Mit ‘Kunkel’ getaggte Beiträge

Es kommt nicht alle Tage vor, dass Bürgermeister Torsten Kunkel während der Öffnungszeiten des Jugendzentrums dort vorbei schaut. Kürzlich war dies jedoch mal wieder der Fall. Wir hatten Ihn zu einer Diskussions- und Austauschrunde zum Thema „Pfedelbacher Jugendliche im öffentlichen Raum“ eingeladen.

Ziel dieser Runde war es, gemeinsam nach Lösungen zu der Frage: „Wo können und dürfen sich Pfedelbacher Jugendliche im öffentlichen Raum treffen und welche allgemeinen Regeln gelten dann“ zu suchen. Dieses Thema war und ist seit langem ein großes Anliegen vieler junger Menschen in Pfedelbach. Dort gibt es nämlich nahezu keine öffentlichen Grünflächen und viele andere Plätze sind durch Verbotsschilder gesperrt. Die jungen Menschen sind sich jedoch einig darin, dass es neben Spielplätzen für Kleinkinder auch einen ausgewiesenen Platz für Jugendlich geben muss. Daher wurde Herr Kunkel ins Jugendzentrum eingeladen. Im Vorfeld bereiteten wir uns an einem Abend auf dieses Gespräch vor. Im Anschluss an die Öffnungszeit des Freetime konnten die Jugendlichen noch bleiben. Gemeinsam sammelten wir Argumenten, klärten Wünsche und Bedürfnisse ab und brachten die Anliegen der Jugendlichen zu Papier. Ein Jugendlicher ordnete anschließend alle gesammelten Punkte und fasste diese thematisch sortiert zusammen. So entstanden zu verschiedenen Punkten mehrere Karteikarten mit Stichwörtern und Leitsätzen. Als unser Bürgermeister am Mittwochabend um 18 Uhr dann im Jugendzentrum Freetime ankam, warteten bereits 43 Jugendliche auf ihn. Nach einer kurzen Begrüßung kamen wir schnell zum Hauptthema. Die Karteikarten waren unter den Jugendlichen verteilt und so wurden dem Ratschef die Wünsche, Ideen und Anregungen mitgeteilt. Dies geschah in einem regen aber sehr disziplinierten Austausch. Eine Stunde lang sprachen wir über Bedürfnisse der Jugendlichen, mögliche Standorte für einen solchen Platz und dessen Ausstattung, die Regeln die dort dann gelten sollen und auch über Beteiligungsformen der jungen Menschen. Herr Kunkel zeigte großes Interesse und auch Verständnis für die Bedürfnisse und den Wunsch nach einem „eigenen“ Platz. Auch über mehr Öffnungszeiten im Jugendzentrum und Alternativen zum Hartplatz der bald abgerissen wird wurde gesprochen. Am Ende verblieben wir mit dem Bürgermeister so, dass er sich der Sache annehmen und zeitnah nach einer guten Lösung schauen wird.

Es war ein wirklich sehr gelungener und vor allem konstruktiver Abend. Die über 40 Jugendlichen waren sehr konzentriert und konstruktiv bei der Sache, vertraten ihre Anliegen sehr gut und hatten auch Verständnis für Argumente der „Gegenseite“ wie etwa beim Thema Verschmutzung durch liegengelassenen Müll an solchen Plätzen. An diesem Abend konnten alle Anwesenden live miterleben, wie Demokratie und freie Meinungsäußerung funktioniert. Einige Jugendliche sind zwar noch skeptisch und fragen sich, ob am Ende wirklich auch etwas konkretes für sie entsteht, doch das wird sich zeigen. Hoffen wir dass ihre Skepsis unbegründet bleibt. Andere Jugendliche hatte am Ende jedoch ganz andere Anliegen. Sie nutzten die Gelegenheit für ein Selfie mit dem Bürgermeister. Dieser wurde von einem Jugendlichen am Ende mit folgenden Worten verabschiedet: Herr Kunkel, kommen sie doch einfach öfters mal bei uns vorbei und chillen sie eine bisschen mit uns, das wär echt cool“.

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Am kommenden Sonntag, den 7. März 2010 ist von 8 – 18 Uhr Bürgermeisterwahl in Pfedelbach. Wie in vielen anderen Gemeinden gibt es auch in Pfedelbach nur einen Kandidaten, und das ist der bisherige Amtsinhaber Kunkel. Bei nur einer zur Wahl stehenden Person fragt man sich schon, ob es sich überhaupt lohnt am Sonntag wählen zu gehen.

Es lohnt sich!

Mit der Stimmabgabe hat man am Sonntag den 7. März 2010 in Pfedelbach zwar nicht die Wahl zwischen zwei oder noch mehr Kandidaten, doch man hat die Möglichkeit, von einem Grundrecht der Demokratie gebrauch zu machen. Und nicht nur das. Wer mit der Arbeit des Bürgermeisters in den letzten Jahren zufrieden war, hat am Sonntag die Möglichkeit ihm dies durch seine Stimmabgabe auszudrücken. Haben Sie daran schon einmal gedacht? Ich will damit keine Werbung für Bürgermeister Kunkel machen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass eine Stimmabgabe auch ein Signal ist. Und mal ganz ehrlich: Wer von uns freut sich nicht über eine Bestätigung seiner Arbeit. Und das Motto: Ned gschumpfä isch globt gnug! (Nicht zu schimpfen ist genug Lob) hört sich nett an, ist aber eine sehr passive und negative Haltung!