15 Uhr ist dann schon wieder Feierabend. So geht es die ganzen vier Tage lang.

Am Freitagmittag um 15 Uhr wird die erste Bauphase dann mit einer kurzen Reflektionsrunde abgeschlossen. Alle sind sich einig, dass die vier Tage sehr viel Spaß gemacht haben und wir alle viel Neues gelernt haben. Zu diesen neuen Fähigkeiten gehören das selbständige Arbeiten können mit einigen großen Maschinen der Lehrwerkstatt. Außerdem können die Jugendlichen nun schon selber schweißen. Noch nicht perfekt, das ist klar, aber immerhin konnten sie es zum ersten Mal in ihrem Leben ausprobieren. Das war Spaß und Herausforderung zugleich. Nach vielen Probeschweißnähten schweißten zwei Jungs am dritten Tag sogar selbständig einige Teile am Rahmen fest. Auch wenn nun erst der Anfang gemacht ist und noch viel Arbeit vor uns liegt, so ist der Grundstein nun gelegt. In den nächsten Monaten wird es dann in weiteren Bauphasen  weitergehen.

Zwei Highlights sollen hier noch genannt werden. Zum einen die Tatsache, dass Jannik Keller am Freitag seinen 14. Geburtstag feiern konnte und auch an diesem Tag am Projekt teilnahm. Dies zeigt, dass ihm und den anderen das Seifenkistenprojekt wirklich etwas bedeutet und sie es ernst nehmen. Als kleine Überraschung gab es für Jannik einen Geburtstagskuchen mit Kerzen darauf, den wir im Schweißraum heimlich aufgestellt hatten und ihn mit Aufgabe, er solle dort etwas schweißen, überraschten.

Das Zweite Highlight war der Besuch eines Reporters vom SWR Radio. Er hatte die Ausschreibung des Projektes im Gemeindeblatt gelesen und sich kurzfristig angekündigt. Zwei Stunden lang war er am Donnerstagmittag in der Lehrwerkstatt anwesend. Er führte Interviews mit den Jugendlichen und nahm viele Geräusche auf. Daraus wird ein etwa dreiminütiger Radiobeitrag entstehen welcher im SWR4 Frankenradio zu hören sein wird (leider schon vor Erscheinung dieses Artikels). Wir alle sind sehr darauf gespannt.

Zu guter Letzt noch ein großes Dankeschön an alle Beteiligten diese Projektes. Im Besonderen an die Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik, die dieses Projekt voll finanziert und den Jugendlichen neben dem Spaß eine tolle Gelegenheit zur Berufsorientierung und Berufsintegration bietet.

Im Februar 2010 startete unter meiner Leitung ein Fotoprojekt. Ziel war es, jungen Menschen aus Pfedelbach die Möglichkeit zu bieten, sich durch Fotografie künstlerisch auszudrücken. Schnell fand sich eine Gruppe von fünf Jugendlichen zusammen, die allesamt gerne fotografierten. Nach einigen Treffen war klar, in dieser Truppe steckt sehr viel Potential. Dies sollte nicht im verborgenen bleiben, so dass die Idee entstand, eine eigene Fotoausstellung zu schaffen. Mit der Gemeinde Pfedelbach und dem Rathaus als Ausstellungsort war bald eine geeigneter Ort und Partner gefunden.
Nach mehr als 20 Monaten Projektzeit ist es nun endlich soweit. Seit 10. November ist im Rathaus Pfedelbach die Fotoausstellung unter dem Namen „Aus Sicht der Jugend“ zu sehen. Bis Februar 2012 werden dort 27 Fotos auf Leinwand zu sehen sein. Alle ausgestellten Fotografie sowie ein Fotokalender auch käuflich erworben werden. Der Erlös aus den Verkäufen kommt direkt der Jugendarbeit in Pfedelbach zugute und wird für neue Projekte verwendet.

Folgende Bilder sind in der Ausstellung zu sehen:

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