Mit ‘Jugendzentrum’ getaggte Beiträge

Seit Mai 2013 läuft das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Firma Scheuerle Fahrzeugbau. Entstehen soll eine hochwertige Seifenkiste, mit der wir dann an Seifenkistenrennen teilnehmen können.

Das Ziel nach der letzten Bauphase im Janur lautete, das Gefährt bis Februar zum ersten Mal auf seinen Rädern stehen zu sehen. Am vergangen Samstag wollten wir dieses Ziel erreichen. Fünf der acht Jugendlichen aus dem Freetime, die am Projekt beteiligt sind, fanden sich um 8 Uhr morgens zusammen mit mir in der Lehrwerkstatt ein. Mit Ausbildungsleiter Benjamin Falk sowie einem Azubi machten wir uns an die Arbeit. Für die beiden Neuntklässler Jannik Keller und Daniel Pietzko hatten sich Ausbilder Falk und ich etwas besonderes einfallen lassen. Da sie seit Beginn mit großem Eifer und viel Engagement dabei sind, sollten sie an diesem Samstag in die Arbeit an der Drehmaschine eingelernt werden. Eine Einweisung erhielten sie von Azubi Marco Kircher. Im Anschluß machten sie sich daran, selbständig acht Bolzen für die Seifenkiste zu drehen. Dass dies Spaß machte konnte man sehen.

Die anderen drei Jungs arbeiteten derweil an anderen wichtigen Teilen. So konstruierten die Zwillinge Jeremy und Jermane Melzig mit Ausbilder Falk zwei Schwingen für die Hinterachse, während Dawid Pietzko mit mir den Holzunterboden fertigte. Dieser wurde passgenau zugeschnitten und anschließend fest mit dem Rahmen verschraubt. Als die Bolzen gedreht und die Schwingen gebaut waren, stand die Seifenkiste dann erstmals auf ihren Rädern. Eine Probefahrt konnte zwar noch nicht unternommen werden, denn es fehlt noch die Lenkung und die Bremsen, doch vorsichtig reinsitzen und dann ein paar Meter von den anderen geschoben werden war schon machbar. Dabei zeigte sich, dass es nicht nur wegen der Kurvenlage gut war das Gefährt mit Dämpfern zu versehen. Es machte einen großen Unterschied ob ich als Erwachsener oder nur ein halb so schwerer Jugendlicher sich in die Kiste setzte. Während bei mir die Dämpfer fast vollständig eingefrückt wurden, bewegten sie sich bei den Zwillingen kaum. Da wir dies im Vorfeld mit eingeplant hatte, wurden vier einstellbare Dämpfer verbaut die sich an jedes Körpergewicht anpassen lassen. So sollte dann später für alle das Selbe Fahrgefühl entstehen können.

Die Nächste Bauphase steht in den Faschingsferien Anfang März an. Dann widmen wir uns dem schwierigen Thema Lekung und Bremsen. Da wird noch einmal viel kreativität und Tüftlergeschick gefragt sein. Doch wir sind uns alle Sicher, dass wir auch das hinbekommen werden.

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Bis Februar sollten die Seifenkisten auf Rädern stehen“, so die Aussage von Jugendreferent Martin Jakob nach dem Baueinsatz vor einigen Tagen. Das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Scheuerle Fahrzeugfabrik läuft bereits seit Mai 2013. Zusammen mit Auszubildenden von Scheuerle bauen acht Jugendliche des Jugendzentrums Freetime zwei Seifenkisten in der Lehrwerkstatt bei Scheuerle. Da bisher nur in den Schulferien gebaut werden konnte, ging es dementsprechend langsam voran. Deshalb wurde beschlossen, nun auch an einzelnen Wochenenden weiter zu bauen. So zum ersten Mal geschehen vor zwei Wochen. Pünktlich um 7:30 Uhr standen am Freitagvormittag Daniel und Dawid Pietzko, Jannik Keller und Jugendreferent Martin Jakob in der Lehrwerkstatt von Scheuerle. Die drei Jungs hatten von ihren Rektoren eine Schulbefreiung erhalten. Anstatt also Mathematik oder Chemie zu lernen, standen sie an Bohrmaschinen, hydraulischen Sägen und im Schweißraum. Das war aus ihrer Sicht „viel besser als Unterricht“, wie Jannik meinte. Dennoch haben sie an diesem Freitag viel gelernt, wenn auch eher in Form von praktischer Physik und Technik. Bei der eine Seifenkiste, welche komplett aus Aluminium gebaut wird, mussten die Stoßdämpfer eingebaut und Gabeln für die vier Räder entworfen werden. An der zweiten Seifenkiste, die einen Stahlrahmen besitzt, standen weitere Schweißarbeiten an. Die Achsen mussten befestigt und die Lenkung gebaut werden. Die Schweißarbeiten übernahm Dawid Pietzko. Er ist zwar erst 13 Jahre alt, schweißt mittlerweile aber schon besser als mancher Azubi.

Am Samstag wurde ebenfalls gewerkelt. Erstmals dabei waren an diesem Tag auch Jeremy und Jermane Melzig. Sie sind neu zum Seifenkistenteam gekommen und werden ab sofort auch mit bauen. Ihre erste Tätigkeit führte sie in die Hydraulik Abteilung von Scheuerle. Dort wurde aus Hydraulikrohr eine Gabel als Prototyp gebogen. Sie dient als Muster für die vier Endgültigen Gabeln, die dann ebenfalls aus Aluminium sein werden.

Wieder einmal war zu sehen, dass alle Beteiligten mit großer Freude und Engagement bei der Sache sind. Die Arbeit an den Seifenkisten macht viel Spaß und jeder Einzelne lernt dabei sehr viel. Dass dies so ist, liegt auch an der tollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Scheuerle, allen voran Ausbildungsleiter Benjamin Falk. Dass er und auch einige seiner Azubis bereit sind, auch samstags zu kommen um mit uns an der Seifenkiste weiter zu bauen, ist eine tolle Sache. So müssen wir nicht immer auf die nächsten Schulferien warten und kommen nun schneller voran. Das ist auch gut, denn im Februar sollen die beiden Seifenkisten schließlich zum ersten Mal auf Rädern stehen.

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Um dem drohenden Weihnachsspeck vorzubeugen, ging es kurz vor Weihnachten noch einmal richtig sportlich zur Sache. Die Sportgruppe Taläcker hatte in Kooperation mit dem Kreisjugendring alle Jugendhäuser des Hohenlohekreises zum Streetball Turnier in die Spoarthalle Taläcker eingeladen. Beim Streetball wird in Teams zu drei Personen auf einen einzigen Korb Basketball gespielt. Das Team, das zuerst 10 Punkte hatte oder nach 10 Minuten vorne lag, gewann das Spiel für sich. So traten 14 Teams in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. Aus Pfedelbach hatten sich fünf Teams bei Jugendreferent Martin Jakob gemeldet.

Als wir in der Halle in Künzelsau-Taläcker ankamen waren einige der Jungs geschockt. Vor ihnen standen drei Jugendliche mit über zwei Meter Körpergröße! Sofort wollten sie wissen:“Wie sollen wir gegen die gewinnen?“ Das war eine berechtigte Frage. Gegen dieses Team, allesamt Basketballer im Verein, hatte letztlich keiner eine Chance. Sie gewannen das Turnier in der Altersklasse der 14 – 17-jährigen klar. Dennoch plazierten sich die Pfedelbacher Jungs in dieser Altersklasse auf guten Plätzen zwischen dem 4. und dem 9. Rang. Jugendreferent Martin Jakob war selbst auch als Spieler aktiv. Zusammen mit anderen Jugendreferenten des Hohenlohekreises belegter er am Ende mit seinem Team namens „Gurkentruppe“ den siebten Platz. In der Alterssklasse der zehn bis 13-jährigen jedoch war die Konkurenz nicht ganz so groß. Die Melzigzwillinge Jeremy und Jermane, die zusammen mit Dawid Pietzko das Team „Black and White“ bildeten, kämpften in jedem Spiel hart aber fair. So kamen sie bis ins Endspiel. Dort trafen sie auf ein Team, gegen das sie in der Vorrunde schon einmal verloren hatten. Doch mit Kampfgeist, viel Einsatz und guten Würfen konnten sie das Finale für sich entscheiden und das Turnier in Ihrer Altersklasse gewinnen. Zur Belohnung gab es ein beflocktes Basketballtrikot für jeden.

Als das Turnier zu Ende war wollten die Jungs aus Taläcker noch gerne etwas Fußball spielen. Als Gegner boten sich die Pfedelbacher Jungs an. In einem reinen Freundschaftskick gewannen die Jungs aus Taläcker am Ende knapp gegen unsere Pfedelbacher Jungs. Was jedoch sowohl beim Basketballturnier als auch beim anschließenden Fußballspiel im Vordergrund stand, war der Spaß. Dabei zu sein, sich sportlich zu betätigen und das Ganze in der Gruppe mit Freunden, das war es was zählte.

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Seit Januar diesen Jahres gibt es im Jugendzentrum Freetime ein Thekenteam. Dies besteht aus fünf Jungs, die allesamt eine Thekenschulung besucht haben. Seither sind sie es, die Woche für Woche im Jugendzentrum hinter dem Tresen stehen und für die Bewirtung der anderen Besucher sorgen. Sie verkaufen Getränke, backen Pizzen oder füllen Süßigkeiten in Tüten ab. Aber auch für den Verleih von Spielgeräten wie Billardqueues oder XBOX Controllern sind sie verantwortlich.

Diese Aufgabe erledigen sie sehr gewissenhaft und gut. Gerade einmal an drei der rund 70 Freetimeabende in diesem Jahr fehlte der Thekendienst unentschuldigt. Als Dankeschön für diesen Dienst, stand nun zum Jahresabschluss ein Ausflug speziell für das Thekenteam an. Gemeinsam ging es in das Spaßbad und Rutschenparadies „Palm Beach“ nach Roth bei Nürnberg. Schon als wir dort ankamen und die vielen Rutschen nur von außen sahen, waren die Jungs begeistert. Alle zückten ihre Handys und machten Fotos davon. Doch wir waren nicht nur zum zuschauen gekommen. Schnell waren die Tageskarten gekauft , alle Mann umgezogen und schon konnte es losgehen. Doch womit sollte begonnen werden? Bei 13 Rutschen war dies gar nicht so leicht zu entscheiden. So beschlossen wir mit den leichten zu beginnen und dann das Level zu steigern. So kamen wir irgendwann auch an der sogenannten „Pegasus II“ Rutsche an. Dort stellt man sich in eine Plexiglaskapsel, verschränkt die Arme und wartet auf den Start. Dieser besteht darin, dass der Boden unter den Füßen ruckartig wegklappt und man erst einmal 14 Meter fast freien Fall erlebt, bevor man dann durch zwei Loopings rutscht die einen wieder abbremsen. Damit man den Looping auch schafft und nicht stecken bleibt, muss man mindestens 40 Kilogramm wiegen. Als die Zwillinge Jeremy und Jermane Melzig dran waren, mussten sie sich auf eine Waage stellen. Dabei kam heraus, dass Jermane genau 40 Kilogramm wiegt, sein Bruder Jeremy jedoch nur 39 Kilogramm auf die Waage bringt. Dies bedeutete, dass er nicht rutschen durfte. Entsprechend traurig und geknickt war er danach. Doch dieses Problem lösten wir sehr elegant. Wir liesen Jeremy kräftig Mittagessen und eine Liter trinken. Als er sich dann kurz darauf wieder anstellte, zeigte die Waage tatsächlich 40 Kilogramm und so konnte auch er den „freien Fall“ genießen.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit blieben wir in dem riesigen Bad und hatten jede Menge Spaß dort. Auf dem Heimweg wurde dann noch im MC Donalds zu Abend gegessen. Die vier Jungs (der fünfte aus dem Team konnte leider nicht mit) hatten einen genialen Tag. Sie sind sich sicher: Sie bleiben im Thekenteam des Freetime. Ideen für einen Ausflug Ende 2014 haben sie auch schon, doch bis dahin liegen wieder über 70 Abende hinter der Theke vor ihnen.

Ausflug zum Palm Beach

Bestaunen der Rutschenanlage