Mit ‘Jugendarbeit’ getaggte Beiträge

So langsam nimmt das neue Jugendhaus in Pfedelbach gestalt an. Seit 30. Januar 2012 laufen die Renovierungs- und Umbauarbeiten. Bis zur offiziellen Einweihung am 20./21. Juli 2012 soll aus der ehemaligen Arztpraxis im Marstallgebäude ein Jugendzetrum werden. Viele fleißige Helfer haben schon Hand angelegt, nicht nur die Jugendlichen selbst, die mit großem Eifer dabei sind. Auch Pfedelbacher Handwerker arbeiten zum Teil ehrenamtlich auf der Baustelle. Darüber bin ich sehr froh. Das spart nicht nur Geld, sondern zeigt auch, dass in Pfedelbach die Jugendarbeit im allgemeinen und die offene Jugendarbeit im besonderen einen hohen Stellenwert haben, für die man sich gerne engagiert.

Am 21./22. April 2012 findet in Pfedelbach eine Leistungsschau statt. An dieser werden wir für alle Interessierten die neuen Jugendräume zur „Baustellenbesichtigung“ öffnen. Am Samstag, 21. April von 15 – 19 Uhr und am Sonntag, 22. April von 14 – 17 Uhr kann sich dann jede/r selbst ein Bild vom aktuellen Stand der Baumaßnahmen machen. Außerdem werden wir einige Informationsmaterialen zur offenen Jugendarbeit des Jugendreferates Pfedelbach bereithalten und auf Stellwänden mit vielen Fotos unsere Arbeit präsentieren. Die Räume sind bis dahin sicher noch nicht ganz fertig, doch ein Besuch lohn sich mit Sicherheit. Für die Kinder und Jugendlichen werden wir auch einige Spielgeräte wie Kickertisch u.ä. aufstellen, so dass an dem Wochenende zum ersten Mal so etwas wie Jugendhausfeeling dort entstehen wird.

Über zahlreiche interessierte Besucher würde ich mich sehr freuen. Natürlich bin auch ich selbst und/oder meine Kollegin Frau Fritz zu den genannten Zeiten vor Ort. Bis dahin, wir sehen uns bei der Leistungsschau!

Im Februar 2010 startete unter meiner Leitung ein Fotoprojekt. Ziel war es, jungen Menschen aus Pfedelbach die Möglichkeit zu bieten, sich durch Fotografie künstlerisch auszudrücken. Schnell fand sich eine Gruppe von fünf Jugendlichen zusammen, die allesamt gerne fotografierten. Nach einigen Treffen war klar, in dieser Truppe steckt sehr viel Potential. Dies sollte nicht im verborgenen bleiben, so dass die Idee entstand, eine eigene Fotoausstellung zu schaffen. Mit der Gemeinde Pfedelbach und dem Rathaus als Ausstellungsort war bald eine geeigneter Ort und Partner gefunden.
Nach mehr als 20 Monaten Projektzeit ist es nun endlich soweit. Seit 10. November ist im Rathaus Pfedelbach die Fotoausstellung unter dem Namen „Aus Sicht der Jugend“ zu sehen. Bis Februar 2012 werden dort 27 Fotos auf Leinwand zu sehen sein. Alle ausgestellten Fotografie sowie ein Fotokalender auch käuflich erworben werden. Der Erlös aus den Verkäufen kommt direkt der Jugendarbeit in Pfedelbach zugute und wird für neue Projekte verwendet.

Folgende Bilder sind in der Ausstellung zu sehen:

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Letzte Woche hatte ich eine sehr interessante Begegnung mit einer Person, die mein Herz sehr berührt hat. Ich war gerade beim Schießtraining im Schützenverein Pfedelbach, als ein Großvater mit seinem Enkel dort vorbei kam um sich den Verein einfach mal anzusehen. Als ich mich mit meinem Namen vorstellte, meinte er, er hätte schon von mir gelesen. Es entwickelte sich ein sehr angenehmes und inspiriendes Gespräch über die Jugendarbeit im Allgemeinen und die offene Jugendarbeit im Besonderen.

Was mich dabei so sehr begeistert hat, war – neben dem Inhalt des Gespräches – vor allem die Liebe und die Leidenschaft dieses älteren Herren für die Jugendarbeit. Ich spürte sofort, dass sein Herz für die junge Generation brannte. Und dieses Brennen, geparrt mit der liebevollen Art die dieser Mann ausstrahlte, beeindruckte mich sehr.

Ich fand und finde es einfach genial, wenn Menschen einer älteren Generation ein Herz für die ihnen nachfolgenden Generationen haben und sich für deren Belange engagieren und einsetzten. Ältere Menschen, die über die „Jugend von heute“ nur schimpfen und lästern, kenne ich genug. Doch was ich mir wünsche sind viel mehr Mensch wie diesen Herr. Nicht nur hier in Pfedelbach, Öhringen oder Hohenlohe, sondern überall auf dieser Erde. Und dank Facebook habe ich nun sogar auch gleich Kontakt zu ihm aufnehmen können. Das finde ich genial.

Lieber Herr … , sie haben mich sehr beeindruckt und Spuren bei mir hinterlassen. Es waren zwar nur etwa 30 Minuten in denen wir uns unterhalten haben, doch diese waren sehr wertvoll für mich. Vielen Dank für ihre offene, warmherzige und liebenswerte Art. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja noch einmal, ich würde es mir sehr wünschen.

Jugendarbeit ist eine Freiwilligkeitsleistung, heißt es. Doch ganz so freiwillig ist sie dann doch nicht wie viele glauben. Im Kinder- und Jugendhilfegesetzt (KJHG § 11 Absatz 1) heißt es:

Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.

Dennoch wird in vielen Kommunen an der Jugendarbeit und anderen „freiwilligen“ Leistungen gespart. Was dabei jedoch nicht bedacht wird, ist der präventive, also vorbeugende Charakter dieser Leistungen. Doch diesen kann man schlecht schon im Voraus beziffern. Wenn man sicher wüsste, dass man beispielweise durch die Bezahlung einer 50 % Stelle eines Jugendsozialarbeiters, der etwa 40.000 € im Jahr kostet, im Endeffekt die gleiche Summe oder noch mehr sparen würde, wären sicher alle bereit dies Stelle einzurichten.

Nur als Beispiel zum drüber Nachdenken: Eine Unterbringung eines Jugendlichen in einem Heim kostet pro Jahr etwa 60.000 – 70.000 €. Wenn also durch die Arbeit, des im Beispiel genannten Jugendsozialarbeiters erreicht wird, dass nur ein Jugendlicher weniger ins Heim muss, hat sich die Stelle schon refinanziert. Und was wäre, wenn es drei oder vier wären?