Mit ‘pfedelbach’ getaggte Beiträge

Der Winter hat begonnen, und als ich nun zum ersten Mal zum Schneeschippen draußen war, wurde ich von zwei älteren Menschen angesprochen, ob ich nicht ihren Geweg auch mit räumen könnte. Sie würden mich selbstverständlich dafür bezahlen. Ich sagte ihnen dass ich ihnen nicht garantieren könne, jeden Tag auch da zu sein wenn es schneit. Doch dann fiel mir ein, dass ein 14-jähriger Junge aus dem Jugendtreff in dem ich arbeite mich mal gefragt hat, ob ich nicht wüsste, wie er sich etwas Geld verdienen könne. Ich brachte ihn ins Spiel und schlug ihn den beiden älteren Herrschaften vor. Doch beide lehnten ab. „Nein danke, das hat keinen Wert, das wird eh nichts“, war ihre Reaktion.

Woher kommt dieses Misstrauen gegenüber jungen Menschen? Haben Jugendliche im allgemeinen einen so schlechten Ruf dass man ihnen kaum noch etwas zutraut? Liegt es am Verhalten Einzelner von dem die Menschen auf alle schließt? (Was der Mensch an Sich ja gerne tut).

Nun werden die beiden Herrschaften, trotz ihrem bereits fortgeschrittenen Alters, lieber selbst den Schnee wegräumen wenn ich mal nicht da sein kann, anstatt einem jungen Menschen die Chance zu geben sich zu beweisen. Schade eigentlich, wie ich finde!

Bereits im Juli fand das Landesfinale der „Straßenfußball für Toleranz Weltmeisterschaft“, das vom Landessportverband Baden-Württemberg veranstaltet wurde, statt. Dabei siegte in der Altersklasse 13 bis 16 Jahren das Team des TSV Pfedelbach. Zur Ehrung wurden sie nun in das Pedelbacher Rathaus eingeladen.

Die Besonderheit dieses Wettbewerbs bestand darin, dass immer ein Mädchen mitspielen musste und die Tore erst dann zählten, wenn auch ein Mädchen getroffen hatte. Auch gab es Fairplay-Punkte für das Einhalten der vor dem Spiel bestimmten Regeln.

Nachdem die Pfedelbacher Mannschaft die Vorausscheidung in Öhringen gewonnen hatte, ging es mit dem Zug zur Endrunde nach Stuttgart. Dort wurde im Schlosspark in drei Courts gespielt. Ingesamt hatten sich in dieser Altersklasse 14 Teams aus ganz Baden-Württemberg qualifiziert. Bei der Auslosung wurde den Pfedelbachern Deutschland als Teamname zugelost.

Gespielt wurde in drei Gruppen und nur der Gruppensieger kam in die Endrunde. Schon in der Gruppenphase zeigte Deuschland eine gute Leistung, konnte alle vier Spiele souverän gewinnen und sich so für die Endrunde qualifizieren. Auch dort konnte „Deutschland“ niemand aufhalten und somit gelang ganz ungefährdet der Sieg beim Landesfinale von Baden-Württemberg.

Die Ergebnisse:

Deutschland – Niederlande  6:0

Deutschland – Kamerun      7:0

Deutschland – Serbien        6:3

Deutschland – Argentinien   9:0

Deutschland – Italien           4:0

Deutschland – Brasilien       6:3

 

H.v.l.: stellvertr. Bürgermeister Herbert Martin, Marco Rehklau, Sergen Uzuner, Andreas Cebulla, Moritz Eberhardt

V.v.l: Janina Härpfer, Michael Rehklau (Betreuer), Denise Wenczel

es fehlt: Dustin Ruju (Betreuer)

Heute war ich auf einem Seminar zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit“. Dabei ging es vor allem darum, wie wir in der offenen Kinder- und Jugendarbeit Sponsoren, Gönner und Unterstützer für unsere Arbeit gewinnen können, die unsere Arbeit in den Jugenhäusern auch finanziell unterstützen.

Das Thema hat mich sehr angetickt, auch wenn ich noch nicht so recht weiß welche Inputs ich konkret umsetzen werde. Generell denke ich zu diesem Thema jedoch, dass es gut und richtig ist, sich Partner und Geldgeber aus der lokalen Wirtschaft zu suchen, denn letztlich provitiert die Wirtschaft und die Gesellschaft im allgemeinen von meiner Arbeit als Jugendreferent. Jugendliche kommen zu mir ins Jugendhaus und lernen dort sehr viel über demokratisches Handeln, Sozialkompetenzen und eigenverantwortliches Handeln. Sie werden im Jugendhaus ernst genommen und somit zu eigenständigen und sozialkompetenten Jugendlichen „erzogen“. Das ist zumindest mein Anspruch, auch wenn ich hierzu nur einen Teil beitragen kann. All diese Kompetenzen sind letztendlich jedoch wichtig für den Alltag und im speziellen für das Berufsleben.

Die Gemeinde Pfedelbach hat dies erkannt und mich vor knapp fünf Jahren als Jugendreferenten angestellt (60% Stelle). Hierzu ist sie nicht verpflichtet! Ein Jugendreferat ist eine freiwillige Leistung die sich jedoch langfristig auszahlt. Es zahlt sich zum einen für die Gemeinde aus (sinkende Jugendhilfekosten) aber auch für die Wirtschaft (sozialkompetente und mündige Berufsanfänger). Deshalb kann es nicht nur Aufgabe der Kommune sein, hier Geld zu investieren, sondern auch der (regionalen) Wirtschaft.

2009 fand zum ersten Mal ein Geocaching Wochenede im Jugendhaus Pfedelbach statt. In gut einer Stunde starte ich mein zweites Geocaching Wochenende mit 7 Jungs aus meinem Jugendhaus. Gemeinsam werden wir von heute (Freitagabend) bis Sonntagnachmittag auf „Schatzsuche“ gehen. Ich freu mich drauf, hab nämlich sehr geniale Caches ausgesucht. Wir erkunden alte Bunker der 1935 -1938 erstellten Neckar-Enz-Stellung sowie einige verlassene Häuser rund um Stuttgart/Ludwigsburg. Das wird Abenteuer und Nervenkitzel  pur!