Einmal im Jahr gibt es für die Thekenmitarbeiter des Pfedelbacher Jugendzentrum Freetime ein exklusives Angebot. Dieses ist für sie kostenlos und drückt den Dank für die vielen Stunden aus, die sie das ganze Jahr über hinter der Theke stehen und die anderen Jugendlichen während des Jugendhausbetriebs bewirten. Dieses Jahr war eine dreitägige Kurzfreizeit in Heimhausen bei Mulfingen geplant. Das dortige Ferienhaus des Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. Waldenburg war schon seit Januar gebucht. Aufgrund der Corona Lage war jedoch lange nicht klar, ob die Wochenendfreizeit wie geplant durchgeführt werden kann. Mit der neuen Corona Verordnung von Ende Juni 2020 herrschte dann endlich Klarheit. Freizeiten mit Übernachtung durften wieder durchgeführt werden. So starteten wir am Freitag den 3. Juli 2020 in Richtung Jagsttal. Mit dabei waren Jugendreferent Martin Jakob sowie sechs Jugendliche des Thekenteams.

Nach der Ankunft in Heimhausen wurden erst einmal die Schlafräume inspiziert. Diese befinden sich im Obergeschoss des alten und sehr urigen Bauernhauses. Schnell waren die Matratzen bezogen und die Taschen verstaut. Danach hielten sich alle fast nur noch im großen Garten auf. Bei tollem Sommerwetter war dies auch der schönste Platz. Nachdem die Regeln für das Wochenende besprochen waren, ging es am Nachmittag gemeinsam an die nur etwa 200 Meter vom Ferienhaus entfernte Jagst. Die beiden Jungs Karim Hanna und Silas Solymari wären am liebsten gleich am dortigen Wehr baden gegangen, doch das musste bis zum nächsten Tag warten. Abends wurde an der Feuerstelle im Garten gegrillt. Hierfür, sowie für das Feuer machen während des gesamten Wochenendes, war Marvin Weber verantwortlich. Er hatte seine Grillausrüstung sowie ein eigenes Beil zum Holzspalten dabei. Mit großer Ausdauer, Geduld und Spaß produzierte er das gesamte Wochenende über „Spächtele“. So ging uns das Feuerholz nie aus. Und davon brauchten wir eine ganze Menge. Das Feuer brannte am ersten Tag vom Abendessen um 18 Uhr bis nachts um 1 Uhr durch. So lange saßen wir in unseren Liegestühlen ums Lagerfeuer und unterhielten uns über die Auswirkungen der Corona Zeit, die Schule, unsere Familien, unsere Träume und Wünsche sowie vieles mehr.

Am nächsten Tag, dem Samstag, gab es gegen 11 Uhr ein spätes Frühstück im Garten. Beim anschließenden Teamtraining mussten die Jugendlichen beweisen, wie gut sie zusammenarbeiten können. Sie meisterten die gestellten Kooperationsaufgaben hervorragend. Da es mittlerweile schon recht warm geworden war, ging es anschließend gemeinsam an die Jagst zum Baden. Der Wasserstand war recht niedrig, doch zum Planschen und Abkühlen am Wehr reichte es allemal. Erst als der Hunger sich wieder bemerkbar machte, ging es zurück zum Ferienhaus. Während die Jungs den beiden Mädchen Selina und Maylin Jakob den Vorzug bei der Benutzung der einzigen Dusche im Ferienhaus überließen, kümmerte sich Marvin Weber und Jan Stang ums Feuer. Nachdem alle geduscht waren gab es gegrillte Maultaschen mit Kartoffelsalat. Den restlichen Tag verbrachten wir im Garten mit Slackline laufen, Badminton und Kubb spielen sowie diversen Kartenspielen.

Am Abend schauten wir dann gemeinsam das DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen. Hierzu stellten wir den Fernseher des Ferienhauses an die Türe zum Garten. Bis dahin reichte das Antennenkabel. So konnten wir schön im Garten an der frischen Luft sitzen und von dort aus Fußball schauen. Nach dem Abendessen und einer gemeinsamen Spielerunde verbrachten wir den Abend wieder bis 1 Uhr am Lagerfeuer. Alle genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit, das gemütliche Sitzen am Lagerfeuer sowie die guten Gespräche untereinander.

Am Sonntag ging es dann schon wieder nachhause. Nach einem abermals späten Frühstück wurde alles zusammengepackt und die Endreinigung des Hauses gemeinsam erledigt. Als auf der Heimfahrt dann alle wieder ihre Mund-Nasen-Bedeckung aufsetzten mussten, wurde uns allen wieder bewusst, was die letzten drei Tage so weit weg schien: Corona ist noch immer ein Thema das ernstgenommen werden muss. Die drei Tage in Heimhausen waren jedoch – trotz der auch dort geltender Abstandsregeln – ein kleines Stück Normalität in einer verrückten Zeit. Alle wären am liebsten noch länger in Heimhausen geblieben. Das ging aber leider nicht. Dennoch war es eine schöne und gelungene Abwechslung zum oft sehr eingeschränkten Alltag der letzten Monate.

Das Thekenteam des Jugendzentrum Freetime beseht aus Pfedelbacher Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Es unterliegt einem ständigen Wandel, da ältere Teilnehmer nach einer gewissen Zeit aus dem Team ausscheiden und dafür wieder Jüngere nachrücken. Seit den Faschingsferien gehören nun drei neue Mitarbeiter zum Thekenteam.

Finn Weber, Finley Pohl und Aaron Röhrle

 Finn Weber, Finley Pohl und Aaron Röhrle heißen die drei Neuen im Thekenteam. Von Anfang des Jahres bis zu den Faschingsferien Ende Februar absolvierten alle drei an jeweils zwei Abenden ihr Probearbeiten. Danach entschieden alle drei, dass Ihnen diese Tätigkeit Spaß macht und sie gerne zum Thekenteam dazugehören möchten. Auch Jugendreferent Martin Jakob war mit ihnen während des Probearbeitens zufrieden, so dass zur endgültigen Aufnahme ins Thekenteam nur noch eine Sache fehlte: Die Hygieneschulung beim Gesundheitsamt in Künzelsau. Diese absolvierten die drei dann in den Faschingsferien, also eine Woche bevor das Corona-Virus zum Hauptthema im Gesundheitsamt wurde. Zusammen mit Martin Jakob ging es an einem Vormittag der Faschingsferien nach Künzelsau. Dort hörten sich alle die etwa einstündige Unterweisung durch Frau Gässler an und übten anschließend das richtige desinfizieren der Hände. Unter einer UV-Lampe konnten sie dann sehen, wie gut sie sich ihre Hände desinfiziert hatten bzw. an welchen Stellen das Mittel nicht ausreichend auf der Haut aufgetragen wurde.

Gut geschult und voller Tatendrang freuten sich Aaron, Finn und Finley darauf, nun selbständig im Jugendzentrum Freetime den Thekenbetrieb leiten zu dürfen. Diese Vorfreude wurde durch die Corona-Pandemie jedoch jäh ausgebremst. Direkt nach den Faschingsferien musste das Freetime geschlossen werden. Wann es wieder öffnen wird kann momentan niemand vorhersagen. Somit müssen die drei neuen Thekenmitarbeite genauso auf Ihren ersten Thekendienst warten, wie die anderen Jugendliche auf die Wiederöffnung des Jugendzentrums warten. Eines steht jedoch fest: Irgendwann wird dies der Fall sein und dann steht das aktuell neunköpfige Thekenteam bereit um den Betrieb wieder aufzunehmen.

Wenn Vegeta und Son Goku im Jugendzentrum Freetime gegeneinander kämpfen, dann ist das kein Streit unter den Besuchern. Vegeta und Son Goku sind Spielfiguren des Kultspiels Dragon Ball und kamen beim gleichnamigen Turnier zum Einsatz.

Das Jugendzentrum war – wie immer freitags – gut besucht, doch lange nicht alle der rund 40 Besucher wollten auch am Dragon Ball Turnier teilnehmen, welches parallel zum normalen Programm stattfand. Bis zum Start des Turniers um 18 Uhr hatten sich 14 Teilnehmer/innen in die Startliste eingetragen. Zuerst wurde ihnen ein Charakter aus dem Spiel zugelost, mit dem sie dann das Turnier bestreiten mussten. Gespielt wurde auf einer XBOX360 an der großen Leinwand. In der Vorrunde, welche zweieinhalb Stunden dauerte, traten die Jugendlichen im eins gegen eins gegeneinander an. Aufgeteilt in zwei Gruppen kämpften sie um den Einzug ins Halbfinale. Nur die zwei Besten jeder Gruppe kamen weiter. Es gab knappe Kämpfe und knappe Siege. Letztlich setzen sich Alex, Merlin, Finley und Jannik als Gruppenbeste durch. Die beiden Halbfinals gewannen dann Alex und Merlin, so dass sie im Finale aufeinandertrafen. Zuvor gab es aber noch den Kampf um Platz drei und vier zwischen Jannik und Finley, welchen Jannik für sich entschied. Im Finale setzte sich letztlich der spielerfahrene Alex gegen den 10 Jahre jüngeren Merlin durch und holte sich den Turniersieg. Das bedeutet auch, dass sein Name auf dem Wanderpokal verewigt wurde. Bei der anschließenden Siegerehrung bekamen alle Teilnehme noch eine Urkunde und die Plätze eins bis vier Sachpreise.

In den Faschingsferien Ende Februar war das Wetter leider recht regnerisch. Da war der Feien-Fun-Sport-Tag in der Sporthalle an der Schanz eine willkommene Abwechslung. Am Dienstag, den 25. Februar 2020 war die komplette Sporthalle für das Jugendreferat Pfedelbach reserviert. So konnte einen ganzen Tag lang Sport getrieben und Neus ausprobiert werden.

Pünktlich zum Start um 10 Uhr am Vormittag wurde die Eingangstüre der Sporthalle von Jugendreferat Martin Jakob und seiner Helferin Sarah Kühnemann geöffnet. Dort warteten schon rund 50 Kinder darauf hereingelassen zu werden. Nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde wurde die Halle dann abgetrennt. Im größeren Teil der Halle konnte Fußball gespielt werden. Alle die keine Lust auf Fußball hatten, durften das andere Hallendrittel nutzen, um dort verschiedenste Sportarten und Bewegungsangebote auszuprobieren. Während etwa 40 Jungs ein kleines Fußballturnier abhielten, nutzen die anderen 10 Kinder und Jugendliche ihren Hallenteil für Zirkusakrobatik, Jonglage, zum Trampolin springen oder um sich beim Boxkampf mit anderen zu messen. Immer wieder kamen auch einige der Fußballer in den kleineren Hallenteil herüber, wenn sie gerade kein Spiel hatten. So konnte bis zum Nachmittag jede/r seinen Vorlieben nachgehen.

Nach der dreißigminütigen Mittagspause ging es um 12:30 Uhr weiter. Einige neue Kinder und Jugendliche war in dieser Zeit dazugekommen, so dass am Nachmittag rund 60 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 25 Jahren in der Sporthalle herumwuselten. Zuerst wurde noch einmal in getrennten Hallenteilen weitergemacht wie am Vormittag, bevor dann um 14 Uhr die gesamte Halle auf- und leergeräumt wurde. Die letzten beiden Stunden bis zum Ende des Sporttages um 16 Uhr wurden nämlich zum gemeinsamen Jugger spielen genutzt. Für die meisten der Anwesenden war es das erste Mal, dass sie Jugger spielten.

Jugger ist eine Trendsportart die man am ehesten mit einer Mischung aus American Football, Fechten und Ringen beschreiben kann. Dabei treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Beide Teams sind mit gepolsterten Lanzen ausgestattet und versuchen ihren Läufer zu schützen, der mit dem Jugg (spricht sich: tschagg) versucht einen Punk zu erzielen. Das tolle an dieser Sportart ist, dass Alter und Größe keinen großen Einfluss darauf haben, ob ein Spieler gut oder schlecht spielt. Auch junge Personen haben hier durchaus Vorteile und können gut mit den Großen mithalten. Nach eineinhalb Stunden Jugger spielen mussten wir dann aber leider den Sporttag beenden, denn die Uhr zeigten 16 Uhr an. Viele hätten gerne noch weitergespielt. Das taten manche dann auch. Zwar kein Jugger in der Sporthalle, dafür aber Playstation und Gesellschaftsspiele im Jugendzentrum Freetime, welches im Anschluss noch von 17 – 20 Uhr geöffnet hatte.