Mit ‘Jugendzentrum’ getaggte Beiträge

Man sagt ja oft, dass Jugendliche heute den ganzen Tag vor dem Computer sitzen würden. Nicht so im Jugendzentrum Freetime. Seit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im Sommer 2012 gibt es dort keine Computer mehr. Nicht weil sie beim Umzug kaputt gegangen wären, sondern weil die bewusste Entscheidung getroffen wurde, sie nicht mehr aufzubauen. Als zu unkommunikativ  hatten sie sich in den alten Räumlichkeiten erwiesen. Oft saßen Jugendliche alleine mit Kopfhörer davor und spielten für sich alleine. Anders sieht es jedoch aus, wenn viele Leute gemeinsam ein Computerspiel zur gleichen Zeit miteinander oder auch gegeneinander spielen. Wenn junge Menschen das tun nennen sie es „LAN Party“. Jeder bringt seinen Computer samt Zubehör mit. Diese werden dann per LAN Kabel miteinander verbunden (daher das Wort LAN Party) so dass alle das selbe Spiel spielen können.

Zum zweiten Mal fand eine solche LAN Party nun im Jugendzentrum Freetime statt. Um 19 Uhr sah man schwer bepackte junge Menschen die ihren Computer ins Marstallgebäude trugen. Bis dann alle PC`s aufgebaut und miteinander verbunden waren, verging etwa eine Stunden. Danach spielten sich die sieben Jungs und Jugendreferent Martin Jakob etwas warm. Die Jugendlichen hatten dies eigentlich nicht wirklich nötig, doch der „alte Mann“ namens Martin Jakob musste sich erst das Spiel erklären lassen. Nach einer weiteren Stunde startete dann ein Turnier. Im Spiel „League of Legends“ traten die acht Teilnehmer in zwei Gruppen gegeneinander an. Jeder musste einmal gegen seine Gruppengegner spielen. Nach der Vorrunde, die gegen 02:00 Uhr beendet war, flog dann der jeweils Gruppenletzte aus dem Turnier. Wie nicht anders zu erwarten war dies unter anderem auch Jugendreferent Martin Jakob. Die Anderen Teilnehmer spielten danach in Viertelfinale, Halbfinale und Finale weiter um den vom Jugendzentrum gestifteten Pokal. Im Finale besiegte der Organisator der gesamten Aktion, Thomas Ruder, seinen Gegner Willi Dudenko und gewann damit den begehrten Pokal. Das war um 7 Uhr morgens. Der „alte Mann“ schlief da schon, er hielt nicht so lange durch. Noch bis 10 Uhr spielten die Jugendlichen weiter bevor es dann ans abbauen und aufräumen ging.

Es war eine spannende, tolle, kommunikative und auch (zumindest für den Jugendreferenten) anstrengende Nacht, die aber vor allem viel Spaß machte. Die Jugendlichen waren sehr dankbar, dass das Jugendzentrum auch für solche Aktionen genutzt werden kann.

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Zum zweiten Mal nach 2011 fand am vergangenen Freitag der „Tag des Jugendraums“ statt. An diesem Tag hatten 9 Jugendhäuser im Hohenlohekreis gleichzeitig geöffnet. Das verbindende Element an einem solchen Tag ist das gemeinsame Spiel, welches von 17 – 19 Uhr gespielt wird. In dieser Zeit bekommen alle teilnehmenden Jugendhäuse dieselbe Aufgabenstellung. Innerhalb von zwei Stunden müssen viele Aufgaben erledigt werden. Es gilt immer, verschiedenste Dinge und besondere Personen zu organisieren und diese bis 19 Uhr auf ein Foto zu bekommen. In diesem Jahr war die Liste sehr lang. So mussten über 30 Aufgaben erledigt werden. Unter anderem waren ein Esel, ein Huhn, ein Pfarrer, ein Schornsteinfeger, ein Koch, ein Fallschirmspringer oder auch ein Ehepaar, das schon goldene Hochzeit hatte, gefordert. Des weiteren mussten verschiedenste Dinge wie ein Blumenstrauß, ein Quad, ein Einrad, ein Rasenmäher oder gar eine Shisha besorgt werden.

Die etwa 20 Jugendlichen, die sich an diesem Tag bereits ab 15 Uhr im Jugendzentrum Freetime eingefunden hatten, wurden außerdem von Bürgermeister Kunkel unterstützt, der ebenfalls kam, um das Freetime zu unterstützen. Kurz nach der Aufgabenverkündung um 17 Uhr schwärmten die Jungs und Mädels aus. Jeder bekam eine Aufgabe zugeteilt. Manches war schnell organisiert, wie etwa ein Einrad oder ein Hund. Anderes machte uns dann doch mehr zu schaffen. Wo sollte man einen Esel oder ein Huhn herbekommen? Einer rief: „Wir gehen zum Lidl und kaufen ein tiefgerorenes Suppenhuhn!“ Das war letztlich jedoch gar nicht nötig, denn gegen 18 Uhr standen Jessica und Tevfik plötzlich mit einem echten Huhn da.

Via Facebook waren alle Jugendhäuser, die an dieser Aktion beteiligt waren, miteinander verbunden. So konnte man immer wieder den Stand der Dinge in Kupferzell, Neuenstein, Waldenburg, Künzelsau, Bretzfeld und Öhringen mitverfolgen. Kurz vor 19 Uhr war es dann soweit. Als Beweis musste ein Foto gemacht und auf Facebook hochgeladen werden. Schnell wurden alle Gegenstände auf dem Parkplatz vor dem Pfedelbacher Schloss platziert und die geforderten Personen darum positioniert. Da stand dann ein Clown neben dem Pfarrer, ein Schornsteinfeger neben einer Prinzessin und ein Koch kniete vor einem Rasenmäher. Was uns Pfedelbachern fehlte, war eine Krankenschwester, eine Kutsche, eine Kuckucksuhr und ein Geigenspieler. Ach ja, und einen Esel konnten wir (wie übrigens keines der Jugendhäuser) auch nicht auftreiben. Manche meinten zwar, es wären genügend Esel anwesend, doch zweibeinige Esel gaben keine Punkte.

Am Ende belegten wir vom Jugendzentrum Freetime einen sehr guten zweiten Platz hinter den Titelverteidigern aus Kupferzell. In zwei Jahren wird es dann erneut den Tag des Jugendraums geben, vielleicht gelingt uns dann auch mal der Sieg, wer weiß? Jedenfalls hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und das ist das Wichtigste. Danke auch noch einmal an alle Personen, die uns an diesem Tag so toll unterstützt haben.

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Der Sommer erstrahlt zur Zeit in seiner vollen Pracht, da ist es naheliegend nicht in der Bude hocken zu bleiben. Deshalb beschlossen wir, am 16. Juli die Räume des Jugendzentrum Freetime geschlossen zu lassen und stattdessen gemeinsam nach Öhringen zu fahren, um dort Beach-Volleyball zu spielen. Beim Wasserspielplatz hinter der Kultura steht seit einigen Jahren ein Volleyballfeld mit Sandbelag. Dies war zum Glück nicht belegt, als wir ankamen. Lediglich einige Kinder waren gerade dabei, dort eine Sandburg zu bauen. Doch schnell hatten wir uns mit ihnen geeinigt und sie buddelten nebenan auf dem Spielplatz weiter. So war das Feld frei für uns. Mit insgesamt 18 Personen waren wir nach Öhringen gekommen. Einige wollten nicht mitspielen sondern einfach nur im Schatten sitzen. Andere nutzten die ebenfalls mitgebrachte und aufgebaute Slackline oder spielten Federball. Der Rest versuchte sich in Sachen Volleyball. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und fehlender Ballbeherrschung entwickelten sich im Laufe des Abends ansehnliche und lange Ballwechsel. Dies machte so viel Spaß, dass wir spontan eine Stunde länger dort blieben als geplant. Zum Abschluss ging es dann noch zum MC-Donalds, um sich dort bei einem Eis wieder abzukühlen.

In den Pfingstferien startete ein neues Großprojekt des Jugendreferates Pfedelbach. In Kooperation mit der Scheuerle Fahrzeugfabrik werden zwei professionelle Seifenkisten gebaut.

Plakat

Es ist der Dienstag nach Pfingstmontag, es ist kurz vor 10 Uhr und es regnet. Trotzdem stehen vier Jungs und zwei Mädchen aus Pfedelbach vor der Erich-Fritz Halle. Eigentlich haben sie ja Ferien und könnten bis mittags schlafen, doch sie stehen aus einem bestimmten Grund dort. Sie warten auf Jugendreferent Martin Jakob. Mit ihm gemeinsam gehen sie dann punkt 10 Uhr in die Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle. Dort wartet schon Ausbildungsleiter Benjamin Falk und drei seiner AZUBIs auf die Jugendlichen. Gemeinsam mit ihnen wird in den nächsten vier Tagen mit dem Bau der beiden Seifenkisten begonnen. Wie diese aussehen sollen, wurde bereits am 10. Mai bei einem Planungs- und Konstruktionstag im Freetime festgelegt.

Zunächst gibt es noch nichts zu bohren, zu schrauben und zu sägen. Die erste Arbeit ist, den Rahmen zu konstruieren, aufzuzeichnen und die Maße festzulegen. Dies wird mit Kartons gemacht. Da das bestellte Alumaterial für die “Rennseifenkiste” aber noch nicht geliefert ist, wird  an der zweiten Seifenkiste weitergebaut. Diese soll eine “Funs-Seifenkiste” werde. Hierfür ist bereits ein altes Go-Kart-Chassi vorhanden. Dort gilt es nun einen Rahmen aus Stahlrohr sowie Seitenverkleidungen zu konstruieren. Es wird gemessen, überlegt, gesägt und gefeilt. Jeder hat seine Aufgaben. So vergeht die Zeit wie im Flug. Um 15 Uhr ist dann schon wieder Feierabend. So geht es die ganzen vier Tage lang.

Am Freitagmittag um 15 Uhr wird die erste Bauphase dann mit einer kurzen Reflektionsrunde abgeschlossen. Alle sind sich einig, dass die vier Tage sehr viel Spaß gemacht haben und wir alle viel Neues gelernt haben. Zu diesen neuen Fähigkeiten gehören das selbständige Arbeiten können mit einigen großen Maschinen der Lehrwerkstatt. Außerdem können die Jugendlichen nun schon selber schweißen. Noch nicht perfekt, das ist klar, aber immerhin konnten sie es zum ersten Mal in ihrem Leben ausprobieren. Das war Spaß und Herausforderung zugleich. Nach vielen Probeschweißnähten schweißten zwei Jungs am dritten Tag sogar selbständig einige Teile am Rahmen fest. Auch wenn nun erst der Anfang gemacht ist und noch viel Arbeit vor uns liegt, so ist der Grundstein nun gelegt. In den nächsten Monaten wird es dann in weiteren Bauphasen  weitergehen.

Zwei Highlights sollen hier noch genannt werden. Zum einen die Tatsache, dass Jannik Keller am Freitag seinen 14. Geburtstag feiern konnte und auch an diesem Tag am Projekt teilnahm. Dies zeigt, dass ihm und den anderen das Seifenkistenprojekt wirklich etwas bedeutet und sie es ernst nehmen. Als kleine Überraschung gab es für Jannik einen Geburtstagskuchen mit Kerzen darauf, den wir im Schweißraum heimlich aufgestellt hatten und ihn mit Aufgabe, er solle dort etwas schweißen, überraschten.

Das Zweite Highlight war der Besuch eines Reporters vom SWR Radio. Er hatte die Ausschreibung des Projektes im Gemeindeblatt gelesen und sich kurzfristig angekündigt. Zwei Stunden lang war er am Donnerstagmittag in der Lehrwerkstatt anwesend. Er führte Interviews mit den Jugendlichen und nahm viele Geräusche auf. Daraus wird ein etwa dreiminütiger Radiobeitrag entstehen welcher im SWR4 Frankenradio zu hören sein wird (leider schon vor Erscheinung dieses Artikels). Wir alle sind sehr darauf gespannt.

Zu guter Letzt noch ein großes Dankeschön an alle Beteiligten diese Projektes. Im Besonderen an die Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik, die dieses Projekt voll finanziert und den Jugendlichen neben dem Spaß eine tolle Gelegenheit zur Berufsorientierung und Berufsintegration bietet.