Archiv für die Kategorie ‘Informatives’

Seit fast 15 Jahren gibt es den Jugendtreff Freetime nun schon in Pfedelbach. Genauso lange existiert der Couchtisch, welcher schon so manches mitgemacht hat im Jugendzentrum. Seinen härtesten Abend erlebte er, als im Jahr 2009 ein Jugendlicher beim Nagelklopfen den Nagel und auch den Balken verfehlte, welcher auf dem Tisch mit Schraubzwingen befestigt war. Eine tiefe Dalle in der massiven Tischplatte war die Folge. Anfang diesen Jahres, also rund acht Jahre danach, wurde diese Dalle nun auf kreative Art und weiße beseitigt.

Da wir im Freetime seit Jahren tausende verschiedene Kronkorken liegen hatten (sie wurden über Jahre hinweg von mir gesammelt um einmal etwas kreatives daraus zu machen), kam uns die Idee, damit die Tischplatte zu verkleiden. An insgesamt drei Öffnungsabenden und einem Nachmittag wurden zunächst die Kronkorken nach Farbe sortiert und unbrauchbare Exemplare ausgesondert. Die drei Mädchen Diana Massold, Ellen Friedel und Laura Polocek engagierten sich besonders in diesem Projekt. Sie waren es dann auch, die an einem Mittwochnachmittag mit in die Schulwerkstatt der Pestalozzi-Schule gingen. Dort lackierten die Mädels den buchefarbenen Tisch in schönes weiß um. Danach erhielt die Tischkannte einen erhöhten Rand. In einem weiteren Schritt wurde dann die Tischplatte mit einer dünnen Schicht Epoxytharz begossen. In diese Schicht drückten wir dann die Kronkorken hinein. Lange wurde überlegt welches Muster dabei entstehen sollte. Letztlich einigten wir uns auf ein Mosaik aus immer vier gleichen Kronkorken die ein Quadrat bilden. Nachdem die Tischplatte komplett mit Kronkorken ausgelegt war, musste das Harz trocknen. Doch schon am nächsten Abend konnte der Tisch fertig gestellt werden. Die nun fest sitzenden Kronkorken wurden mit einer weiteren Schicht Epoxytharz übergossen, bis sie alle komplett bedeckt waren. Auch diese Schicht musste wieder aushärten. Als dies geschehen war konnte der Tisch wieder an seinen angestammten Platz im Jugendzentrum zurück kehren. Alle Beteiligten des Projektes sowie die vielen Freetime Besucher finden den Tisch sehr genial. Da das Harz glasklar ausgehärtet ist, sieht es nun so aus, als würden in einer Glasplatte Kronkorken eingeschlossen sein.

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Stellen sie sich, lieber Leser/liebe Leserin mal folgende Situation vor: „Ein Verein organisiert ein Zeltlager für Kinder. Die Kinder werden von den Mitarbeitern am ersten Tag darauf hingewiesen, dass sie das Lagergelände nur Nachmittags und dann auch nur nach vorheriger Abmeldung in Gruppen von mindesten 3 Personen verlassen dürfen um Beispielsweise in das naheliegende Dorf zu gehen. Nun hat sich  eine kleine Gruppe von fünf Personen bereits am Vormittag in das Dorf begeben, sich jedoch zuvor bei einem Freizeitmitarbeiter abgemeldet. Im Dorf entdecken die 11 – 13 Jahre alten Jungs dann ganz viele schöne Autos am Straßenrand, die sich hervorragend zum bemalen eignen. Da sie keine Stifte dabei haben, tun sie dies mit Steinen. Fünf Autos werden so zerkratzt.“ Nun die alles entscheidende Frage: Wer kommt für den Schaden auf? Damit einher geht auch die Frage, ob die Mitarbeiter der Freizeit wegen Aufsichtspflichtverletzung haftbar gemacht werden können oder nicht? War es denn überhaupt eine Aufsichtspflichtverletzung?

Mit solchen und ganz vielen weiteren praxisnahen Situationen aus der Jugendarbeit beschäftigten sich die Teilnehmer des Workshops „Recht – Verständlich“. Organisiert wurde dieser vom Jugendreferat Pfedelbach. Im Rahmen der zwei Mal pro Jahr stattfindenden Treffen unter dem Namen „Bündnis Jugendarbeit Pfedelbach“ stand am 10. Oktober das Thema Rechtslagen in der Jugendarbeit auf dem Programm. Als Referent war der Künzelsauer Rechtsanwalt Christian Hühn gekommen. Er ist selbst in der Jugendarbeit tätig und konnte den 10 Workshop Teilnehmern daher sehr praxisnah erläutern, auf was man in Sachen Aufsichtspflicht achten muss. Außerdem gab er einen Einblick in die grundsätzlichen Regelungen des deutschen Rechtssystems. Rund zweieinhalb Stunden ging der kurzweilige Abend, der in den Räumen des Musikverein Pfedelbach stattfand. Am Ende verließen die Teilnehmer den Workshop mit vielen neuen Erkenntnissen und einem guten Grundlagenwissen zum Thema Recht in der Jugendarbeit und Aufsichtspflicht im speziellen.

Um das Fallbeispiel vom Anfang noch aufzuklären: Die Freizeitmitarbeiter traf in diesem tatsächlich vorgefallenen Delikt eine Mitschuld, da sie die Jugendlichen am Vormittag haben gehen lassen, obwohl dies eigentlich nicht erlaubt war. Sie stellten also Regeln auf die sie nicht einhielten. Das sah das Gericht als Grund an, den Mitarbeitern bzw. dem Mitarbeiter der die Jungs hatte gehen lassen, eine Aufsichtspflichtverletzung zu unterstellen und ihn und den Verein somit haftbar zu machen.

INFO: Das Bündnis Jugendarbeit Pfedelbach besteht seit 2010. Es ist ein Treffen von Menschen, die in irgend einer Form Jugendarbeit in Pfedelbach betreiben oder in sonst einer Form mit jungen Menschen zu tun haben. Die Treffen finden zwei Mal pro Jahr statt. Einmal in Form einer Austauschrunde und ein zweites Mal in Form einer Fortbildung oder eines Workshops. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Ziel der Treffen ist es, dass sich Mitarbeiter in der Pfedelbacher Jugendarbeit gegenseitig kenne lernen und es Möglichkeiten des Austausches und der Weiterbildung über den eigenen Verein hinaus gibt.

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Seit 10 Jahren gibt es nun schon das Jugendreferat Pfedelbach. Dieses Jubiläum wurde mit einem Festwochenende gefeiert. Am 23.9.2016 startete das Festwochenende mit dem festliche Teil. Im Jugendzentrum Freetime fanden sich rund 35 Personen ein. Neben einigen Jugendlichen – die sich extra in Schale geworfen hatten – auch Bürgermeister Kunkel, Herr Schüz vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. in Waldenburg (der Träger des Jugendreferates), einigen Gemeinderäten, Vertretern vom Jugendamt und der örtlichen Schule sowie weitere Wegbegleiter. In kurzen Reden zeigten Bürgermeister Kunkel und Herr Schüz den Werdegang des Jugendreferates sowie dessen pädagogische Wichtigkeit auf. Jugendreferent Martin Jakob nahm die Zuhörer anschließend mit auf eine kleine Reise durch zehn Jahre, die er anhand von fünf Stationen aufzeigte. Im Anschluss wurde noch die neu gestaltete Außenanlage des Jugendzentrums eingeweiht. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese sehr gelungen ist und einen tollen Treffpunkt darstellt.

Am Samstag folgte dann die Einweihungsparty für die Jugendlichen. Mit einer Grillparty wurde der Außenbereich noch einmal voll genutzt. Das entsprechende Wetter dazu war zum Glück gegeben.

Sonntags folgte dann noch ein „Tag der offenen Tür“ im Jugendzentrum Freetime. Dieser wurde von der Bevölkerung  genutzt, um einmal einen Blick in die Räume zu werfen. Auch einige Eltern, deren Kinder das Jugendzentrum Freetime besuchen, schauten zum ersten Mal dort vorbei und bekamen einen Eindruck davon, wo sich ihre Kinder unter der Woche aufhalten. Auch der Außenbereich war dank des tollen Wetters gut besucht und wurde zum Verweilen genutzt. Natürlich waren auch am Sonntag viele Jugendliche anwesend. Die Chance auch sonntags ins Jugendzentrum zu gehen wollten sie sich nicht entgehen lassen. Einige meinten auch, das Jugendzentrum könne ruhig jeden Sonntag geöffnet sein. Das wird aber wohl eher ein Wunsch bleiben. Dennoch war das gesamte Jubiläumswochenende ein voller Erfolg mit vielen netten Besuchern.

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Neun Teams aus neun Kommunen des Hohenlohekreises gingen am Sonntag den 19. Juni 2016 beim „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Gelände der Landesgartenschau in Öhringen an den Start. Pfedelbach wurde dabei vom Jugendzentrum Freetime vertreten.

Ohne zu wissen welche Aufgaben auf uns zukommen würden, machten wir uns am Sonntag auf den Weg zur LaGa. Wir, das waren drei Jungs und drei Mädchen des Jugendzentrum Freetime in Begleitung  von Jugendreferent Martin Jakob. Pünktlich zum Start um 10:30 Uhr am Landkreispavillion waren neun Teams erschienen. Kurz wurde der Ablauf erklärt und dann ging es auch schon los. An sechs Stationen mussten die Teams unterschiedlichste Aufgaben bewältigen. Von Geschicklichkeitsübungen über Ratespiele bis hin zu Teamaufgaben war alles dabei. So musste zum Beispiel eine bestimmte Strecke in einem Rollstuhl durchfahren oder Kegel mit einem an einer Schnur befestigten Kugel umgekegelt werden. Am Stand des THW Pfedelbach wartete ein Hindernisparcours, durch den Wasser transportiert werden musste. Innerhalb von zehn Minuten musste so viel Wasser wie möglich in einen Eimer geschüttet und dieser dann mit einer Schubkarre im Slalom zu einer Plattform gebracht werden. Von dort wurde das Wasser wieder mit zwei Bechern ausgeschöpft, nach oben auf die Plattform gereicht und von dort in einen Schlauch gefüllt. Die Wassermenge die am Ende des Schlauches heraus kam wurde gemessen und entschied über die Punkteausbeute.

Insgesamt waren es sehr vielseitige und abwechslungsreiche Stationen. Teilweise war die Größe unserer Jungs, die zuvor als ein Vorteil angesehen wurde, sogar ein Nachteil. Während unsere 12 oder 13-jährigen Gegner locker unter einem Biertisch durchkrochen, mussten sich unsere großen Jungs hier abmühen. Letztlich war mehr der Siegeswille und die gute Teamleistung ausschlaggebend für die Punktausbeute als das Alter und die Größe der Teilnehmer.

Als um 14:30 Uhr am Landkreispavillion von Landrat Dr. Neth die Sieger bekannt gegeben wurden, war die Spannung im Team Pfedelbach spürbar. Alle wussten, dass wir gut im Rennen lagen, doch hat es am Ende für ein Platzierung unter die Top drei gereicht? Das war die große Frage. Dann die Erleichterung und die große Freude.  Das Team Pfedelbach hatte sich mit 51 von 60 möglichen Punkten knapp vor Niedernhall (49 Punkte) und Mulfingen (48 Punkte) durchgesetzt und somit den Sieg eingefahren. Als Preis für den ersten Platz gab es einen Gutschein in Höhe von 500 Euro. Die zweitplatzierten erhielten 300 Euro und die Drittplatzierten 200 Euro.

Ein toller Sieg, der sogleich die Frage aufwarf, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass es in den Ausbau der Chillzone (Außenanlage beim Freetime) investiert werden soll. In welcher Form wird sich zeigen.

Für das Team Pfedelbach waren am Start: Kim Schmid, Melinda Gauger, Karina Zander, Daniel Pietzko, Dawid Pietzko und Kim Stang.

 

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