Vor einigen Monaten startet ein neues Großprojekt des Pfedelbacher Jugendreferates. Zusammen mit den Auszubildenden und dem Ausbildungsleiter der Firma Scheuerle Fahrzeugbau wird eine professionelle Seifenkiste gebaut. Da die sechs Teilnehmer/innen des Jugendzentrums noch alle Schüler sind, beschränken sich die Bauphasen zumeist auf die Schulferien. Eben solche waren letzte Woche wieder in Form der Herbstferien. Bedingt durch den Feiertag am Freitag konnte jedoch an „nur“ vier Tagen gebaut werden. Täglich um 9:15 Uhr trafen sich alle in der Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle, ausgestattet mit Arbeitsklamotten und mit viel Ehrgeiz. Dieses Mal stand das Anfertigen von acht Schwingen für die Räder an, denn die Seifenkiste soll später vollgefedert daherkommen um optimale Kurvenlagen zu gewährleisten. Dass dies jedoch viel schwieriger umzusetzten ist als eine starre Konstruktion war allen schnell klar. Des Öfteren mussten Bauteile angepasst oder Denkfehler korrigiert werden. Doch genau darin liegt auch der Lerneffekt. Nicht nur das Erlernen des Umgangs mit Bohrmaschine, hydraulischer Säge oder der Fräsmaschine wird in diesem Projekt erlernt, sondern eben auch das Austüfteln und umsetzen von Ideen und Vorschlägen. Einen fertigen Bauplan gibt es nämlich nicht. Die gesamte Seifenkiste ist ein Prototyp der von den Jugendlichen und den Azubis unter Mithilfe von Ausbilder Benjamin Falk und Jugendreferent Martrin Jakob entworfen wurde. Zwar gibt es einen groben Gesamtentwurf, doch eigentlich wird immer nur Schritt für Schritt weitergedacht und gearbeitet.

Die acht Schwingen zu fertigen war viel Kleinarbeit. Vor allem das Zusägen von ettlichen Bauteilen mit Gärungsschnitten und das entgraden sämtlicher Bauteile von Hand kostete viel Zeit. Da die Seifenkiste jedoch aus Aluminium gebaut wird, ist zumindest das Feilen von Hand nicht ganz so anstrengend wie wenn es Stahl wäre. Als die ersten Schwingen geschweißt und montiert waren richtet sich unser Augenmerk auf die Federung. Wie und wo lassen sich die vier Dämpfer am Besten einbauen? Um diese Problem zu lösen, holten wir uns Rat bei Achim Rohr im Radlertreff, da wir an Dämpfer aus Mountenbikes dachten. So trugen wir den Rahmen einfach mal eben in seinen Laden und beratschlagten uns dort mit ihm. Und wir fanden eine Lösung. Diese nun umzusetzte wird der nächste Schritt sein, bevor dann die Räder montiert werden können. Das Thema Bremsen und Lenkung sind weitere Schritte die uns wieder alles abverlangen werden. Doch darum kümmern wir uns wenn es soweit ist. Erst mal soll die Kiste nach der nächsten Bauphase auf den vier Rädern stehen und das vollgefedert.

Ein besonderes Lob muss Jannik Keller ausgesprochen werden. Er war an allen vier Bautagen von Anfang bis Ende dabei und zeigte großes Geschick im Umgang mit den Maschinen.

INFO: Das Seifenkisten Projekt des Pfedelbacher Jugendreferates läuft noch viele Monate lang. Gebaut wird meist in den Schulferien. Interessierte Jugendliche (egal ob Junge oder Mädchen) ab 12 Jahren, die gerne noch in dieses Projekt mit einsteigen wollen, dürfen sich bei Jugendreferent Martin Jakob melden. Per Mail an martin.jakob@pfedelbach.de oder telefonisch unter 07941-6481692. Wir freuen uns auf weitere begeisterte Tüftler die mit uns in der Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle sägen, bohren, fräsen und konstruieren.

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Man sagt ja oft, dass Jugendliche heute den ganzen Tag vor dem Computer sitzen würden. Nicht so im Jugendzentrum Freetime. Seit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im Sommer 2012 gibt es dort keine Computer mehr. Nicht weil sie beim Umzug kaputt gegangen wären, sondern weil die bewusste Entscheidung getroffen wurde, sie nicht mehr aufzubauen. Als zu unkommunikativ  hatten sie sich in den alten Räumlichkeiten erwiesen. Oft saßen Jugendliche alleine mit Kopfhörer davor und spielten für sich alleine. Anders sieht es jedoch aus, wenn viele Leute gemeinsam ein Computerspiel zur gleichen Zeit miteinander oder auch gegeneinander spielen. Wenn junge Menschen das tun nennen sie es „LAN Party“. Jeder bringt seinen Computer samt Zubehör mit. Diese werden dann per LAN Kabel miteinander verbunden (daher das Wort LAN Party) so dass alle das selbe Spiel spielen können.

Zum zweiten Mal fand eine solche LAN Party nun im Jugendzentrum Freetime statt. Um 19 Uhr sah man schwer bepackte junge Menschen die ihren Computer ins Marstallgebäude trugen. Bis dann alle PC`s aufgebaut und miteinander verbunden waren, verging etwa eine Stunden. Danach spielten sich die sieben Jungs und Jugendreferent Martin Jakob etwas warm. Die Jugendlichen hatten dies eigentlich nicht wirklich nötig, doch der „alte Mann“ namens Martin Jakob musste sich erst das Spiel erklären lassen. Nach einer weiteren Stunde startete dann ein Turnier. Im Spiel „League of Legends“ traten die acht Teilnehmer in zwei Gruppen gegeneinander an. Jeder musste einmal gegen seine Gruppengegner spielen. Nach der Vorrunde, die gegen 02:00 Uhr beendet war, flog dann der jeweils Gruppenletzte aus dem Turnier. Wie nicht anders zu erwarten war dies unter anderem auch Jugendreferent Martin Jakob. Die Anderen Teilnehmer spielten danach in Viertelfinale, Halbfinale und Finale weiter um den vom Jugendzentrum gestifteten Pokal. Im Finale besiegte der Organisator der gesamten Aktion, Thomas Ruder, seinen Gegner Willi Dudenko und gewann damit den begehrten Pokal. Das war um 7 Uhr morgens. Der „alte Mann“ schlief da schon, er hielt nicht so lange durch. Noch bis 10 Uhr spielten die Jugendlichen weiter bevor es dann ans abbauen und aufräumen ging.

Es war eine spannende, tolle, kommunikative und auch (zumindest für den Jugendreferenten) anstrengende Nacht, die aber vor allem viel Spaß machte. Die Jugendlichen waren sehr dankbar, dass das Jugendzentrum auch für solche Aktionen genutzt werden kann.

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Zum zweiten Mal nach 2011 fand am vergangenen Freitag der „Tag des Jugendraums“ statt. An diesem Tag hatten 9 Jugendhäuser im Hohenlohekreis gleichzeitig geöffnet. Das verbindende Element an einem solchen Tag ist das gemeinsame Spiel, welches von 17 – 19 Uhr gespielt wird. In dieser Zeit bekommen alle teilnehmenden Jugendhäuse dieselbe Aufgabenstellung. Innerhalb von zwei Stunden müssen viele Aufgaben erledigt werden. Es gilt immer, verschiedenste Dinge und besondere Personen zu organisieren und diese bis 19 Uhr auf ein Foto zu bekommen. In diesem Jahr war die Liste sehr lang. So mussten über 30 Aufgaben erledigt werden. Unter anderem waren ein Esel, ein Huhn, ein Pfarrer, ein Schornsteinfeger, ein Koch, ein Fallschirmspringer oder auch ein Ehepaar, das schon goldene Hochzeit hatte, gefordert. Des weiteren mussten verschiedenste Dinge wie ein Blumenstrauß, ein Quad, ein Einrad, ein Rasenmäher oder gar eine Shisha besorgt werden.

Die etwa 20 Jugendlichen, die sich an diesem Tag bereits ab 15 Uhr im Jugendzentrum Freetime eingefunden hatten, wurden außerdem von Bürgermeister Kunkel unterstützt, der ebenfalls kam, um das Freetime zu unterstützen. Kurz nach der Aufgabenverkündung um 17 Uhr schwärmten die Jungs und Mädels aus. Jeder bekam eine Aufgabe zugeteilt. Manches war schnell organisiert, wie etwa ein Einrad oder ein Hund. Anderes machte uns dann doch mehr zu schaffen. Wo sollte man einen Esel oder ein Huhn herbekommen? Einer rief: „Wir gehen zum Lidl und kaufen ein tiefgerorenes Suppenhuhn!“ Das war letztlich jedoch gar nicht nötig, denn gegen 18 Uhr standen Jessica und Tevfik plötzlich mit einem echten Huhn da.

Via Facebook waren alle Jugendhäuser, die an dieser Aktion beteiligt waren, miteinander verbunden. So konnte man immer wieder den Stand der Dinge in Kupferzell, Neuenstein, Waldenburg, Künzelsau, Bretzfeld und Öhringen mitverfolgen. Kurz vor 19 Uhr war es dann soweit. Als Beweis musste ein Foto gemacht und auf Facebook hochgeladen werden. Schnell wurden alle Gegenstände auf dem Parkplatz vor dem Pfedelbacher Schloss platziert und die geforderten Personen darum positioniert. Da stand dann ein Clown neben dem Pfarrer, ein Schornsteinfeger neben einer Prinzessin und ein Koch kniete vor einem Rasenmäher. Was uns Pfedelbachern fehlte, war eine Krankenschwester, eine Kutsche, eine Kuckucksuhr und ein Geigenspieler. Ach ja, und einen Esel konnten wir (wie übrigens keines der Jugendhäuser) auch nicht auftreiben. Manche meinten zwar, es wären genügend Esel anwesend, doch zweibeinige Esel gaben keine Punkte.

Am Ende belegten wir vom Jugendzentrum Freetime einen sehr guten zweiten Platz hinter den Titelverteidigern aus Kupferzell. In zwei Jahren wird es dann erneut den Tag des Jugendraums geben, vielleicht gelingt uns dann auch mal der Sieg, wer weiß? Jedenfalls hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und das ist das Wichtigste. Danke auch noch einmal an alle Personen, die uns an diesem Tag so toll unterstützt haben.

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Der Sommer erstrahlt zur Zeit in seiner vollen Pracht, da ist es naheliegend nicht in der Bude hocken zu bleiben. Deshalb beschlossen wir, am 16. Juli die Räume des Jugendzentrum Freetime geschlossen zu lassen und stattdessen gemeinsam nach Öhringen zu fahren, um dort Beach-Volleyball zu spielen. Beim Wasserspielplatz hinter der Kultura steht seit einigen Jahren ein Volleyballfeld mit Sandbelag. Dies war zum Glück nicht belegt, als wir ankamen. Lediglich einige Kinder waren gerade dabei, dort eine Sandburg zu bauen. Doch schnell hatten wir uns mit ihnen geeinigt und sie buddelten nebenan auf dem Spielplatz weiter. So war das Feld frei für uns. Mit insgesamt 18 Personen waren wir nach Öhringen gekommen. Einige wollten nicht mitspielen sondern einfach nur im Schatten sitzen. Andere nutzten die ebenfalls mitgebrachte und aufgebaute Slackline oder spielten Federball. Der Rest versuchte sich in Sachen Volleyball. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und fehlender Ballbeherrschung entwickelten sich im Laufe des Abends ansehnliche und lange Ballwechsel. Dies machte so viel Spaß, dass wir spontan eine Stunde länger dort blieben als geplant. Zum Abschluss ging es dann noch zum MC-Donalds, um sich dort bei einem Eis wieder abzukühlen.