Mit ‘Offene Jugendarbeit’ getaggte Beiträge

Das Jugendzentrum in Pfedelbach ist seit Mitte Dezember geschlossen. Seither finden nur noch Einzeltermine mit Jugendlichen statt. Sie melden sich bei einem der Mitarbeiter des Freetime und vereinbaren dann einen individuellen Termin. Dieses 1:1 Treffen findet dann im Jugendzentrum oder auch wo anders statt. Bisher nutzten Jugendliche dieses Angebot unter anderem um Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen zu erhalten oder um einfach Mal daheim raus zu kommen und mit jemandem außerhalb der Familie über die Belastende Situation im Corona-Alltag zu reden. Andere wollten nicht im Freetime sitzen und reden, sondern das Ganze mit einer Wanderung verknüpfen. Auch das wurde gemeinsam umgesetzt. Auch Hilfe bei den Aufgaben im Homeschooling gab es schon von den Freetime Mitarbeitern.

Diese Einzelfallhilfen sind gut und auch sehr wichtig. Dennoch sehen wir Mitarbeiter des Jugendzentrums aktuell viel weniger Jugendliche als üblich. Daher beschlossen wir, unsere Jugendlichen zuhause zu besuchen, wenn sie aktuell schon nicht gemeinsam zu uns kommen können. Das Ganze nannten wir die „Bollerwagen-Aktion“. Die Jugendlichen des Freetime wurden über WhatsApp, Instagram und Facebook darüber informiert, dass Martin Jakob und Nadine Fleischer am Mittwoch, den 10. Februar ab 14 Uhr mit dem Bollerwagen losziehen und alle zuhause an der Haustüre besuchen kommen, die Lust darauf haben. Gemeldet hatten sich 13 Jugendliche aus Pfedelbach und Windischenbach. Bei Schnee und Eiseskälte zog das Freetime-Team mit dem Bollerwagen los. Im Gepäck waren kleine Tüten mit Süßigkeiten für jede/n. Es handelte sich dabei um die Süßigkeiten des Freetime, die dort normalerweise verkauft werden. Bevor jedoch das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, wurden die Süßigkeiten einfach verschenkt. Außerdem konnten alle Jugendlichen noch an einem Ratequizz teilnehmen. Dabei mussten sie schätzen, wie viele Süßigkeiten sich in einer Box befinden, welche wir dabeihatten. Die Person, welche am Ende den besten Tipp abgab, gewann die Box. Am Ende musste sogar das Los über einen Sieger entscheiden. Denn Ronja und Aaron hatten beide einen Tipp abgegeben, der nur um 3 daneben lag. Das Los entschied für Aaron, der sich nun über 138 Süßigkeiten freuen kann. Zum Glück hat er einige Geschwister. Er versprach, ihnen etwas davon abzugeben.

Es war schön, an diesem Tag viele unserer Jugendlichen nach langer Zeit einmal wiederzusehen. Mit vielen stehen wir zwar per WhatsApp in Kontakt, doch ein persönliches Treffen, wenn auch nur kurz an der Haustüre, ist doch noch einmal etwas anderes. Viele der Jugendlichen berichteten uns, dass es ihnen zwar gut geht, sie die Corona und Homeschooling Situation jedoch langsam auch gewaltig nervt. Vor allem der Verlust der sozialen Kontakte im Alltag durch fehlender Vereinsaktivitäten, ausbleibende Feste, keine Geburtstagsfeiern, geschlossene Freizeiteinrichtungen und auch durch geschlossene Schulen, wiegt sehr schwer. Alle freuen sich, wenn das Freetime endlich wieder öffnen darf und sich die Corona Situation entspannt. Bis dahin bleibt – in Bezug auf das Freetime – nur die Möglichkeit von Einzelterminen. Diese können von allen weiterhin in Anspruch genommen werden. Auch von Eltern!

Das Thekenteam des Jugendzentrum Freetime beseht aus Pfedelbacher Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Es unterliegt einem ständigen Wandel, da ältere Teilnehmer nach einer gewissen Zeit aus dem Team ausscheiden und dafür wieder Jüngere nachrücken. Seit den Faschingsferien gehören nun drei neue Mitarbeiter zum Thekenteam.

Finn Weber, Finley Pohl und Aaron Röhrle

 Finn Weber, Finley Pohl und Aaron Röhrle heißen die drei Neuen im Thekenteam. Von Anfang des Jahres bis zu den Faschingsferien Ende Februar absolvierten alle drei an jeweils zwei Abenden ihr Probearbeiten. Danach entschieden alle drei, dass Ihnen diese Tätigkeit Spaß macht und sie gerne zum Thekenteam dazugehören möchten. Auch Jugendreferent Martin Jakob war mit ihnen während des Probearbeitens zufrieden, so dass zur endgültigen Aufnahme ins Thekenteam nur noch eine Sache fehlte: Die Hygieneschulung beim Gesundheitsamt in Künzelsau. Diese absolvierten die drei dann in den Faschingsferien, also eine Woche bevor das Corona-Virus zum Hauptthema im Gesundheitsamt wurde. Zusammen mit Martin Jakob ging es an einem Vormittag der Faschingsferien nach Künzelsau. Dort hörten sich alle die etwa einstündige Unterweisung durch Frau Gässler an und übten anschließend das richtige desinfizieren der Hände. Unter einer UV-Lampe konnten sie dann sehen, wie gut sie sich ihre Hände desinfiziert hatten bzw. an welchen Stellen das Mittel nicht ausreichend auf der Haut aufgetragen wurde.

Gut geschult und voller Tatendrang freuten sich Aaron, Finn und Finley darauf, nun selbständig im Jugendzentrum Freetime den Thekenbetrieb leiten zu dürfen. Diese Vorfreude wurde durch die Corona-Pandemie jedoch jäh ausgebremst. Direkt nach den Faschingsferien musste das Freetime geschlossen werden. Wann es wieder öffnen wird kann momentan niemand vorhersagen. Somit müssen die drei neuen Thekenmitarbeite genauso auf Ihren ersten Thekendienst warten, wie die anderen Jugendliche auf die Wiederöffnung des Jugendzentrums warten. Eines steht jedoch fest: Irgendwann wird dies der Fall sein und dann steht das aktuell neunköpfige Thekenteam bereit um den Betrieb wieder aufzunehmen.

In den Faschingsferien Ende Februar war das Wetter leider recht regnerisch. Da war der Feien-Fun-Sport-Tag in der Sporthalle an der Schanz eine willkommene Abwechslung. Am Dienstag, den 25. Februar 2020 war die komplette Sporthalle für das Jugendreferat Pfedelbach reserviert. So konnte einen ganzen Tag lang Sport getrieben und Neus ausprobiert werden.

Pünktlich zum Start um 10 Uhr am Vormittag wurde die Eingangstüre der Sporthalle von Jugendreferat Martin Jakob und seiner Helferin Sarah Kühnemann geöffnet. Dort warteten schon rund 50 Kinder darauf hereingelassen zu werden. Nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde wurde die Halle dann abgetrennt. Im größeren Teil der Halle konnte Fußball gespielt werden. Alle die keine Lust auf Fußball hatten, durften das andere Hallendrittel nutzen, um dort verschiedenste Sportarten und Bewegungsangebote auszuprobieren. Während etwa 40 Jungs ein kleines Fußballturnier abhielten, nutzen die anderen 10 Kinder und Jugendliche ihren Hallenteil für Zirkusakrobatik, Jonglage, zum Trampolin springen oder um sich beim Boxkampf mit anderen zu messen. Immer wieder kamen auch einige der Fußballer in den kleineren Hallenteil herüber, wenn sie gerade kein Spiel hatten. So konnte bis zum Nachmittag jede/r seinen Vorlieben nachgehen.

Nach der dreißigminütigen Mittagspause ging es um 12:30 Uhr weiter. Einige neue Kinder und Jugendliche war in dieser Zeit dazugekommen, so dass am Nachmittag rund 60 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 25 Jahren in der Sporthalle herumwuselten. Zuerst wurde noch einmal in getrennten Hallenteilen weitergemacht wie am Vormittag, bevor dann um 14 Uhr die gesamte Halle auf- und leergeräumt wurde. Die letzten beiden Stunden bis zum Ende des Sporttages um 16 Uhr wurden nämlich zum gemeinsamen Jugger spielen genutzt. Für die meisten der Anwesenden war es das erste Mal, dass sie Jugger spielten.

Jugger ist eine Trendsportart die man am ehesten mit einer Mischung aus American Football, Fechten und Ringen beschreiben kann. Dabei treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Beide Teams sind mit gepolsterten Lanzen ausgestattet und versuchen ihren Läufer zu schützen, der mit dem Jugg (spricht sich: tschagg) versucht einen Punk zu erzielen. Das tolle an dieser Sportart ist, dass Alter und Größe keinen großen Einfluss darauf haben, ob ein Spieler gut oder schlecht spielt. Auch junge Personen haben hier durchaus Vorteile und können gut mit den Großen mithalten. Nach eineinhalb Stunden Jugger spielen mussten wir dann aber leider den Sporttag beenden, denn die Uhr zeigten 16 Uhr an. Viele hätten gerne noch weitergespielt. Das taten manche dann auch. Zwar kein Jugger in der Sporthalle, dafür aber Playstation und Gesellschaftsspiele im Jugendzentrum Freetime, welches im Anschluss noch von 17 – 20 Uhr geöffnet hatte.

Wenn Vegeta und Son Goku im Jugendzentrum Freetime gegeneinander kämpfen, dann ist das kein Streit unter den Besuchern. Vegeta und Son Goku sind Spielfiguren des Kultspiels Dragon Ball und kamen beim gleichnamigen Turnier zum Einsatz.

Das Jugendzentrum war – wie immer freitags – gut besucht, doch lange nicht alle der rund 40 Besucher wollten auch am Dragon Ball Turnier teilnehmen, welches parallel zum normalen Programm stattfand. Bis zum Start des Turniers um 18 Uhr hatten sich 14 Teilnehmer/innen in die Startliste eingetragen. Zuerst wurde ihnen ein Charakter aus dem Spiel zugelost, mit dem sie dann das Turnier bestreiten mussten. Gespielt wurde auf einer XBOX360 an der großen Leinwand. In der Vorrunde, welche zweieinhalb Stunden dauerte, traten die Jugendlichen im eins gegen eins gegeneinander an. Aufgeteilt in zwei Gruppen kämpften sie um den Einzug ins Halbfinale. Nur die zwei Besten jeder Gruppe kamen weiter. Es gab knappe Kämpfe und knappe Siege. Letztlich setzen sich Alex, Merlin, Finley und Jannik als Gruppenbeste durch. Die beiden Halbfinals gewannen dann Alex und Merlin, so dass sie im Finale aufeinandertrafen. Zuvor gab es aber noch den Kampf um Platz drei und vier zwischen Jannik und Finley, welchen Jannik für sich entschied. Im Finale setzte sich letztlich der spielerfahrene Alex gegen den 10 Jahre jüngeren Merlin durch und holte sich den Turniersieg. Das bedeutet auch, dass sein Name auf dem Wanderpokal verewigt wurde. Bei der anschließenden Siegerehrung bekamen alle Teilnehme noch eine Urkunde und die Plätze eins bis vier Preise.