Mit ‘Martin’ getaggte Beiträge

Eine große Höhle auf der Schwäbischen Alb, tief unter der Erde wo im Winter rund 20.000 Fledermäuse überwintern. Das war am vergangenen Samstag das Ziel des Thekenteam des Jugendzentrum Freetime beim jährlichen Thekenteamausflug.

Einmal im Jahr gibt es im Jugendzentrum Freetime einen ganz exklusiven Ausflug, der nur ganz bestimmten Personen vorbehalten ist. Dem Thekenteam des Jugendzentrums. Dieses Team besteht aktuell aus fünf Personen im Alter zwischen 14 – 17 Jahren. Sie bewirten das ganze Jahr über während der Öffnungszeiten die Besucher des Jugendzentrums. Als Dankeschön dafür, wird dann – mit dem von ihnen selbst erwirtschafteten Geld – einmal pro Jahr ein Ausflug gestartet. Dieses Jahr hieß das Ziel „Falkensteiner Höhle“ auf der Schwäbischen Alb. Diese Höhle ist eine sogenannte wilde Höhle. Sie ist naturbelassen und nicht für Touristen ausgebaut. Das bedeutet: Keine Wege, Geländer und auch kein Licht. Außerdem ist die „Falki“, wie die Höhle auch genannt wird, zum großen Teil eine Wasserhöhle. Daher ist eine Begehung nur mit Neoprenanzug, Helm und Stirnlampe möglich.

Früh morgens um 7:30 Uhr war Abfahrt in Pfedelbach. Etwas verschlafen aber mit großer Vorfreude trafen die fünf Thekenmitarbeit Selina Bertet, Diana Massold, Selina Jakob, Paul Seemann sowie Dominik Pietzko am Treffpunkt ein. Ebenfalls dabei waren Aleksandar Petrovic, der bis Ende 2016 zum Team gehörte sowie die Betreuer Martin Jakob und Patrick Braun. Pünktlich um 9:30 Uhr waren wir am vereinbarten Treffpunkt, wo wir von den Guids von Team-X empfangen wurden. Nachdem alle einen Neoprenanzug samt Helm und Stirnlampe bekommen hatten, ging es ab in die Höhle. Schon nach wenigen Metern wurde es sehr eng und absolut dunkel. Nur die Lichtkegel der Stirnlampen erhellten die Finsternis und spiegelten sich im Wasser. Unser Guide Daniel erzählte uns immer wieder einige interessante Begebenheiten zur Höhle, während wir uns immer weiter ins Innere vorwagten. An einigen Stellen mussten wir uns durch enge Felsspalten quetschen, die noch dazu bis Brusthöhe mit Wasser gefüllt waren. An einem Abschnitt gab es eine Engstelle, durch die gerade so der Hals durch passte. Oben und unten war es etwas breiter. Auch hier quetschten wir uns alle durch. Laufend, kabbelnd und schwimmend im eiskalten Wasser bewegten wir uns immer weiter voran. Zwischendurch gab es auch größere Kammern mit Tropfsteinen. Nach rund 75 Minuten waren wir knapp 500 Meter weit in die Höhle vorgedrungen. Ab dort hätte eine kurze Passage getaucht werden müssen um in einen anderen Höhlenteil zu gelangen. Dies war in unserer Tour aber nicht enthalten. Einige wären gerne hindurch getaucht, andere wiederum waren froh, dass wir an dieser Stelle wieder umkehrten. Tauchen im eiskalten Wasser bei völliger Dunkelheit wäre für manche doch etwas zu viel des Guten gewesen. Dennoch hatten alle – trotz eisiger Hände – viel Spaß. Zwischendurch kam es bei einer Raststelle sogar zu einer Lehmschlacht. Alle rieben sich gegenseitig mit Lehm ein, so dass unsere Gesichter aussahen, als kämen wir gerade aus einer Schönheitsbehandlung mit Heilschlamm.

Der Rückweg war zwar der Gleiche wie der Hinweg, da die Höhle keine Durchgangshöhle ist, dennoch kam einem die Höhle ganz anders vor. Als wir nach rund 2,5 Stunden wieder das Tageslicht erblickten, mussten sich unsere Augen erst daran gewöhnen. Die Farben des Waldes und die Gerüche waren viel intensiver nach dieser relativ langen Zeit unter Tage. Auf der Rückfahrt nach Pfedelbach standen wir leider noch im Stau, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Es war ein tolles Teamerlebnis und für jeden eine ganz neu Erfahrung. Und genau darum ging es an diesem Tag auch. Als Team etwas neues und spannendes zu erleben um mit neuer Motivation in die nächste Thekendienst-Saison zu starten.

 

Seit Sommer 2016 war die Zweitstelle im Jugendzentrum Freetime in Pfedelbach nicht besetzt. Zum Jahresbeginnt 2017 konnte mit Silvia Krause endlich eine Person gefunden werden. Leider musste Frau Krause aus gesundheitlichen Gründen Ihre Tätigkeit bereits Ende März wieder beenden. So wurde die Stelle, welche auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung läuft, erneut ausgeschrieben.

Patrick BraunMit dem Start des neuen Schuljahres, konnte die Stelle nun neu besetzt werden. Mit Patrick Braun hatte sich ein 26-jähriger junger Mann beworben, der im Jugendzentrum Freetime kein Unbekannter ist. Als das Freetime im Jahr 2004 vom heutigen Jugendreferenten Martin Jakob übernommen wurde, war Patrick Braun einer der Freetimebesucher. Der damals 13-jährige zählte in den Folgejahren zu den Stammgästen im Freetime. Kaum ein Öffnungsabend und so gut wie kein Ausflug oder Freizeit fand ohne ihn statt. Im Jahr 2010 absolvierte er dann seine Jugendleiterausbildung bei Forum Jugend und unterstütze anschließend Martin Jakob als ehrenamtliche Helfer in der offenen Jugendarbeit. Ab 2012 kam Patrick Braun nur noch sporadisch im Jugendzentrum vorbei. Ein ganz normaler Ablösungsprozess eines damals jungen Erwachsenen hatte eingesetzt.

Nun, nach fünf Jahren in denen der persönliche Kontakt nie abgebrochen war, kehr er zurück zu seinen Wurzeln. Diesmal als bezahlter Mitarbeiter mit mehr Verantwortung als damals. Auf die Frage, was ihn dazu veranlasst hat sich auf die Stelle im Jugendzentrum zu bewerben, antwortete er: „Ich hatte so viele schöne Jahre mit tollen Erlebnissen bei Martin im Freetime. Jetzt möchte ich ihn dabei unterstützen, dass auch andere diese tollen Erlebnisse haben können. Denn die Zeit im Freetime hat mich selbst sehr positiv geprägt.“

In diesem Sinne heißen wir Patrick Braun ganz herzlich bei uns im Jugendzentrum Freetime willkommen. Wer ihn noch nicht kennt und gerne einmal persönlich kennen lernen möchte, kann einfach mal während der Öffnungszeite im Jugendzentrum vorbei kommen. www.freetime-pfedelbach.de

Luftige Akrobatik am Trapez, Meterhohe Menschenpyramiden, Jonglage mit Bällen und Keulen und noch vieles mehr. Das gab es am Freitag, den 4. August 2017 in der Sporthalle an der Schanz bei der großen Circus-Gala des Mitmach-Circus 2017 zu sehen.

Insgesamt 55 Kinder hatten sich für das einwöchige Ferienprogramm angemeldet. Bereits zum vierten Mal in Folge konnten Pfedelbacher Kinder in ihre erste Ferienwoche Circusluft schnuppern. Das Jugendreferat Pfedelbach hat – in Kooperation mit dem Circus Compostelli aus Schwäbisch Hall – dieses besondere Ferienangebot organisiert und durchgeführt.

Täglich um 10 Uhr starteten die kleinen Artisten in der Sporthalle an der Schanz. Nach einem Aufwärmspiel verteilten sich die Kinder in mehrere Gruppen. Zuvor hatten sie sich zwei Disziplinen ausgesucht, in welchen sie eine Woche lang trainieren und Kunststücke einüben wollten. Eine Disziplin am Vormittag und eine am Nachmittag. Zur Auswahl standen Stuhlakrobatik, Jonglage, Trapezturnen, Kugellaufen, Akrobatik, Sprung und Tanzakrobatik, Diabolo sowie Seillaufen. Nach anfänglichem ausprobieren wurde dann schon recht schnell an verschiedenen Tricks und Choreographien gearbeitet. In der Mittagspause gab es täglich ein warmes Mittagessen, welches von den Mitarbeitern des Jugendreferates und den drei Praktikanten der Ev. Fachschule für Sozialpädagogik aus Schwäbisch Hall vorbereitet und serviert wurde. Auch einen Nachtisch gab es täglich, ebenso wie frischen Tomaten- und Gurkensalat. Bis 16 Uhr ging am Nachmittag das tägliche Circus Programm.

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Der Freitag stand dann ganz im Zeichen der großen Circus-Gala. Am Vormittag wurden alle Choreographien noch einmal geprobt. Nach dem Mittagessen stand die Generalprobe auf dem Programm. Diese klappte sehr gut, dennoch waren die meisten der 8 – 14-jährigen Kinder sehr aufgeregt. Vor allem die Stunde vor dem Auftritt, welcher um 17 Uhr begann, war für die Kids sehr lange. In dieser Zeit trudelten die Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde ein. Davon bekam die kleinen Artisten aber kaum etwas mit, denn sie hielten sich im Musikraum der Schule auf. Neben einer kleinen Stärkung aus Äpfeln, Bananen und Nußzopf bekamen sie dort auch ihr heiß ersehntes Mitmach-Circus-T-Shirt. In einheitlichem Look schlichen sich die Kinder dann um viertel vor fünf durch den Hintereingang in die Halle und nahmen ihre Plätze ein. Zu diesem Zeitpunkt war das Foyer der Sporthalle schon prall mit wartenden Zuschauern gefüllt. Diese durften dann kurz vor 17 Uhr die Halle betreten. Über 200 Gäste waren der Einladung zum Auftritt gefolgt. Die Sitzplätze waren schnell belegt und die Aufführung konnte beginnen.

Zu Beginn des rund einstündigen Auftrittes zeigten alle Kinder einen einheitlichen Tanz, bevor dann die Stuhlakrobaten als erste Gruppe die Bühne betraten. Sie zeigten Hand- und Kopfstände auf übereinander gestapelten Stühlen. Sogar ein freier Kopfstand auf einem Stuhl in drei Meter Höhe wurde gezeigt. Auf die Stuhlakrobaten folgten die Diabolo Spieler. Wie wild liesen sie ihre Diabolos auf den Schnüren kreiseln und durch die Lüfte fliegen. Allerhand Tricks wurden dem Publikum gezeigt, was zu viel Applaus führte. Die Tanzakrobaten waren als nächstes an der Reihe. Sie zeigten eine gelungene Mischung aus Tanz und Akrobatik. Sogar ein Sprung in den Spagat war zu sehen. Nicht ganz so wild ging es bei der nächsten Nummer zu. Die Seilläufer balancierten mit höchster Konzentration auf einem schmalen Stahlseil hin und her. Die Trampolinspringer, die im Anschluss folgten, waren dagegen wieder flott unterwegs. Mit gewagten Sprüngen und Saltos zeigten sie, was sie in einer Woche gelernt hatten. Sogar Flugrollen über 10 Personen hinweg waren dabei zu sehen.

Hoch hinaus ging es dann beim nächsten Act. Die Trapezturner zeigten ihre Kunststücke in luftiger Höhe. Spagat am Trapez und kopfüber hängen in 4 Meter Höhe warn nur zwei de spektakulären Übungen die sie zeigten. Die anschlißenden Akrobaten standen den Trapezkünstlern in nichts nach. Auch sie zeigten mutige Übungen und hohe Menschenpyramiden. Eine runde Sache war – im wahrsten Sinne des Wortes – der nächste Auftritt. Die Kugelläufer balancierten auf großen Kugeln über die Bühne. Dabei zeigten sie viel Gleichgewichtsgefühl und auch einiges an Mut, als sie die Choreographie immer wieder änderten um neue Figuren zu bilden. Das Ganze ohne von der Kugel abzusteigen. Mit kleineren Bällen ging es dann weiter. Die Jongleure hatten ihren Auftritt. Von der Jonglage mit zwei Bällen über das Jonglieren mit drei Tüchern bis hin zur Jonglage mit drei Keulen war eine Menge zu sehen. Ein Kind jonglierte sogar auf einem Brett, welches auf einer Rolle lag und mit den Füßen frei ausbalanciert wurde.

Beim großen Finale zum Abschluss kamen dann noch einmal alle 55 Kinder auf die Bühne. In einer weiteren Choreographie aus Menschenpyramiden und einer Polonese, wurden die kleinen Artisten vom Publikum gefeiert. Diesen Applaus hatten sie sich auch mehr als verdient.

In der Circus-Woche haben die Kinder wieder viel erlebt und gelernt. Nicht nur neue Kunststücke. Sie lernten an etwas Neuem dran zu bleiben, weiter zu machen wenn einmal etwas nicht sofort funktioniert und auch nach Rückschlägen und kleinen Unfällen an einer Sache dran zu bleiben. Sie hatten ein Ziel vor Augen. Sie wollten am Freitag ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und allen anderen Besuchern eine tolle Aufführung zeigen. Dafür haben sie mit viel Fleiß aber auch mit viel Spaß an der Sache geübt. Unter Ihnen waren auch fünf syrische Kinder. Drei von Ihnen sind erst vor wenigen Wochen durch Familiennachzug nach Pfedelbach gekommen. Sie sprachen noch kein Wort Deutsch, dennoch konnten sie eine Woche lang wie all die anderen Kinder dabei sein. Die Verständigung gelang aus einer Mischung aus Zeichensprache sowie der Übersetzung eines syrischen Jungen der schon deutsch spricht. Es war schön zu sehen, wie auch diese Kinder mit große Freude am Circus teilnahmen. Sie strahlten ebenso wie alle anderen Kinder bei der Aufführung und ihre Eltern war genauso stolz auf sie wie jedes andere Elternteil auch. Es freut mich sehr, dass wir die Möglichkeit hatten, diesen fünf syrischen Kindern ein solch schönes ankommen in Pfedelbach zu ermöglichen.

Das gesamte Projekt konnte aber auch in diesem Jahr nur durch die Unterstützung von Sponsoren gelingen. Die Teilnehmerbeiträge decken nur die Hälfte der Kosten. Daher gilt mein besonderer Dank dem Mitmachen-Ehrensache-Fond des Landratsamtes, der Belegschaft der Firma Hosti, dem Radlertreff Pfedelbach, der Druckerei Bauer, der Firma drb technik aus Windischenbach, dem freien Architekt Dieter Kühn sowie der Volksbank Pfedelbach für die finanzielle Unterstützung. Durch Sachspenden und vergünstigte Einkaufspreise bedanken wir uns bei der Bäckerei Trunk, dem Nudel- und Getränkepardies Pfedelbach, der Metzgerei Bort, Stapfs Hofladen sowie der Firma s`moove aus Öhringen. Einen besonderen Dank auch an die Gemeinde Pfedelbach, die dieses Ferienprogramm über Haushaltsmittel erheblich mitfinanziert und die kostenlose Nutzung der Sporthalle garantiert. Ohne diese Unterstützer könnte der Mitmach-Circus nicht stattfinden.

Auch 2018 soll es den Mitmach-Circus in Pfedelbach wieder geben. Die Gemeinde hat ihre Unterstützung bereits wieder zugesagt. Weitere Sponsoren und Unterstützer hoffen wir auch im nächsten Jahr wieder zu finden.

Eine DVD vom Auftritt können Sie für 10 Euro im Jugendreferat bei Jugendreferent Martin Jakob bestellen. Am besten per Mail bestellen unter: jugendreferat@pfedelbach.de

 

Wie erklärt man jungen Menschen eigentlich was Solidarität bedeutet? Die Antwort ist recht einfach: Man erklärt es nicht, man zeigt es ihnen!

Wir alle haben von den Unwettern in Braunsbach und Umgebung Ende Mai 2016 gehört. Auch unter den Jugendlichen in Pfedelbach war dies ein Thema, das aufgrund der Fotos und Videos auf Facebook sehr aktuell war. Da in Pfedelbach am Freitag, den 3. Juni 2016 wegen eines pädagogischen Tages in Pfedelbach schulfrei war, organisierte ich spontan einen Hilfseinsatz für die von den Fluten betroffenen Menschen. Innerhalb weniger Stunden meldeten sich zehn jungen Menschen zu diesem Hilfseinsatz an. Anstatt an diesem schulfreien Tag auszuschlafen, fanden sie sich um 8:15 Uhr vor dem Jugendzentrum Freetime ein. Bepackt mit Gummistiefeln, Handschuhen und Schaufeln ging es dann nach Künzelsau. Dort war unser erster Einsatzort ein Privathaus unweit der Innenstadt. Noch immer stand dort etwa 20 Zentimeter hoch das Wasser im Keller. Dieses war mit jeder Menge Schlamm und leider auch Heizöl vermischt. Unsere Aufgabe war es, in einer langen Menschenkette alles was sich im Keller befand zwei Stockwerke höher ins Freie zu schaffen. Ein echter Knochenjob, den die fünf Jungs und fünf Mädchen im Alter zwischen 14 – 17 Jahren mit großem Einsatz meisterten. Das schlimmste war nicht der Matsch und die Schufterei, sondern der Heizölgestank der uns allen in die Nase stieg. Immer wieder mussten diejenigen, die im Keller direkt arbeiteten an die frische Luft gehen. Nach zweieinhalb Stunden war der Keller leer geräumt, alles in zwei Container verfrachtet und die Hausbesitz sehr erleichtert und dankbar, dass wir ihnen geholfen hatten.

Danach zogen wir weiter zu unserem nächsten Einsatzort in der Künzelsauer Innenstadt. Im Keller des Schuhhauses Setzer, welches vom Hochwasser besonders stark betroffen war, mussten Schränke leergeräumt werden. Diese Schränke waren gefüllt mit älteren Akten einer Anwaltskanzlei, welche sich im 1. OG über dem Schuhhaus befindet. Insgesamt 15 Schränke mussten von der Feuerwehr mit dem Trennschneider aufgeschnitten und dann die nassen und schlammigen Akten ins Frei gebracht werden. Auch hier wurde eine lange Menschenkette mit 27 Personen gebildet. Elf Personen davon waren wir vom Jugendzentrum Freetime. Insgesamt rund acht Tonnen Akten beförderten wir – zusammen mit den anderen Helfern – vom Keller bis in den Container im Freien. Auch dies war kein so leichter Job, doch immerhin stank es diesmal nicht nach Heizöl. Nach etwa drei Stunden warf Paul Seeman um 14:30 Uhr, unter Applaus der Anderen Helfer, die letzte Akte in den Container. Damit war unser Einsatz beendet. Es folgte noch ein Mittagessen beim Dönerladen. Danach machten wir uns dann wieder auf den Heimweg nach Pfedelbach. Dort war für alle erst einmal duschen angesagt, denn wir waren von oben bis unten dreckig.

Für die Jugendlichen war es ein sehr einprägsames und zugleich wichtiges Erlebnis. Sie erlebten mehrmals an diesem Tag die Dankbarkeit der Betroffenen Personen und ernteten immer wieder Lob und Anerkennung für ihren freiwilligen Einsatz. Nicht nur von den Geschädigten, sondern auch von anderen Helfern. Auf die Frage, warum sie denn überhaupt an einer solchen Hilfsaktion teilnehmen würden, anstatt im Bett zu bleiben und auszuschlafen, antworteten sie: „Das nächste Mal kann es auch uns in Pfedelbach treffen und dann sind wir auch froh, wenn uns jemand hilft.“ Genau das ist der Punkt an der Sache. Besonders in so schwierigen Zeiten wie nach Naturkatastrophen, sollte man zusammen stehen und sich gegenseitig helfen. Das haben wir getan und somit ganz praktisch erlebt, was Solidarität ist und wie sie gelebt werden kann. Eine wichtige Lektion für alle Beteiligten.

Ein großes Dankeschön den freiwilligen Helfern Maja Demirci, Diana Massold, Selina Bitsch, Gina Ost, Chiara Simola, Paul Seeman, Jeremy und Jermane Melzig, Przmek Rynkiewicz und Dawid Pietzko.

Hier ein fünfminütiges Video von unserem Hilfseinsatz: