Ich heiße Martin Jakob und lebe mit meiner Familie in Pfedelbach, rund 60 km nördlich von Stuttgart. Ich arbeite als kommunaler Jugendreferent für die Gemeinde Pfedelbach und bin noch dazu als freiberuflicher Erlebnispädagoge und Teamtrainer tätig.
Über meine Erlebnisse und Eindrücke rund um meine Arbeit mit jungen Menschen schreibe ich hier auf diesem Blog.
Wenn Vegeta und Son Goku im Jugendzentrum Freetime gegeneinander kämpfen, dann ist das kein Streit unter den Besuchern. Vegeta und Son Goku sind Spielfiguren des Kultspiels Dragon Ball und kamen beim gleichnamigen Turnier zum Einsatz.
Das Jugendzentrum war – wie immer freitags – gut besucht, doch lange nicht alle der rund 40 Besucher wollten auch am Dragon Ball Turnier teilnehmen, welches parallel zum normalen Programm stattfand. Bis zum Start des Turniers um 18 Uhr hatten sich 14 Teilnehmer/innen in die Startliste eingetragen. Zuerst wurde ihnen ein Charakter aus dem Spiel zugelost, mit dem sie dann das Turnier bestreiten mussten. Gespielt wurde auf einer XBOX360 an der großen Leinwand. In der Vorrunde, welche zweieinhalb Stunden dauerte, traten die Jugendlichen im eins gegen eins gegeneinander an. Aufgeteilt in zwei Gruppen kämpften sie um den Einzug ins Halbfinale. Nur die zwei Besten jeder Gruppe kamen weiter. Es gab knappe Kämpfe und knappe Siege. Letztlich setzen sich Alex, Merlin, Finley und Jannik als Gruppenbeste durch. Die beiden Halbfinals gewannen dann Alex und Merlin, so dass sie im Finale aufeinandertrafen. Zuvor gab es aber noch den Kampf um Platz drei und vier zwischen Jannik und Finley, welchen Jannik für sich entschied. Im Finale setzte sich letztlich der spielerfahrene Alex gegen den 10 Jahre jüngeren Merlin durch und holte sich den Turniersieg. Das bedeutet auch, dass sein Name auf dem Wanderpokal verewigt wurde. Bei der anschließenden Siegerehrung bekamen alle Teilnehme noch eine Urkunde und die Plätze eins bis vier Preise.
Das am Freitag, den 25.10.2019 im Jugendzentrum Freetime ausgetragene FIFA20 Turnier hat ein Sechstklässler gewonnen. Lennart Hermann besiegte im Finale des fünfstündigen Turniers Lenny Müller knapp mit 3:2.
Pünktlich zum Turnierstart um 17 Uhr trafen die Zocker im Jugendzentrum ein. Einige von Ihnen waren sogar schon vor 17 Uhr gekommen um ja nicht das Einschreiben in die Startliste zu verpassen. 16 Jungs trugen sich für das Turnier ein. Direkt beim Einschreiben wurde jedem Spieler eine der Top 16 Mannschaften aus Europa zugelost. Mit dieser musste er dann das gesamte Turnier über an der PS4 Konsole spielen. Um möglichst viele Spiele gleichzeitig ablaufen lassen zu können, wurden im Jugendzentrum – neben der schon existierenden Leinwand – zwei weitere Playstation 4 mit FIFA20 aufgebaut. Jeweils auf großen Fernsehern wurde dort gespielt.
In zwei Vorrundengruppen mit jeweils 8 Spielern wurde das Turnier begonnen. Jeder Spieler hatte somit sieben Vorrundenspiele. Hier zeigte sich schnell, dass die junge Generation der 11 – 13-jährigen in Sachen FIFA-Spielen den Älteren durchaus das Wasser reichen kann. So besiegte ein 12-jähriger gleich zu Beginn einen erfahrenen 24-jährigen Zocker mit 6:2. Eine große Überraschung für alle.
Als die Vorrunde zu Ende war, kamen die jeweils Gruppen Ersten und Gruppen Zweiten weiter. Sie spielen im Halbfinale um den Einzug ins Finale. Das erste Halbfinale konnte Lenny Müller (Borussia Dortmund) mit 4:0 gegen Niklas Weinstock (RB Leipzig) gewinnen. Im zweiten Halbfinale setzte sich Lennart Hermann (FC Barcelona) mit 3:1 gegen Fynn-Luca Dietle (FC Bayern München) durch.
Das Spiel um Platz drei konnte dann Fynn-Luca in der Verlängerung mit 1:0 gegen Niklas für sich entscheiden. Das Finale war ebenso knapp. Schnell führte Lennart mit 2 Toren, doch Lenny kam immer wieder ran. Letztlich rettet Lennart seine knappe 3:2 Führung bis zum Schlusspfiff. Mit einem erleichternden Schrei sprang er direkt nach dem Abpfiff vom Sofa auf. Unter dem Applaus der vielen Besucher (es waren an diesem Abend über 50 Jugendliche anwesend) nahm er den Siegerpokal entgegen. Außerdem bekam er einen Ausweis ausgestellt, welcher in berechtigt, bis zum Jahresende bei jeder Öffnungszeit des Jugendzentrums ein Essen und ein Getränk gratis zu erhalten. Dazu gab es für Ihn und die anderen drei Halb- und Finalteilnehmer eine Urkunde. Platz zwei bis vier erhielten auch noch Verzehrgutscheine.
Dieses Turnier hat gezeigt, dass die nächste Generation das Kommando im Freetime übernommen hat. Nicht nur beim FIFA Turnier. Auch sonst kommen aktuell sehr viele 11 – 14-jährige zu den Öffnungszeiten. Sie prägen das Bild im Freetime aktuell sehr stark, auch wenn die älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach wie vor noch vertreten sind. Es ist einfach eine tolle Mischung von jungen Menschen zwischen 11- 25 Jahre. Alles findet in einem friedlichen und irgendwie familiären Rahmen statt. So wie es sein soll und man es sich wünscht.
Einmal pro Jahr organisiert und finanziert der Landkreis
Hohenlohe eine Bildungsfahrt für Ehrenamtlich Tätige Menschen im
Hohenlohekreis. Mit dem Bus geht es in eine große Stadt, um dort am Vormittag gemeinsam
ein kulturelles Programm zu besuchen. Der Nachmittag ist dann zur freien
Verfügung. Dieses Jahr ging es nach Nürnberg.
An der diesjährigen Bildungsfahrt nahmen zum wiederholten Male auch wir vom Pfedelbacher Jugendzentrum bzw. die Jugendlichen des Thekenteams, in Begleitung von Jugendreferent Martin Jakob, teil. Am 11. Oktober, pünktlich um 8 Uhr, startete der Reisebus nach Nürnberg. Mit an Bord waren, neben den etwa 30 weiteren Ehrenamtlichen aus Hohenlohe, Maylin, Viktorija, Valerias, Jan und Karim. Sie bilden das Thekenteam des Jugendzentrums und hatten für diesen Tag eine Schulbefreiung bekommen. Nach einer knapp zweistündigen Busfahrt kamen wir in Nürnberg an. Unser kulturelles Ziel für den Vormittag war das Reichsparteitagsgelände samt Dokumentationszentrum.
Los ging es mit einer interessanten und lebendigen Führung über
das sehr weitläufige, von Hitler und den Nazis geplante und nur zum Teil fertig
gestellte, Reichsparteitagsgelände. Wir starteten in der Luitpoldarena, wo wir
einige einführende Worte von der Dame gesagt bekamen, welche die 2,5 stündige Führung
mit uns machte. Danach ging es in die Kongresshalle. Diese wurde von den Nazis
nie fertiggestellt und gleicht seinem Vorbild, dem Kolosseum in Rom sehr stark.
Obwohl die Kongresshalle nie ganz fertiggestellt wurde (der 2. Weltkrieg stoppte
die Bauarbeiten), kann man dennoch sehen, wie gewaltig und pompös diese einmal
werden sollte. Von den geplanten 70 Metern Höhe wurden „nur“ 39 Meter
errichtet. Mit einer Abmessung von 240 x 200 Metern ist der U-förmige Bau ein
riesiges Bauwerk. Entsprechend klein kamen wir uns vor, als wir in der Mitte
standen und uns umschauten. Genau das war auch von den Nazis so gewollt: Die 50.000
Besucher, welche die Kongresshalle einmal hätte fassen sollen, sollten sich
klein und unwichtig fühlen. Nur der Führer, der sein Rednerpult in der Mitte
hätte stehen gehabt, hätte hier sprechen dürfen und wäre als wichtig angesehen
worden. Heute steht dieser zweitgrößte erhaltene nationalsozialistische
Monumentalbau in Deutschland unter Denkmalschutz.
Weiter ging es über die große Straße, auf welcher Paraden
und Aufmärsche abgehalten wurden, zum geplanten Standort des Deutschen
Stadions. Dieses wurde nie gebaut. Lediglich ein Granitblock als Grundstein ist
dort heute zu sehen. Interessant war für uns Besucher jedoch auch hier zu
erfahren, mit welcher Präzision und welchen Hintergedanken die Nazis auch
dieses Bauwerk geplant hatten. Die Pläne für das Stadion konnten wir auf Fotos
sehen. Hier sollten die jungen Menschen sich sportlich betätigen. Jedoch nicht
nur der Gesundheit wegen. Als Disziplinen gab es zu der damaligen Zeit zwischen
1935 und 1944 u.a. die Disziplinen Langstreckenlauf mit Gasmaske und Handgranaten
Weitwurf. Hier wurden also die jungen deutschen Männer „spielerisch“ auf den
Krieg vorbereite. Die Ausführung dieser Disziplinen auf Fotos zu sehen, war
sehr eindrücklich und erschütternd, auch und vor allem für die jungen
Teilnehmer aus Pfedelbach. Sie stellten viele Fragen und waren sehr interessiert.
Zum Abschluss der Führung ging es dann noch auf das sogenannte
Zeppelinfeld mit der Zeppelintribüne. Hier hielt Hitler viele seiner heute noch
bekannten Reden. Das Zeppelinfeld mit seiner imposanten Tribüne ist das einzige
Bauwerk, welches komplett fertiggestellt wurde. Wir hatten dann noch die Möglichkeit,
den Goldenen Saal im inneren der Tribüne zu besichtigen. Dieser ist für normale
Besucher nicht zugänglich und kann nur bei geführten Besichtigungen begangen
werden. Dieser große Saal, dessen Decke mit prunkvollen Hakenkreuzornamenten
ausgestaltet ist, welche wiederum mit Blattgold übersogen sind (daher der Name
Goldener Saal), war eines der Highlights der Führung. Zu wissen, dass genau an
dieser Stelle auch Adolf Hitler schon stand um sich auf seine Reden
vorzubereiten, lies uns einen Schauer über den Rücken laufen. Noch nie war die NS
Vergangenheit und ihre Geschichte so greifbar und so nah für uns.
Zum Abschluss besuchten wir dann noch das Dokumentationszentrum
mit seiner Ausstellung „Faszination und Gewalt“, welche sich im Nordflügel der
Kongresshalle befindet. Also dort wo unsere Führung begonnen hatte. Leider
blieb nicht mehr viel Zeit um die Ausstellung zu besichtigen. Dennoch war auch sie
eine, zu gleichen Teilen, beeindruckende und bedrückende Zeitzeugin einer
dunklen und schrecklichen Zeit in Deutschland.
Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung. Wir sechs
Pfedelbacher hatten keine Lust auf Kaffeekränzchen und machten uns auf eigene
Faust auf, die Stadt zu erkunden. So schlenderten wir durch die Stadt, gingen
zusammen Mittagessen und besuchten interessante Einkaufsläden. Um 17 Uhr
startete der Bus dann wieder Richtung Öhringen, wo wir – voll mit neuen
Eindrücken und neuem Wissen über die NS Zeit in Deutschland – um 19 Uhr wieder ankamen.
Karim fasste den Tag am Ende für sich so
zusammen: „Heute hatte ich viel Spaß mit den Anderen und habe auch noch ganz
viel über die NS Zeit gelernt. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei“. Wo die
Bildungsfahrt 2020 hinführt steht jedoch noch nicht fest.
Zum fünften Mal fand am vergangenen Freitag der Tag des
Jugendraums im Hohenlohekreis statt. Sechs Jugendhäuser aus dem Landkreis
traten in einem Spaßwettkampf gegeneinander an. Der Sieger hieß zum dritten Mal
in Folge Pfedelbach. Eine tolle Teamleistung vieler Beteiligter trotz mäßigen
Wetters.
Kurzfilm zum Tag des Jugendraums in Pfedelbach
Das Ziel für uns Pfedelbacher war klar: Zum dritten Mal in Folge den Sieg erringen und dann den Wanderpokal behalten dürfen. Um dies zu erreichen musste jedoch einiges passen. Vor allem viele Helfer mussten kommen und das Jugendzentrum Freetime unterstützen. Außerdem musste das Wetter mitspielen. Das eine, nämlich viele Helfer organisieren, hatten wir selbst in der Hand. Durch die Unterstützung der Azubis der Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik, der Feuerwehr Pfedelbach sowie des DLRG Pfedelbach und natürlich vielen weiteren Helfern von jung bis alt waren rund 130 Personen gekommen. Das hatte also schon mal geklappt. Der zweite Aspekt, nämlich das Wetter, konnten wir nicht beeinflussen. Da der Freitag ein regnerischer Tag war, wurde bereits am Donnerstag kurzerhand ein großes Zelt des DLRG Pfedelbach auf dem Parkplatz hinter dem Marstallgebäude aufgebaut und das Lager des DLRG freigeräumt. So gab es – zusammen mit den Räumlichkeiten des Jugendzentrums – genügend überdachte Fläche.
Bereits um 15 Uhr öffnete das Jugendzentrum Freetime an
diesem Tag seine Tore. Zwar begann der Spaßwettkampf erst um 17 Uhr, doch zuvor
konnte noch das neue FIFA20 Fußballspiel getestet werden, welches ebenfalls am
Freitag rauskam. Um 16:45 Uhr startete
der Countdown zum Wettkampf. Alle Anwesenden versammelten sich unter dem Zelt
oder daneben und lauschten den Anweisungen von Jugendreferent und
Jugendhausleiter Martin Jakob. Er erklärte noch einmal die Spielregeln und
schwörte die Mitstreiter darauf ein, alles zu geben und dennoch taktisch vorzugehen.
Immerhin galt es, in nur zwei Stunden 75 Aufgaben zu lösen. Dieselben Aufgaben
bekamen auch die anderen Jugendhäuser aus Waldenburg, Kupferzell, Künzelsau,
Öhringen und Niedernhall. Jedes Jugendhaus spielte bei sich vor Ort.
Punkt 17 Uhr wurden die vier Plakate mit den Aufgaben
entrollt. Es gab sieben Kategorien: Kreativaufgaben, Gegenstände,
Einzelpersonen, Gruppen, Fortbewegungsmittel, Tiere und zuletzt noch Pflanzen.
In jeder Kategorie gab es verschiedene Aufgaben zu erledigen, welche je nach
Schwierigkeitsgrad wiederum ein bis fünf Punkte einbrachten. Das Jugendhaus,
welches innerhalb der zwei Stunden die meisten Aufgaben erledigte und dies dann
alles auf einem Abschlussfoto ablichtete, wurde anschließend zum Sieger gekürt.
Noch nie seit dem Start dieser Aktion im Jahr 2011 konnte
ein Jugendhaus alle Aufgaben und somit alle Punkte erreichen. Bei der letzten
Ausgabe im Jahr 2017 (die Aktion findet nur alle zwei Jahre statt) waren wir
Pfedelbacher ganz knapp dran. Damals konnten wir nur eine Aufgabe nicht
erledigen. Damals scheiterten wir daran, eine Cheerleaderin mit Pompons
aufzutreiben. In diesem Jahr, also letzten Freitag, waren die Aufgaben dann noch
schwerer als in den Jahren zuvor. Es folgen beispielhaft ein paar wenige der insgesamt
75 Aufgaben die zu erledigen waren: Besorgt eine echte Rolex, eine Trike, einen
blühenden Kaktus, einen Physiotherapeuten und eine Verkäuferin mit
Abschlusszertifikat, eine Gartenfräse, eine Playstation 1 mit Controler, 10
Deutsche Mark, einen Sari (indisches Gewand), ein Ochsengeschirr oder auch drei
Sternsinger mit Kostümen. Bei den Kreativaufgaben mussten u.a. zwei Blech Donauwelle
gebacken, ein Bausatz zusammengebaut, drei Personen nach Vorlage geschminkt oder
auch zwei Topflappen von einer Person über 65 Jahre und einer Person unter 18
Jahre gehäkelt werden. Bei den Tieren waren sowohl leichte Aufgaben wie eine
Katze oder einen Regenwurm besorgen dabei, aber auch exotischere Tiere wie ein
Alpaka oder einen Papagei.
Als die Aufgaben einmal komplett vorgelesen waren, ging das Gewusel
los. Wie in einem Ameisenhaufen begannen alle Anwesenden sich um verschiedenste
Dinge zu kümmern. Manche rannten oder fuhren nachhause um etwas zu holen das
gebraucht wurde, andere zückten ihr Handy und telefonierten mit Freunden und
Bekannten. Einer davon war Bürgermeister Kunkel, der die gesamte Zeit über
dabei war und seine Kontakte ebenfalls nutze und einbrachte.
Bereits nach gut einer Stunde waren 72 der 75 Aufgaben bereits
erledigt oder zumindest die Zusage lag vor, dass die Gegenstände, Fahrzeuge,
Personen oder Tiere um kurz vor 19 Uhr zum Foto eintreffen werden. Es fehlten
lediglich noch ein Trike, ein Liegefahrrad und ein Papagei. Das Liegefahrrad
konnte schließlich organisiert werden. Somit waren nur noch das Trike und der
Papagei ein Problem. Zum erstaunen vieler stellten die Alpakas kein großes
Problem dar. Gleich drei Stück wurden von der Feuerwehr in Ohnholz abgeholt.
Als die Zusage für einen Papagei kam, war klar: Jetzt noch ein Trike irgendwo herbekommen
und wir könnten zum ersten Mal in der Geschichte des Tags des Jugendraums alle
Aufgaben schaffen. Jedoch stellte sich das Trike als Problem dar. Nicht einmal
der Trikeverleih in Bretzfeld hatte welche da. Gegen 18:30 Uhr dann die
erlösende Nachricht: Ein Trike kommt! Doch woher so plötzlich fragten sich alle?
Einige Jugendliche waren so einfallsreich und schauten bei Ebay Kleinanzeigen
nach, ob in der Umgebung nicht eines zum Verkauf angeboten wurde. Und
tatsächlich. Nicht weit weg wollte ein Mann sein Trike verkaufen. Die Jungs
riefe dort an, erklärten dem Besitzer, dass sie das Trike zwar nicht kaufen
wollen, es aber trotzdem brauchen, und zwar innerhalb der nächsten halben
Stunde. Sie hatten Glück. Der Mann fand die Aktion klasse und sagte zu mit
seinem Trike vorbei zu kommen. Jedoch würde es knapp werden mit 19 Uhr, meinte
er.
Als sich um 18:45 Uhr alle zum großen Abschlussfoto einfanden,
fehlten nur noch der Papagei und das Trike. Wie wir dann erfahren mussten, konnte
der Papagei doch nicht kommen. Doch was war mit dem Trike? Alle standen für das
Foto bereit, als um 18:55 Uhr ein knatternder Motor zu hören war und ein blaues
Trike um die Ecke bog. Der Jubel war riesengroß. Der Fahrer gesellte sich zu
den Sternsingern, dem Zahnarzt mit Rolex, dem Schäfer mit seinem Schäferhund
und all den anderen Personen. Punkt 19 Uhr wurde das Abschlussfoto gemacht und
der Punktestand ermittelt. Es fehlte in der Tat nur der Papagei, welcher 4
Punkte gebracht hätte. Nichts desto trotz konnten wir an die Jury im
Landratsamt durchgeben, dass Pfedelbach 206 von möglichen 210 Punkten erreicht
hat. Die Frage, ob dies jedoch auch zum dritten Sieg in Folge reichen würde,
blieb bestehen. Erst als gegen 19:15 Uhr via Facebook das Endergebnis bekannt gegeben
wurde und Pfedelbach auf Platz eins erschien, war der Jubel und die Erleichterung,
es erneut geschafft zu haben, groß. Als Dank gab es für alle Helfer noch ein
Freigetränk. Bei der Pokalübergabe gegen 19:40 Uhr war das Jugendzentrum im
Marstallgebäude noch immer gut gefüllt und alle jubelten über den Pokal.
Es war wieder eine geniale Teamleistung aller Beteiligten.
Einmal mehr zeigte auch diese Aktion, dass der Zusammenhalt und die
Zusammenarbeit der einzelnen Vereine, Gruppen, Institutionen und der
Pfedelbacher Bürger seines Gleichen sucht. Vielen Dank an dieser Stelle noch
einmal an alle die sich in irgendeiner Form am Tag des Jugendraums beteiligt
haben. Ihr alle seid spitze! Doch das wichtigste war am Ende nicht (nur) der
Sieg, sondern der Spaß an der der Sache, der trotz des nicht optimalen Wetters von
Anfang bis Ende da war.
INFO: Das Offizielle Endergebnis sieht wie
folgt aus: 1. Platz – Pfedelbach (206 Punkte), 2. Platz – Waldenburg (182
Punkte), 3. Platz- Kupferzell (179 Punkte), 4. Platz -Niedernhall (129 Punkte),
5. Platz – Öhringen (112 Punkte), 6. Platz Künzelsau (92 Punkte)
Der Tag des Jugendraums ist eine Veranstaltung des
Arbeitskreises Jugendarbeit im Hohenlohekreis unter der Leitung des
Kreisjugendreferates sowie der Kreisjugendreferentin Yasemin Serttürk. Der Tag
des Jugendraums wurde dieses Jahr in Pfedelbach von einem professionellen
Filmteam begleitet. In den nächsten Wochen entsteht von der Aktion ein Kurzfilm,
welcher dann online zu sehen sein wird. Sobald er fertig ist, wird hier im
Gemeindeblatt die Internetadresse veröffentlicht, wo der Film dann angesehen
werden kann.