Mit ‘Jugendarbeit’ getaggte Beiträge

Wenn Vegeta und Son Goku im Jugendzentrum Freetime gegeneinander kämpfen, dann ist das kein Streit unter den Besuchern. Vegeta und Son Goku sind Spielfiguren des Kultspiels Dragon Ball und kamen beim gleichnamigen Turnier zum Einsatz.

Das Jugendzentrum war – wie immer freitags – gut besucht, doch lange nicht alle der rund 40 Besucher wollten auch am Dragon Ball Turnier teilnehmen, welches parallel zum normalen Programm stattfand. Bis zum Start des Turniers um 18 Uhr hatten sich 14 Teilnehmer/innen in die Startliste eingetragen. Zuerst wurde ihnen ein Charakter aus dem Spiel zugelost, mit dem sie dann das Turnier bestreiten mussten. Gespielt wurde auf einer XBOX360 an der großen Leinwand. In der Vorrunde, welche zweieinhalb Stunden dauerte, traten die Jugendlichen im eins gegen eins gegeneinander an. Aufgeteilt in zwei Gruppen kämpften sie um den Einzug ins Halbfinale. Nur die zwei Besten jeder Gruppe kamen weiter. Es gab knappe Kämpfe und knappe Siege. Letztlich setzen sich Alex, Merlin, Finley und Jannik als Gruppenbeste durch. Die beiden Halbfinals gewannen dann Alex und Merlin, so dass sie im Finale aufeinandertrafen. Zuvor gab es aber noch den Kampf um Platz drei und vier zwischen Jannik und Finley, welchen Jannik für sich entschied. Im Finale setzte sich letztlich der spielerfahrene Alex gegen den 10 Jahre jüngeren Merlin durch und holte sich den Turniersieg. Das bedeutet auch, dass sein Name auf dem Wanderpokal verewigt wurde. Bei der anschließenden Siegerehrung bekamen alle Teilnehme noch eine Urkunde und die Plätze eins bis vier Sachpreise.

In den Faschingsferien Ende Februar war das Wetter leider recht regnerisch. Da war der Feien-Fun-Sport-Tag in der Sporthalle an der Schanz eine willkommene Abwechslung. Am Dienstag, den 25. Februar 2020 war die komplette Sporthalle für das Jugendreferat Pfedelbach reserviert. So konnte einen ganzen Tag lang Sport getrieben und Neus ausprobiert werden.

Pünktlich zum Start um 10 Uhr am Vormittag wurde die Eingangstüre der Sporthalle von Jugendreferat Martin Jakob und seiner Helferin Sarah Kühnemann geöffnet. Dort warteten schon rund 50 Kinder darauf hereingelassen zu werden. Nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde wurde die Halle dann abgetrennt. Im größeren Teil der Halle konnte Fußball gespielt werden. Alle die keine Lust auf Fußball hatten, durften das andere Hallendrittel nutzen, um dort verschiedenste Sportarten und Bewegungsangebote auszuprobieren. Während etwa 40 Jungs ein kleines Fußballturnier abhielten, nutzen die anderen 10 Kinder und Jugendliche ihren Hallenteil für Zirkusakrobatik, Jonglage, zum Trampolin springen oder um sich beim Boxkampf mit anderen zu messen. Immer wieder kamen auch einige der Fußballer in den kleineren Hallenteil herüber, wenn sie gerade kein Spiel hatten. So konnte bis zum Nachmittag jede/r seinen Vorlieben nachgehen.

Nach der dreißigminütigen Mittagspause ging es um 12:30 Uhr weiter. Einige neue Kinder und Jugendliche war in dieser Zeit dazugekommen, so dass am Nachmittag rund 60 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 25 Jahren in der Sporthalle herumwuselten. Zuerst wurde noch einmal in getrennten Hallenteilen weitergemacht wie am Vormittag, bevor dann um 14 Uhr die gesamte Halle auf- und leergeräumt wurde. Die letzten beiden Stunden bis zum Ende des Sporttages um 16 Uhr wurden nämlich zum gemeinsamen Jugger spielen genutzt. Für die meisten der Anwesenden war es das erste Mal, dass sie Jugger spielten.

Jugger ist eine Trendsportart die man am ehesten mit einer Mischung aus American Football, Fechten und Ringen beschreiben kann. Dabei treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Beide Teams sind mit gepolsterten Lanzen ausgestattet und versuchen ihren Läufer zu schützen, der mit dem Jugg (spricht sich: tschagg) versucht einen Punk zu erzielen. Das tolle an dieser Sportart ist, dass Alter und Größe keinen großen Einfluss darauf haben, ob ein Spieler gut oder schlecht spielt. Auch junge Personen haben hier durchaus Vorteile und können gut mit den Großen mithalten. Nach eineinhalb Stunden Jugger spielen mussten wir dann aber leider den Sporttag beenden, denn die Uhr zeigten 16 Uhr an. Viele hätten gerne noch weitergespielt. Das taten manche dann auch. Zwar kein Jugger in der Sporthalle, dafür aber Playstation und Gesellschaftsspiele im Jugendzentrum Freetime, welches im Anschluss noch von 17 – 20 Uhr geöffnet hatte.

Wenn Vegeta und Son Goku im Jugendzentrum Freetime gegeneinander kämpfen, dann ist das kein Streit unter den Besuchern. Vegeta und Son Goku sind Spielfiguren des Kultspiels Dragon Ball und kamen beim gleichnamigen Turnier zum Einsatz.

Das Jugendzentrum war – wie immer freitags – gut besucht, doch lange nicht alle der rund 40 Besucher wollten auch am Dragon Ball Turnier teilnehmen, welches parallel zum normalen Programm stattfand. Bis zum Start des Turniers um 18 Uhr hatten sich 14 Teilnehmer/innen in die Startliste eingetragen. Zuerst wurde ihnen ein Charakter aus dem Spiel zugelost, mit dem sie dann das Turnier bestreiten mussten. Gespielt wurde auf einer XBOX360 an der großen Leinwand. In der Vorrunde, welche zweieinhalb Stunden dauerte, traten die Jugendlichen im eins gegen eins gegeneinander an. Aufgeteilt in zwei Gruppen kämpften sie um den Einzug ins Halbfinale. Nur die zwei Besten jeder Gruppe kamen weiter. Es gab knappe Kämpfe und knappe Siege. Letztlich setzen sich Alex, Merlin, Finley und Jannik als Gruppenbeste durch. Die beiden Halbfinals gewannen dann Alex und Merlin, so dass sie im Finale aufeinandertrafen. Zuvor gab es aber noch den Kampf um Platz drei und vier zwischen Jannik und Finley, welchen Jannik für sich entschied. Im Finale setzte sich letztlich der spielerfahrene Alex gegen den 10 Jahre jüngeren Merlin durch und holte sich den Turniersieg. Das bedeutet auch, dass sein Name auf dem Wanderpokal verewigt wurde. Bei der anschließenden Siegerehrung bekamen alle Teilnehme noch eine Urkunde und die Plätze eins bis vier Preise.

Einmal pro Jahr organisiert und finanziert der Landkreis Hohenlohe eine Bildungsfahrt für Ehrenamtlich Tätige Menschen im Hohenlohekreis. Mit dem Bus geht es in eine große Stadt, um dort am Vormittag gemeinsam ein kulturelles Programm zu besuchen. Der Nachmittag ist dann zur freien Verfügung. Dieses Jahr ging es nach Nürnberg.

An der diesjährigen Bildungsfahrt nahmen zum wiederholten Male auch wir vom Pfedelbacher Jugendzentrum bzw. die Jugendlichen des Thekenteams, in Begleitung von Jugendreferent Martin Jakob, teil. Am 11. Oktober, pünktlich um 8 Uhr, startete der Reisebus nach Nürnberg. Mit an Bord waren, neben den etwa 30 weiteren Ehrenamtlichen aus Hohenlohe, Maylin, Viktorija, Valerias, Jan und Karim. Sie bilden das Thekenteam des Jugendzentrums und hatten für diesen Tag eine Schulbefreiung bekommen. Nach einer knapp zweistündigen Busfahrt kamen wir in Nürnberg an. Unser kulturelles Ziel für den Vormittag war das Reichsparteitagsgelände samt Dokumentationszentrum.

Los ging es mit einer interessanten und lebendigen Führung über das sehr weitläufige, von Hitler und den Nazis geplante und nur zum Teil fertig gestellte, Reichsparteitagsgelände. Wir starteten in der Luitpoldarena, wo wir einige einführende Worte von der Dame gesagt bekamen, welche die 2,5 stündige Führung mit uns machte. Danach ging es in die Kongresshalle. Diese wurde von den Nazis nie fertiggestellt und gleicht seinem Vorbild, dem Kolosseum in Rom sehr stark. Obwohl die Kongresshalle nie ganz fertiggestellt wurde (der 2. Weltkrieg stoppte die Bauarbeiten), kann man dennoch sehen, wie gewaltig und pompös diese einmal werden sollte. Von den geplanten 70 Metern Höhe wurden „nur“ 39 Meter errichtet. Mit einer Abmessung von 240 x 200 Metern ist der U-förmige Bau ein riesiges Bauwerk. Entsprechend klein kamen wir uns vor, als wir in der Mitte standen und uns umschauten. Genau das war auch von den Nazis so gewollt: Die 50.000 Besucher, welche die Kongresshalle einmal hätte fassen sollen, sollten sich klein und unwichtig fühlen. Nur der Führer, der sein Rednerpult in der Mitte hätte stehen gehabt, hätte hier sprechen dürfen und wäre als wichtig angesehen worden. Heute steht dieser zweitgrößte erhaltene nationalsozialistische Monumentalbau in Deutschland unter Denkmalschutz.

Weiter ging es über die große Straße, auf welcher Paraden und Aufmärsche abgehalten wurden, zum geplanten Standort des Deutschen Stadions. Dieses wurde nie gebaut. Lediglich ein Granitblock als Grundstein ist dort heute zu sehen. Interessant war für uns Besucher jedoch auch hier zu erfahren, mit welcher Präzision und welchen Hintergedanken die Nazis auch dieses Bauwerk geplant hatten. Die Pläne für das Stadion konnten wir auf Fotos sehen. Hier sollten die jungen Menschen sich sportlich betätigen. Jedoch nicht nur der Gesundheit wegen. Als Disziplinen gab es zu der damaligen Zeit zwischen 1935 und 1944 u.a. die Disziplinen Langstreckenlauf mit Gasmaske und Handgranaten Weitwurf. Hier wurden also die jungen deutschen Männer „spielerisch“ auf den Krieg vorbereite. Die Ausführung dieser Disziplinen auf Fotos zu sehen, war sehr eindrücklich und erschütternd, auch und vor allem für die jungen Teilnehmer aus Pfedelbach. Sie stellten viele Fragen und waren sehr interessiert.

Zum Abschluss der Führung ging es dann noch auf das sogenannte Zeppelinfeld mit der Zeppelintribüne. Hier hielt Hitler viele seiner heute noch bekannten Reden. Das Zeppelinfeld mit seiner imposanten Tribüne ist das einzige Bauwerk, welches komplett fertiggestellt wurde. Wir hatten dann noch die Möglichkeit, den Goldenen Saal im inneren der Tribüne zu besichtigen. Dieser ist für normale Besucher nicht zugänglich und kann nur bei geführten Besichtigungen begangen werden. Dieser große Saal, dessen Decke mit prunkvollen Hakenkreuzornamenten ausgestaltet ist, welche wiederum mit Blattgold übersogen sind (daher der Name Goldener Saal), war eines der Highlights der Führung. Zu wissen, dass genau an dieser Stelle auch Adolf Hitler schon stand um sich auf seine Reden vorzubereiten, lies uns einen Schauer über den Rücken laufen. Noch nie war die NS Vergangenheit und ihre Geschichte so greifbar und so nah für uns.

Zum Abschluss besuchten wir dann noch das Dokumentationszentrum mit seiner Ausstellung „Faszination und Gewalt“, welche sich im Nordflügel der Kongresshalle befindet. Also dort wo unsere Führung begonnen hatte. Leider blieb nicht mehr viel Zeit um die Ausstellung zu besichtigen. Dennoch war auch sie eine, zu gleichen Teilen, beeindruckende und bedrückende Zeitzeugin einer dunklen und schrecklichen Zeit in Deutschland.

Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung. Wir sechs Pfedelbacher hatten keine Lust auf Kaffeekränzchen und machten uns auf eigene Faust auf, die Stadt zu erkunden. So schlenderten wir durch die Stadt, gingen zusammen Mittagessen und besuchten interessante Einkaufsläden. Um 17 Uhr startete der Bus dann wieder Richtung Öhringen, wo wir – voll mit neuen Eindrücken und neuem Wissen über die NS Zeit in Deutschland – um 19 Uhr wieder ankamen.  Karim fasste den Tag am Ende für sich so zusammen: „Heute hatte ich viel Spaß mit den Anderen und habe auch noch ganz viel über die NS Zeit gelernt. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei“. Wo die Bildungsfahrt 2020 hinführt steht jedoch noch nicht fest.

Martin Jakob, Jugendreferent