Mit ‘Martin Jakob’ getaggte Beiträge

Jugendliche auf Spielplätzen, das ist für manche Bürger und Bürgerinnen in Pfedelbach kein Problem, für andere jedoch ein rotes Tuch. Sätze wie „Der Spielplatz ist für kleine Kinder gedacht, nicht für euch Jugendliche“ müssen sich die Teenager öfters mal anhören. Auch sie würden sich gerne wo anders treffen, doch wo? Pfedelbach hat zwar ein schönes Schloss doch leider keinen Park in dem man sich – wie etwa in Öhringen – treffen kann. Öffentliche Grünflächen sind in Pfedelbach sowieso Mangelware. Kein Wunder dass sich Jugendliche dann Plätze wie den Schulhof oder die Spielplätze zum abhängen, oder wie man heute sagt „chillen“, aussuchen. Leider ist das nicht immer der ideale und geeignete Platz, vor allem an Kinderspielplätzen. Spricht man die Jugendlichen selbst darauf an, so sagen diese nur: „Irgendwo müssen wir uns ja treffen können“. Dass Kinderzimmer in Mehrfamilienhäusern heute so klein sind, dass man sich dort schon aus Platzgründen nicht mit mehreren Freunden treffen kann, ist eine Tatsache. Einen Garten haben viele Familien auch nicht. Außerdem ist es im Jugendalter auch nicht gerade cool, sich zu Hause zu treffen, wo Mama oder Papa alles mitbekommen. Also zieht es die jungen Menschen in den öffentlichen Raum. Gibt es dort keine passenden Plätze für sie, so machen sie Plätze für sich passend. Das sind dann Schulhöfe, Bushaltestellen, Parkbänke oder Spielplätze. Das war sicher auch früher schon so, doch der Gesellschaftliche Wandel schreitet weiter voran und engt die Möglichkeiten immer weiter ein.

Dieses Problem des fehlenden öffentlichen Raumes speziell für Jugendliche wurde vom Jugendreferat Pfedelbach erkannt. In verschiedenen Runden wurde dieses Thema seit 2014 mit den Jugendlichen des Jugendzentrums Freetime, Eltern, Vertretern der Schulen, Vertretern des Rathauses, dem Jugendamt und Herr Bürgermeister Kunkel diskutiert und analysiert. Heraus kam ein offener Austauschabend zwischen Pfedelbacher Jugendlichen und Bürgermeister Kunkel. Der Ratschef kam am 18. März ins Jugendzentrum Freetime und diskutierte dort mit 43 Jugendlichen über dieses Thema. Dabei wurden sowohl die Wünsche der Jugendlichen als auch die Bedenken und Bedingungen von Seiten der Gemeinde Pfedelbach angesprochen. Ergebnis war ein Vorschlag, der das Problem für den Kernort Pfedelbach lösen soll. Eine „Chillzone“ für Jugendliche soll in Pfedelbach entstehen. Hierzu gab es am Freitag den 24. April ein weiteres Treffen mit Jugendlichen, dem Bürgermeister, Jugendreferent Martin Jakob und zwei Landschaftsarchitekten. Hierbei wurde die Gestaltung dieses Platzes besprochen. Noch in diesem Jahr soll die Umsetzung in einem ersten Teilabschnitt erfolgen. Die jungen Pfedelbacher Bürger sind sehr froh, dass sich in diesem Bereich nun etwas tut. Sie sind voller Tatendrang und auch bereit, bei der Gestaltung, dem Bau und der Pflege dieses Bereiches selbst Hand mit anzulegen. Wenn es nach ihnen geht könnte die „Chillzone“ schon zum 1. Mai 2015 fertig sein. Dass ein solches Vorhaben jedoch auch Zeit benötigt, ist ein Lernschritt den sie gerade erleben und begreifen. Ein Jugendlicher brachte es jedoch ganz treffend auf den Punkt als er sagte: „Wenn am Ende mehr als nur zwei Biertischgarnituren dabei rauskommen hat sich das Warten gelohnt“. Und eines kann man schon jetzt sagen: Mehr als nur zwei Biertischgarnituren werden es mit Sicherheit werden!

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SIE ROLLT! Unsere Seifenkiste – die man langsam schon fast nicht mehr als Solche bezeichnen kann bei all dem Hightech den wir austüfteln  und verbauen – hat ihre erste Testfahrt erfolgreich bestanden.

In den Faschingsferien wurde wieder kräftig Hand angelegt um eine erste Probefahrt auf dem Gelände der Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik machen zu können. Hierzu wurde eine verstellbare Sitzkonstruktion gefertigt, Bolzen für die Dämpferverstellung an der Drehmaschine gefertigt und die acht Radschwingen nochmals angepasst. Am Ende konnte alles wieder zusammengebaut werden und der ersten Probefahrt stand nichts mehr im Weg. Zwar besitzt die Seifenkisten noch keine Lenkung geschweige denn funktionstüchtige Bremsen, doch das hielt uns nicht von einer Probefahrt ab. Um dennoch lenken zu können, wurden an die beiden Achsschenkel der Vorderräder provisorisch zwei Eisenstangen geschweißt, welche dann vom Fahrer als Einzelradlenkung bedient werden konnten. Dies war gar nicht so einfach, musste man doch beide Stangen und somit beide Räder immer parallel bewegen. Die fehlende Bremse glichen wir dadurch aus, dass wir nur auf ebener Fläche bzw. auf ganz leichtem Gefälle fuhren. So kamen keine hohe Geschwindigkeiten zu Stande. Das war auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Was wir nach nun zehn Monaten Bauzeit wissen wollten war, ob die Seifenkiste gut rollt und wie sich die Federung verhält. Dies testeten Jeremy und Jermane Melzig, Dawid Pietzko und Azubi Florian Keller. Sie waren zufrieden mit dem Ergebnis. Die Seifenkiste hat eine gute Straßenlage und rollt schon auf ebenem Gelände mit etwas anschieben sehr gut. Damit es bald auch zum ersten Mal Berg ab gehen kann, werden die nächsten Baustunden der Lenkung und den Bremsen gewidmet. Unser Ziel ist es nach wie vor, diesen Sommer zum ersten Mal mit unserer „Seifenkiste“ respektive unserem High-Tech-Gefährt die Weinberge um Pfedelbach hinunter zu fahren. Damit das gelingt, werden die sechs Jungs und zwei Mädchen des Freetime sowie die Azubis von Scheuerle zusammen mit Ausbilder Benjamin Falk und Jugendreferent Martin Jakob alles geben und viele weitere Stunden in dieses Projekt investieren. An der Motivation dafür fehlt es nicht, denn auch nach fast einem Jahr kommen noch immer alle gerne und zuverlässig zu den Baueinsätzen.

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Bis Februar sollten die Seifenkisten auf Rädern stehen“, so die Aussage von Jugendreferent Martin Jakob nach dem Baueinsatz vor einigen Tagen. Das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Scheuerle Fahrzeugfabrik läuft bereits seit Mai 2013. Zusammen mit Auszubildenden von Scheuerle bauen acht Jugendliche des Jugendzentrums Freetime zwei Seifenkisten in der Lehrwerkstatt bei Scheuerle. Da bisher nur in den Schulferien gebaut werden konnte, ging es dementsprechend langsam voran. Deshalb wurde beschlossen, nun auch an einzelnen Wochenenden weiter zu bauen. So zum ersten Mal geschehen vor zwei Wochen. Pünktlich um 7:30 Uhr standen am Freitagvormittag Daniel und Dawid Pietzko, Jannik Keller und Jugendreferent Martin Jakob in der Lehrwerkstatt von Scheuerle. Die drei Jungs hatten von ihren Rektoren eine Schulbefreiung erhalten. Anstatt also Mathematik oder Chemie zu lernen, standen sie an Bohrmaschinen, hydraulischen Sägen und im Schweißraum. Das war aus ihrer Sicht „viel besser als Unterricht“, wie Jannik meinte. Dennoch haben sie an diesem Freitag viel gelernt, wenn auch eher in Form von praktischer Physik und Technik. Bei der eine Seifenkiste, welche komplett aus Aluminium gebaut wird, mussten die Stoßdämpfer eingebaut und Gabeln für die vier Räder entworfen werden. An der zweiten Seifenkiste, die einen Stahlrahmen besitzt, standen weitere Schweißarbeiten an. Die Achsen mussten befestigt und die Lenkung gebaut werden. Die Schweißarbeiten übernahm Dawid Pietzko. Er ist zwar erst 13 Jahre alt, schweißt mittlerweile aber schon besser als mancher Azubi.

Am Samstag wurde ebenfalls gewerkelt. Erstmals dabei waren an diesem Tag auch Jeremy und Jermane Melzig. Sie sind neu zum Seifenkistenteam gekommen und werden ab sofort auch mit bauen. Ihre erste Tätigkeit führte sie in die Hydraulik Abteilung von Scheuerle. Dort wurde aus Hydraulikrohr eine Gabel als Prototyp gebogen. Sie dient als Muster für die vier Endgültigen Gabeln, die dann ebenfalls aus Aluminium sein werden.

Wieder einmal war zu sehen, dass alle Beteiligten mit großer Freude und Engagement bei der Sache sind. Die Arbeit an den Seifenkisten macht viel Spaß und jeder Einzelne lernt dabei sehr viel. Dass dies so ist, liegt auch an der tollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Scheuerle, allen voran Ausbildungsleiter Benjamin Falk. Dass er und auch einige seiner Azubis bereit sind, auch samstags zu kommen um mit uns an der Seifenkiste weiter zu bauen, ist eine tolle Sache. So müssen wir nicht immer auf die nächsten Schulferien warten und kommen nun schneller voran. Das ist auch gut, denn im Februar sollen die beiden Seifenkisten schließlich zum ersten Mal auf Rädern stehen.

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Um dem drohenden Weihnachsspeck vorzubeugen, ging es kurz vor Weihnachten noch einmal richtig sportlich zur Sache. Die Sportgruppe Taläcker hatte in Kooperation mit dem Kreisjugendring alle Jugendhäuser des Hohenlohekreises zum Streetball Turnier in die Spoarthalle Taläcker eingeladen. Beim Streetball wird in Teams zu drei Personen auf einen einzigen Korb Basketball gespielt. Das Team, das zuerst 10 Punkte hatte oder nach 10 Minuten vorne lag, gewann das Spiel für sich. So traten 14 Teams in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. Aus Pfedelbach hatten sich fünf Teams bei Jugendreferent Martin Jakob gemeldet.

Als wir in der Halle in Künzelsau-Taläcker ankamen waren einige der Jungs geschockt. Vor ihnen standen drei Jugendliche mit über zwei Meter Körpergröße! Sofort wollten sie wissen:“Wie sollen wir gegen die gewinnen?“ Das war eine berechtigte Frage. Gegen dieses Team, allesamt Basketballer im Verein, hatte letztlich keiner eine Chance. Sie gewannen das Turnier in der Altersklasse der 14 – 17-jährigen klar. Dennoch plazierten sich die Pfedelbacher Jungs in dieser Altersklasse auf guten Plätzen zwischen dem 4. und dem 9. Rang. Jugendreferent Martin Jakob war selbst auch als Spieler aktiv. Zusammen mit anderen Jugendreferenten des Hohenlohekreises belegter er am Ende mit seinem Team namens „Gurkentruppe“ den siebten Platz. In der Alterssklasse der zehn bis 13-jährigen jedoch war die Konkurenz nicht ganz so groß. Die Melzigzwillinge Jeremy und Jermane, die zusammen mit Dawid Pietzko das Team „Black and White“ bildeten, kämpften in jedem Spiel hart aber fair. So kamen sie bis ins Endspiel. Dort trafen sie auf ein Team, gegen das sie in der Vorrunde schon einmal verloren hatten. Doch mit Kampfgeist, viel Einsatz und guten Würfen konnten sie das Finale für sich entscheiden und das Turnier in Ihrer Altersklasse gewinnen. Zur Belohnung gab es ein beflocktes Basketballtrikot für jeden.

Als das Turnier zu Ende war wollten die Jungs aus Taläcker noch gerne etwas Fußball spielen. Als Gegner boten sich die Pfedelbacher Jungs an. In einem reinen Freundschaftskick gewannen die Jungs aus Taläcker am Ende knapp gegen unsere Pfedelbacher Jungs. Was jedoch sowohl beim Basketballturnier als auch beim anschließenden Fußballspiel im Vordergrund stand, war der Spaß. Dabei zu sein, sich sportlich zu betätigen und das Ganze in der Gruppe mit Freunden, das war es was zählte.

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