Mit ‘Jugendreferat Pfedelbach’ getaggte Beiträge

Das am Freitag, den 25.10.2019 im Jugendzentrum Freetime ausgetragene FIFA20 Turnier hat ein Sechstklässler gewonnen. Lennart Hermann besiegte im Finale des fünfstündigen Turniers Lenny Müller knapp mit 3:2.

Pünktlich zum Turnierstart um 17 Uhr trafen die Zocker im Jugendzentrum ein. Einige von Ihnen waren sogar schon vor 17 Uhr gekommen um ja nicht das Einschreiben in die Startliste zu verpassen. 16 Jungs trugen sich für das Turnier ein. Direkt beim Einschreiben wurde jedem Spieler eine der Top 16 Mannschaften aus Europa zugelost. Mit dieser musste er dann das gesamte Turnier über an der PS4 Konsole spielen. Um möglichst viele Spiele gleichzeitig ablaufen lassen zu können, wurden im Jugendzentrum – neben der schon existierenden Leinwand – zwei weitere Playstation 4 mit FIFA20 aufgebaut. Jeweils auf großen Fernsehern wurde dort gespielt.

In zwei Vorrundengruppen mit jeweils 8 Spielern wurde das Turnier begonnen. Jeder Spieler hatte somit sieben Vorrundenspiele. Hier zeigte sich schnell, dass die junge Generation der 11 – 13-jährigen in Sachen FIFA-Spielen den Älteren durchaus das Wasser reichen kann. So besiegte ein 12-jähriger gleich zu Beginn einen erfahrenen 24-jährigen Zocker mit 6:2. Eine große Überraschung für alle.

Als die Vorrunde zu Ende war, kamen die jeweils Gruppen Ersten und Gruppen Zweiten weiter. Sie spielen im Halbfinale um den Einzug ins Finale. Das erste Halbfinale konnte Lenny Müller (Borussia Dortmund) mit 4:0 gegen Niklas Weinstock (RB Leipzig) gewinnen. Im zweiten Halbfinale setzte sich Lennart Hermann (FC Barcelona) mit 3:1 gegen Fynn-Luca Dietle (FC Bayern München) durch.

Das Spiel um Platz drei konnte dann Fynn-Luca in der Verlängerung mit 1:0 gegen Niklas für sich entscheiden. Das Finale war ebenso knapp. Schnell führte Lennart mit 2 Toren, doch Lenny kam immer wieder ran. Letztlich rettet Lennart seine knappe 3:2 Führung bis zum Schlusspfiff. Mit einem erleichternden Schrei sprang er direkt nach dem Abpfiff vom Sofa auf. Unter dem Applaus der vielen Besucher (es waren an diesem Abend über 50 Jugendliche anwesend) nahm er den Siegerpokal entgegen. Außerdem bekam er einen Ausweis ausgestellt, welcher in berechtigt, bis zum Jahresende bei jeder Öffnungszeit des Jugendzentrums ein Essen und ein Getränk gratis zu erhalten. Dazu gab es für Ihn und die anderen drei Halb- und Finalteilnehmer eine Urkunde. Platz zwei bis vier erhielten auch noch Verzehrgutscheine.

Dieses Turnier hat gezeigt, dass die nächste Generation das Kommando im Freetime übernommen hat. Nicht nur beim FIFA Turnier. Auch sonst kommen aktuell sehr viele 11 – 14-jährige zu den Öffnungszeiten. Sie prägen das Bild im Freetime aktuell sehr stark, auch wenn die älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach wie vor noch vertreten sind. Es ist einfach eine tolle Mischung von jungen Menschen zwischen 11- 25 Jahre. Alles findet in einem friedlichen und irgendwie familiären Rahmen statt. So wie es sein soll und man es sich wünscht.

Einmal pro Jahr organisiert und finanziert der Landkreis Hohenlohe eine Bildungsfahrt für Ehrenamtlich Tätige Menschen im Hohenlohekreis. Mit dem Bus geht es in eine große Stadt, um dort am Vormittag gemeinsam ein kulturelles Programm zu besuchen. Der Nachmittag ist dann zur freien Verfügung. Dieses Jahr ging es nach Nürnberg.

An der diesjährigen Bildungsfahrt nahmen zum wiederholten Male auch wir vom Pfedelbacher Jugendzentrum bzw. die Jugendlichen des Thekenteams, in Begleitung von Jugendreferent Martin Jakob, teil. Am 11. Oktober, pünktlich um 8 Uhr, startete der Reisebus nach Nürnberg. Mit an Bord waren, neben den etwa 30 weiteren Ehrenamtlichen aus Hohenlohe, Maylin, Viktorija, Valerias, Jan und Karim. Sie bilden das Thekenteam des Jugendzentrums und hatten für diesen Tag eine Schulbefreiung bekommen. Nach einer knapp zweistündigen Busfahrt kamen wir in Nürnberg an. Unser kulturelles Ziel für den Vormittag war das Reichsparteitagsgelände samt Dokumentationszentrum.

Los ging es mit einer interessanten und lebendigen Führung über das sehr weitläufige, von Hitler und den Nazis geplante und nur zum Teil fertig gestellte, Reichsparteitagsgelände. Wir starteten in der Luitpoldarena, wo wir einige einführende Worte von der Dame gesagt bekamen, welche die 2,5 stündige Führung mit uns machte. Danach ging es in die Kongresshalle. Diese wurde von den Nazis nie fertiggestellt und gleicht seinem Vorbild, dem Kolosseum in Rom sehr stark. Obwohl die Kongresshalle nie ganz fertiggestellt wurde (der 2. Weltkrieg stoppte die Bauarbeiten), kann man dennoch sehen, wie gewaltig und pompös diese einmal werden sollte. Von den geplanten 70 Metern Höhe wurden „nur“ 39 Meter errichtet. Mit einer Abmessung von 240 x 200 Metern ist der U-förmige Bau ein riesiges Bauwerk. Entsprechend klein kamen wir uns vor, als wir in der Mitte standen und uns umschauten. Genau das war auch von den Nazis so gewollt: Die 50.000 Besucher, welche die Kongresshalle einmal hätte fassen sollen, sollten sich klein und unwichtig fühlen. Nur der Führer, der sein Rednerpult in der Mitte hätte stehen gehabt, hätte hier sprechen dürfen und wäre als wichtig angesehen worden. Heute steht dieser zweitgrößte erhaltene nationalsozialistische Monumentalbau in Deutschland unter Denkmalschutz.

Weiter ging es über die große Straße, auf welcher Paraden und Aufmärsche abgehalten wurden, zum geplanten Standort des Deutschen Stadions. Dieses wurde nie gebaut. Lediglich ein Granitblock als Grundstein ist dort heute zu sehen. Interessant war für uns Besucher jedoch auch hier zu erfahren, mit welcher Präzision und welchen Hintergedanken die Nazis auch dieses Bauwerk geplant hatten. Die Pläne für das Stadion konnten wir auf Fotos sehen. Hier sollten die jungen Menschen sich sportlich betätigen. Jedoch nicht nur der Gesundheit wegen. Als Disziplinen gab es zu der damaligen Zeit zwischen 1935 und 1944 u.a. die Disziplinen Langstreckenlauf mit Gasmaske und Handgranaten Weitwurf. Hier wurden also die jungen deutschen Männer „spielerisch“ auf den Krieg vorbereite. Die Ausführung dieser Disziplinen auf Fotos zu sehen, war sehr eindrücklich und erschütternd, auch und vor allem für die jungen Teilnehmer aus Pfedelbach. Sie stellten viele Fragen und waren sehr interessiert.

Zum Abschluss der Führung ging es dann noch auf das sogenannte Zeppelinfeld mit der Zeppelintribüne. Hier hielt Hitler viele seiner heute noch bekannten Reden. Das Zeppelinfeld mit seiner imposanten Tribüne ist das einzige Bauwerk, welches komplett fertiggestellt wurde. Wir hatten dann noch die Möglichkeit, den Goldenen Saal im inneren der Tribüne zu besichtigen. Dieser ist für normale Besucher nicht zugänglich und kann nur bei geführten Besichtigungen begangen werden. Dieser große Saal, dessen Decke mit prunkvollen Hakenkreuzornamenten ausgestaltet ist, welche wiederum mit Blattgold übersogen sind (daher der Name Goldener Saal), war eines der Highlights der Führung. Zu wissen, dass genau an dieser Stelle auch Adolf Hitler schon stand um sich auf seine Reden vorzubereiten, lies uns einen Schauer über den Rücken laufen. Noch nie war die NS Vergangenheit und ihre Geschichte so greifbar und so nah für uns.

Zum Abschluss besuchten wir dann noch das Dokumentationszentrum mit seiner Ausstellung „Faszination und Gewalt“, welche sich im Nordflügel der Kongresshalle befindet. Also dort wo unsere Führung begonnen hatte. Leider blieb nicht mehr viel Zeit um die Ausstellung zu besichtigen. Dennoch war auch sie eine, zu gleichen Teilen, beeindruckende und bedrückende Zeitzeugin einer dunklen und schrecklichen Zeit in Deutschland.

Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung. Wir sechs Pfedelbacher hatten keine Lust auf Kaffeekränzchen und machten uns auf eigene Faust auf, die Stadt zu erkunden. So schlenderten wir durch die Stadt, gingen zusammen Mittagessen und besuchten interessante Einkaufsläden. Um 17 Uhr startete der Bus dann wieder Richtung Öhringen, wo wir – voll mit neuen Eindrücken und neuem Wissen über die NS Zeit in Deutschland – um 19 Uhr wieder ankamen.  Karim fasste den Tag am Ende für sich so zusammen: „Heute hatte ich viel Spaß mit den Anderen und habe auch noch ganz viel über die NS Zeit gelernt. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei“. Wo die Bildungsfahrt 2020 hinführt steht jedoch noch nicht fest.

Martin Jakob, Jugendreferent

Seit vielen Jahren schon veranstalten verschiedene Vereine und Organisationen aus Pfedelbach einen gemeinsamen Tag beim Kinderferienprogramm. Unter dem Motto „Spaß und Action rund ums Pfedelbacher Schloss“ bieten die Veranstalter dabei ein buntes Programm. Rund 70 Kinder nahmen dieses Jahr daran teil.

Der letzte Tag des August 2019 war ein heißer Tag. Bei strahlendem Sonnenschein trafen die vielen Kinder samt Eltern am Pfedelbacher Schloss ein. Dort begrüßte der Pfedelbacher Jugendreferent Martin Jakob alle herzlich und gab ihnen einen kurzen Überblick über den Nachmittag. Nach einem kurzen Aufwärmspiel verteilten sich die Kinder dann kreuz und quer im Schlossgraben. Dort hatten die Mitwirkenden viele verschiedene Stationen im Form einer großen Spielstraße aufgebaut. Die Kinder konnten diese Stationen frei anlaufen und nutzen. Alle Stationen wurden von den jeweiligen Mitarbeitern betreut. Beim Musikverein war u.a. Geschicklichkeit und Sportlichkeit beim Gummitwist gefragt. Die Feuerwehr hatte neben anderen Stationen auch ihr Spritzenhaus dabei. Hier konnten die Kinder mit einem Feuerwehrschlauch spritzen. Das THW hatte erstmals auch eine Hüpfburg dabei. Aufgrund der Hitze konnten die Kinder darin leider nicht sehr lange hüpfen. Das war aber nicht schlimm, denn beim DLRG gab es Wasserspiele. Mit Spritzpistolen wurde ein ursprünglich geplanter Hindernisparcours zur Wasserschlacht-Station umfunktioniert. Wer danach noch immer eine Abkühlung brauchte konnte sich die beim Jugendreferat holen. Bei der Station „Äpfel fischen“, mussten Apfelschnitze nur mit dem Mund aus einer Schüssel Wasser geholt werden. Manch einer steckte dann einfach den ganzen Kopf in die Schüssel. Bei der Rollenbahn, welche in den Schlossgraben hinunterführte, konnte man sich die Haare vom Fahrtwind dann wieder trocken blasen lassen. Die andere Möglichkeit wieder trocken zu werden war die, in der Ortsmitte auf das Feuerwehr- oder THW-Fahrzeug zu warten und dabei in der Sonne zu stehen. Alle 15 Minuten kam eines der beiden Einsatzfahrzeuge vorbei und nahm 8 Kinder mit auf eine Spritztour rund um Pfedelbach. Natürlich mit Blaulicht und (kurzzeitig) Sirene.

Die rund 70 Kinder sowie viele der dagebliebenen Eltern und Großeltern hatten sichtlich Spaß an der Veranstaltung. Das kostenlose Ferienangebot zeigte einmal mehr, wie toll die Zusammenarbeit und die Vernetzung der Vereine und Organisationen in Pfedelbach funktioniert. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die rund 30 ehrenamtlichen Helfer, die dieses tolle Ferienprogramm wieder vorbildlich gestemmt haben.   

Auch dieses Jahr nahm das Jugendzentrum Freetime wieder mit einigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen beim jährlichen Firmen- und Vereinspokalschießen am 10. Mai 2017 des Pfedelbacher Schützenvereins teil. Der Jugendreferent Martin Jakob, der selbst seit vielen Jahren im Schützenverein aktiv ist, begleitete drei Teams zum Wettkampf. Er sieht bei diesem Sport vor allem die herausfordernden Eigenschaften, wie der Konzentration und der Feinmotorik, die beim Zielen für eine gewisse Ruhe notwendig sind. Der Sport verlangt außerdem nicht, wie bei den meisten anderen Sportarten, eine gewisse körperliche Voraussetzung, sondern legt viel mehr den Fokus auf die mentale Stärke. Daher kann das Sportschießen von Jedermann ausgeübt werden.

Das Jugendzentrum startete mit zwei Teams in der Klasse Luftgewehr-Jugend und einem Team im Kleinkaliber-Allgemein. Für die beiden Luftgewehrteams gab es jeweils einen Pokal. Die „Pretty Girls“ mit den Teilnehmerinnen: Maylin Jakob, Selina Jakob, Diana Massold und Karina Zander belegten mit 19 Ringen Vorsprung souverän den ersten Platz. Die „Sniper 360“ mit Lilli Hartmann, Calvin Immel und Marvin Weber rangierten auf dem vierten Platz. Geschossen wurde aus zehn Metern Entfernung  auf kleine Scheiben.  Das Zentrum mit einem Durchmesser von einem halben Millimeter, der zehn Punkte gibt, kann nur durch einen absolut perfekten Schuss getroffen werden. Jeder der Schützen hatte 15 Schuss und konnte somit maximal 150 Punkte erreichen, die besten drei Schützen jedes Teams wurden gewertet.

In der Klasse Kleinkaliber-Allgemein (ab 16 Jahren), bei dem das vierköpfige Team um Kevin Dürr, Adriano Faggiano, Pietro Massa und Hüseyin Tiryaki antrat, belegte das Jugendzentrum Pfedelbach bei engem Wettkampf den 13. Platz. Hier wird aus 50 Metern im Liegen auf die Scheibe geschossen.  Die Siegerehrung fand am 20. Mai 2017 im Schützenhaus des SV Pfedelbach statt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren stolz auf Ihre Leistung, besonders die vier Mädchen die den Siegerpokal beim Siegerfoto in die Höhe reckten.

(Bericht von den Praktikanten Lukas Frank und Julian Löw)

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