Mit ‘Projekt’ getaggte Beiträge

Nach vielen Planungen und etlichen Entwürfen zur „Chillzone für Jugendliche“ haben die Bauarbeiten hierzu nun begonnen. Jugendliche des Freetime und Mitarbeiter des Pfedelbacher Bauhofes haben mit den Bauarbeiten begonnen.

Ein Ort im Freien an dem sich Pfedelbacher Jugendliche treffen und aufhalten können, das ist es was sich hinter dem Projekt „Chillzone“ verbirgt. Zusammen mit der Gemeindeverwaltung wurde diesem Wunsch nachgegangen und letztlich der Außenbereich des Jugendzentrums Freetime als bester Standort hierfür befunden. Nachdem die Firma WÖHWA aus Pfedelbach dieses Projekt mit einer Spende in Höhe von 4.000 Euro unterstützt und Eigenmittel des Jugendzentrums ebenfalls Verwendung finden, konnte nun schon in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im ersten Schritt beseitigten die Jugendlichen des Freetime die Steine entlang des Marstallgebäudes damit der Bauhof hier Rabatten setzen kann. Dies ist notwendig, da die gesamte Rasenfläche später mit Erde eben ausgeglichen werden soll und entlang dem Gebäude hierfür eine Kante entstehen muss. Des Weiteren wurde vergangene Woche vom Bauhof ein Rundsteinpflaster verlegt, welches später zum aufstellen eines Grills dienen soll. Auch ein rundes Holzdeck um eine der Birken auf dem Rasenstück zwischen Kirchgasse und Marstallgebäude wurde vom Bauhof gebaut. Dies dient später als Sitz- und Liegefläche. Außerdem werden im Frühjahr 2016 eine Sitzgruppe sowie eine Liegebank installiert. Diese sind bereits bestellt. Sobald sie angeliefert werden, wird es einen gemeinsamen Baueinsatz von Jugendlichen des Freetime und dem Bauhof geben. Dabei werden dann die Fundamente für die Geräte ausgehoben und die Sitzbänke und der Tisch schließlich fest verankert. Für 2016 sind dann der Bau einer Überdachung, das herstellen eigener Sitzmöbel sowie das aufstellen eine Outdoor-Tischtennisplatte geplant.

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Es kommt nicht alle Tage vor, dass Bürgermeister Torsten Kunkel während der Öffnungszeiten des Jugendzentrums dort vorbei schaut. Kürzlich war dies jedoch mal wieder der Fall. Wir hatten Ihn zu einer Diskussions- und Austauschrunde zum Thema „Pfedelbacher Jugendliche im öffentlichen Raum“ eingeladen.

Ziel dieser Runde war es, gemeinsam nach Lösungen zu der Frage: „Wo können und dürfen sich Pfedelbacher Jugendliche im öffentlichen Raum treffen und welche allgemeinen Regeln gelten dann“ zu suchen. Dieses Thema war und ist seit langem ein großes Anliegen vieler junger Menschen in Pfedelbach. Dort gibt es nämlich nahezu keine öffentlichen Grünflächen und viele andere Plätze sind durch Verbotsschilder gesperrt. Die jungen Menschen sind sich jedoch einig darin, dass es neben Spielplätzen für Kleinkinder auch einen ausgewiesenen Platz für Jugendlich geben muss. Daher wurde Herr Kunkel ins Jugendzentrum eingeladen. Im Vorfeld bereiteten wir uns an einem Abend auf dieses Gespräch vor. Im Anschluss an die Öffnungszeit des Freetime konnten die Jugendlichen noch bleiben. Gemeinsam sammelten wir Argumenten, klärten Wünsche und Bedürfnisse ab und brachten die Anliegen der Jugendlichen zu Papier. Ein Jugendlicher ordnete anschließend alle gesammelten Punkte und fasste diese thematisch sortiert zusammen. So entstanden zu verschiedenen Punkten mehrere Karteikarten mit Stichwörtern und Leitsätzen. Als unser Bürgermeister am Mittwochabend um 18 Uhr dann im Jugendzentrum Freetime ankam, warteten bereits 43 Jugendliche auf ihn. Nach einer kurzen Begrüßung kamen wir schnell zum Hauptthema. Die Karteikarten waren unter den Jugendlichen verteilt und so wurden dem Ratschef die Wünsche, Ideen und Anregungen mitgeteilt. Dies geschah in einem regen aber sehr disziplinierten Austausch. Eine Stunde lang sprachen wir über Bedürfnisse der Jugendlichen, mögliche Standorte für einen solchen Platz und dessen Ausstattung, die Regeln die dort dann gelten sollen und auch über Beteiligungsformen der jungen Menschen. Herr Kunkel zeigte großes Interesse und auch Verständnis für die Bedürfnisse und den Wunsch nach einem „eigenen“ Platz. Auch über mehr Öffnungszeiten im Jugendzentrum und Alternativen zum Hartplatz der bald abgerissen wird wurde gesprochen. Am Ende verblieben wir mit dem Bürgermeister so, dass er sich der Sache annehmen und zeitnah nach einer guten Lösung schauen wird.

Es war ein wirklich sehr gelungener und vor allem konstruktiver Abend. Die über 40 Jugendlichen waren sehr konzentriert und konstruktiv bei der Sache, vertraten ihre Anliegen sehr gut und hatten auch Verständnis für Argumente der „Gegenseite“ wie etwa beim Thema Verschmutzung durch liegengelassenen Müll an solchen Plätzen. An diesem Abend konnten alle Anwesenden live miterleben, wie Demokratie und freie Meinungsäußerung funktioniert. Einige Jugendliche sind zwar noch skeptisch und fragen sich, ob am Ende wirklich auch etwas konkretes für sie entsteht, doch das wird sich zeigen. Hoffen wir dass ihre Skepsis unbegründet bleibt. Andere Jugendliche hatte am Ende jedoch ganz andere Anliegen. Sie nutzten die Gelegenheit für ein Selfie mit dem Bürgermeister. Dieser wurde von einem Jugendlichen am Ende mit folgenden Worten verabschiedet: Herr Kunkel, kommen sie doch einfach öfters mal bei uns vorbei und chillen sie eine bisschen mit uns, das wär echt cool“.

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SIE ROLLT! Unsere Seifenkiste – die man langsam schon fast nicht mehr als Solche bezeichnen kann bei all dem Hightech den wir austüfteln  und verbauen – hat ihre erste Testfahrt erfolgreich bestanden.

In den Faschingsferien wurde wieder kräftig Hand angelegt um eine erste Probefahrt auf dem Gelände der Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik machen zu können. Hierzu wurde eine verstellbare Sitzkonstruktion gefertigt, Bolzen für die Dämpferverstellung an der Drehmaschine gefertigt und die acht Radschwingen nochmals angepasst. Am Ende konnte alles wieder zusammengebaut werden und der ersten Probefahrt stand nichts mehr im Weg. Zwar besitzt die Seifenkisten noch keine Lenkung geschweige denn funktionstüchtige Bremsen, doch das hielt uns nicht von einer Probefahrt ab. Um dennoch lenken zu können, wurden an die beiden Achsschenkel der Vorderräder provisorisch zwei Eisenstangen geschweißt, welche dann vom Fahrer als Einzelradlenkung bedient werden konnten. Dies war gar nicht so einfach, musste man doch beide Stangen und somit beide Räder immer parallel bewegen. Die fehlende Bremse glichen wir dadurch aus, dass wir nur auf ebener Fläche bzw. auf ganz leichtem Gefälle fuhren. So kamen keine hohe Geschwindigkeiten zu Stande. Das war auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Was wir nach nun zehn Monaten Bauzeit wissen wollten war, ob die Seifenkiste gut rollt und wie sich die Federung verhält. Dies testeten Jeremy und Jermane Melzig, Dawid Pietzko und Azubi Florian Keller. Sie waren zufrieden mit dem Ergebnis. Die Seifenkiste hat eine gute Straßenlage und rollt schon auf ebenem Gelände mit etwas anschieben sehr gut. Damit es bald auch zum ersten Mal Berg ab gehen kann, werden die nächsten Baustunden der Lenkung und den Bremsen gewidmet. Unser Ziel ist es nach wie vor, diesen Sommer zum ersten Mal mit unserer „Seifenkiste“ respektive unserem High-Tech-Gefährt die Weinberge um Pfedelbach hinunter zu fahren. Damit das gelingt, werden die sechs Jungs und zwei Mädchen des Freetime sowie die Azubis von Scheuerle zusammen mit Ausbilder Benjamin Falk und Jugendreferent Martin Jakob alles geben und viele weitere Stunden in dieses Projekt investieren. An der Motivation dafür fehlt es nicht, denn auch nach fast einem Jahr kommen noch immer alle gerne und zuverlässig zu den Baueinsätzen.

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Seit Mai 2013 läuft das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Firma Scheuerle Fahrzeugbau. Entstehen soll eine hochwertige Seifenkiste, mit der wir dann an Seifenkistenrennen teilnehmen können.

Das Ziel nach der letzten Bauphase im Janur lautete, das Gefährt bis Februar zum ersten Mal auf seinen Rädern stehen zu sehen. Am vergangen Samstag wollten wir dieses Ziel erreichen. Fünf der acht Jugendlichen aus dem Freetime, die am Projekt beteiligt sind, fanden sich um 8 Uhr morgens zusammen mit mir in der Lehrwerkstatt ein. Mit Ausbildungsleiter Benjamin Falk sowie einem Azubi machten wir uns an die Arbeit. Für die beiden Neuntklässler Jannik Keller und Daniel Pietzko hatten sich Ausbilder Falk und ich etwas besonderes einfallen lassen. Da sie seit Beginn mit großem Eifer und viel Engagement dabei sind, sollten sie an diesem Samstag in die Arbeit an der Drehmaschine eingelernt werden. Eine Einweisung erhielten sie von Azubi Marco Kircher. Im Anschluß machten sie sich daran, selbständig acht Bolzen für die Seifenkiste zu drehen. Dass dies Spaß machte konnte man sehen.

Die anderen drei Jungs arbeiteten derweil an anderen wichtigen Teilen. So konstruierten die Zwillinge Jeremy und Jermane Melzig mit Ausbilder Falk zwei Schwingen für die Hinterachse, während Dawid Pietzko mit mir den Holzunterboden fertigte. Dieser wurde passgenau zugeschnitten und anschließend fest mit dem Rahmen verschraubt. Als die Bolzen gedreht und die Schwingen gebaut waren, stand die Seifenkiste dann erstmals auf ihren Rädern. Eine Probefahrt konnte zwar noch nicht unternommen werden, denn es fehlt noch die Lenkung und die Bremsen, doch vorsichtig reinsitzen und dann ein paar Meter von den anderen geschoben werden war schon machbar. Dabei zeigte sich, dass es nicht nur wegen der Kurvenlage gut war das Gefährt mit Dämpfern zu versehen. Es machte einen großen Unterschied ob ich als Erwachsener oder nur ein halb so schwerer Jugendlicher sich in die Kiste setzte. Während bei mir die Dämpfer fast vollständig eingefrückt wurden, bewegten sie sich bei den Zwillingen kaum. Da wir dies im Vorfeld mit eingeplant hatte, wurden vier einstellbare Dämpfer verbaut die sich an jedes Körpergewicht anpassen lassen. So sollte dann später für alle das Selbe Fahrgefühl entstehen können.

Die Nächste Bauphase steht in den Faschingsferien Anfang März an. Dann widmen wir uns dem schwierigen Thema Lekung und Bremsen. Da wird noch einmal viel kreativität und Tüftlergeschick gefragt sein. Doch wir sind uns alle Sicher, dass wir auch das hinbekommen werden.

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