Archiv für die Kategorie ‘Informatives’

Um dem drohenden Weihnachsspeck vorzubeugen, ging es kurz vor Weihnachten noch einmal richtig sportlich zur Sache. Die Sportgruppe Taläcker hatte in Kooperation mit dem Kreisjugendring alle Jugendhäuser des Hohenlohekreises zum Streetball Turnier in die Spoarthalle Taläcker eingeladen. Beim Streetball wird in Teams zu drei Personen auf einen einzigen Korb Basketball gespielt. Das Team, das zuerst 10 Punkte hatte oder nach 10 Minuten vorne lag, gewann das Spiel für sich. So traten 14 Teams in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. Aus Pfedelbach hatten sich fünf Teams bei Jugendreferent Martin Jakob gemeldet.

Als wir in der Halle in Künzelsau-Taläcker ankamen waren einige der Jungs geschockt. Vor ihnen standen drei Jugendliche mit über zwei Meter Körpergröße! Sofort wollten sie wissen:“Wie sollen wir gegen die gewinnen?“ Das war eine berechtigte Frage. Gegen dieses Team, allesamt Basketballer im Verein, hatte letztlich keiner eine Chance. Sie gewannen das Turnier in der Altersklasse der 14 – 17-jährigen klar. Dennoch plazierten sich die Pfedelbacher Jungs in dieser Altersklasse auf guten Plätzen zwischen dem 4. und dem 9. Rang. Jugendreferent Martin Jakob war selbst auch als Spieler aktiv. Zusammen mit anderen Jugendreferenten des Hohenlohekreises belegter er am Ende mit seinem Team namens „Gurkentruppe“ den siebten Platz. In der Alterssklasse der zehn bis 13-jährigen jedoch war die Konkurenz nicht ganz so groß. Die Melzigzwillinge Jeremy und Jermane, die zusammen mit Dawid Pietzko das Team „Black and White“ bildeten, kämpften in jedem Spiel hart aber fair. So kamen sie bis ins Endspiel. Dort trafen sie auf ein Team, gegen das sie in der Vorrunde schon einmal verloren hatten. Doch mit Kampfgeist, viel Einsatz und guten Würfen konnten sie das Finale für sich entscheiden und das Turnier in Ihrer Altersklasse gewinnen. Zur Belohnung gab es ein beflocktes Basketballtrikot für jeden.

Als das Turnier zu Ende war wollten die Jungs aus Taläcker noch gerne etwas Fußball spielen. Als Gegner boten sich die Pfedelbacher Jungs an. In einem reinen Freundschaftskick gewannen die Jungs aus Taläcker am Ende knapp gegen unsere Pfedelbacher Jungs. Was jedoch sowohl beim Basketballturnier als auch beim anschließenden Fußballspiel im Vordergrund stand, war der Spaß. Dabei zu sein, sich sportlich zu betätigen und das Ganze in der Gruppe mit Freunden, das war es was zählte.

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Vor einigen Monaten startet ein neues Großprojekt des Pfedelbacher Jugendreferates. Zusammen mit den Auszubildenden und dem Ausbildungsleiter der Firma Scheuerle Fahrzeugbau wird eine professionelle Seifenkiste gebaut. Da die sechs Teilnehmer/innen des Jugendzentrums noch alle Schüler sind, beschränken sich die Bauphasen zumeist auf die Schulferien. Eben solche waren letzte Woche wieder in Form der Herbstferien. Bedingt durch den Feiertag am Freitag konnte jedoch an „nur“ vier Tagen gebaut werden. Täglich um 9:15 Uhr trafen sich alle in der Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle, ausgestattet mit Arbeitsklamotten und mit viel Ehrgeiz. Dieses Mal stand das Anfertigen von acht Schwingen für die Räder an, denn die Seifenkiste soll später vollgefedert daherkommen um optimale Kurvenlagen zu gewährleisten. Dass dies jedoch viel schwieriger umzusetzten ist als eine starre Konstruktion war allen schnell klar. Des Öfteren mussten Bauteile angepasst oder Denkfehler korrigiert werden. Doch genau darin liegt auch der Lerneffekt. Nicht nur das Erlernen des Umgangs mit Bohrmaschine, hydraulischer Säge oder der Fräsmaschine wird in diesem Projekt erlernt, sondern eben auch das Austüfteln und umsetzen von Ideen und Vorschlägen. Einen fertigen Bauplan gibt es nämlich nicht. Die gesamte Seifenkiste ist ein Prototyp der von den Jugendlichen und den Azubis unter Mithilfe von Ausbilder Benjamin Falk und Jugendreferent Martrin Jakob entworfen wurde. Zwar gibt es einen groben Gesamtentwurf, doch eigentlich wird immer nur Schritt für Schritt weitergedacht und gearbeitet.

Die acht Schwingen zu fertigen war viel Kleinarbeit. Vor allem das Zusägen von ettlichen Bauteilen mit Gärungsschnitten und das entgraden sämtlicher Bauteile von Hand kostete viel Zeit. Da die Seifenkiste jedoch aus Aluminium gebaut wird, ist zumindest das Feilen von Hand nicht ganz so anstrengend wie wenn es Stahl wäre. Als die ersten Schwingen geschweißt und montiert waren richtet sich unser Augenmerk auf die Federung. Wie und wo lassen sich die vier Dämpfer am Besten einbauen? Um diese Problem zu lösen, holten wir uns Rat bei Achim Rohr im Radlertreff, da wir an Dämpfer aus Mountenbikes dachten. So trugen wir den Rahmen einfach mal eben in seinen Laden und beratschlagten uns dort mit ihm. Und wir fanden eine Lösung. Diese nun umzusetzte wird der nächste Schritt sein, bevor dann die Räder montiert werden können. Das Thema Bremsen und Lenkung sind weitere Schritte die uns wieder alles abverlangen werden. Doch darum kümmern wir uns wenn es soweit ist. Erst mal soll die Kiste nach der nächsten Bauphase auf den vier Rädern stehen und das vollgefedert.

Ein besonderes Lob muss Jannik Keller ausgesprochen werden. Er war an allen vier Bautagen von Anfang bis Ende dabei und zeigte großes Geschick im Umgang mit den Maschinen.

INFO: Das Seifenkisten Projekt des Pfedelbacher Jugendreferates läuft noch viele Monate lang. Gebaut wird meist in den Schulferien. Interessierte Jugendliche (egal ob Junge oder Mädchen) ab 12 Jahren, die gerne noch in dieses Projekt mit einsteigen wollen, dürfen sich bei Jugendreferent Martin Jakob melden. Per Mail an martin.jakob@pfedelbach.de oder telefonisch unter 07941-6481692. Wir freuen uns auf weitere begeisterte Tüftler die mit uns in der Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle sägen, bohren, fräsen und konstruieren.

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Zum zweiten Mal nach 2011 fand am vergangenen Freitag der „Tag des Jugendraums“ statt. An diesem Tag hatten 9 Jugendhäuser im Hohenlohekreis gleichzeitig geöffnet. Das verbindende Element an einem solchen Tag ist das gemeinsame Spiel, welches von 17 – 19 Uhr gespielt wird. In dieser Zeit bekommen alle teilnehmenden Jugendhäuse dieselbe Aufgabenstellung. Innerhalb von zwei Stunden müssen viele Aufgaben erledigt werden. Es gilt immer, verschiedenste Dinge und besondere Personen zu organisieren und diese bis 19 Uhr auf ein Foto zu bekommen. In diesem Jahr war die Liste sehr lang. So mussten über 30 Aufgaben erledigt werden. Unter anderem waren ein Esel, ein Huhn, ein Pfarrer, ein Schornsteinfeger, ein Koch, ein Fallschirmspringer oder auch ein Ehepaar, das schon goldene Hochzeit hatte, gefordert. Des weiteren mussten verschiedenste Dinge wie ein Blumenstrauß, ein Quad, ein Einrad, ein Rasenmäher oder gar eine Shisha besorgt werden.

Die etwa 20 Jugendlichen, die sich an diesem Tag bereits ab 15 Uhr im Jugendzentrum Freetime eingefunden hatten, wurden außerdem von Bürgermeister Kunkel unterstützt, der ebenfalls kam, um das Freetime zu unterstützen. Kurz nach der Aufgabenverkündung um 17 Uhr schwärmten die Jungs und Mädels aus. Jeder bekam eine Aufgabe zugeteilt. Manches war schnell organisiert, wie etwa ein Einrad oder ein Hund. Anderes machte uns dann doch mehr zu schaffen. Wo sollte man einen Esel oder ein Huhn herbekommen? Einer rief: „Wir gehen zum Lidl und kaufen ein tiefgerorenes Suppenhuhn!“ Das war letztlich jedoch gar nicht nötig, denn gegen 18 Uhr standen Jessica und Tevfik plötzlich mit einem echten Huhn da.

Via Facebook waren alle Jugendhäuser, die an dieser Aktion beteiligt waren, miteinander verbunden. So konnte man immer wieder den Stand der Dinge in Kupferzell, Neuenstein, Waldenburg, Künzelsau, Bretzfeld und Öhringen mitverfolgen. Kurz vor 19 Uhr war es dann soweit. Als Beweis musste ein Foto gemacht und auf Facebook hochgeladen werden. Schnell wurden alle Gegenstände auf dem Parkplatz vor dem Pfedelbacher Schloss platziert und die geforderten Personen darum positioniert. Da stand dann ein Clown neben dem Pfarrer, ein Schornsteinfeger neben einer Prinzessin und ein Koch kniete vor einem Rasenmäher. Was uns Pfedelbachern fehlte, war eine Krankenschwester, eine Kutsche, eine Kuckucksuhr und ein Geigenspieler. Ach ja, und einen Esel konnten wir (wie übrigens keines der Jugendhäuser) auch nicht auftreiben. Manche meinten zwar, es wären genügend Esel anwesend, doch zweibeinige Esel gaben keine Punkte.

Am Ende belegten wir vom Jugendzentrum Freetime einen sehr guten zweiten Platz hinter den Titelverteidigern aus Kupferzell. In zwei Jahren wird es dann erneut den Tag des Jugendraums geben, vielleicht gelingt uns dann auch mal der Sieg, wer weiß? Jedenfalls hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und das ist das Wichtigste. Danke auch noch einmal an alle Personen, die uns an diesem Tag so toll unterstützt haben.

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Freitagmorgen, die Straßenlaternen sind noch aus. Die Kirchturmglocken  der Pfedelbacher Kirchen schlagen 4 Uhr. Im Dunkel des noch jungen Tages kann man schemenhaft sechs Gestalten vor dem Pfedelbach Schloss erkennen. Sie haben Koffer und Handgepäck dabei. Außerdem führen fünf von ihnen eine Fotoausrüstung mit sich.

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Es handelt sich um die Mitglieder der Fotoprojektgruppe des Jugendreferates Pfedelbach. Von 2010 bis 2012 haben sie zusammen mit Jugendreferent Martin Jakob fotografiert, gestaltet und die besten Fotos letztlich im Rathaus Pfedelbach in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Nun stand noch der versprochene Abschlussausflug an. Der Wunsch der Teilnehmer Caroline Krieg, Yasmin Weber, Birk Hofmann und Michael Masarczyk war es, nicht nur irgendwo hin zu fahren und Spaß zu haben, sondern das Ganze mit Fotografie zu verbinden. So ging es am vergangenen Wochenende für drei Tage nach Berlin um dort einen Fotoworkshop zu besuchen und die Stadt zu erleben. Frank Ballreich, der auch zur Projektgruppe gehörte, konnte leider nicht mitkommen.

Am besagten Freitagmorgen ging es los. Um 6:40 Uhr ging der Flieger von Stuttgarter nach Berlin. Beim Check-In wurde Michaels Fotoausrüstung sogar nach Sprengstoff durchsucht. Der Flug verlief reibungslos und nach nur einer Stunde Flugzeit landeten wir am Flughafen Berlin Tegel. Mit Bus und Bahn ging es dann zu unserem Hostel in Berlin Wedding. Der Tag war noch jung, und so beschlossen wir, die Stadt zu erkunden. Ziele waren das Brandenburger Tor, die Holocaust Gedenkstätte, der Alexanderplatz sowie der Reichstag. Nach einem Mittagschlaf im Hostel zogen wir abends noch einmal los um Berlin bei Nacht zu erleben. Immer mit dabei waren unserer digitalen Spiegelreflexkameras.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Fotografie. Speziell für uns wurde ein Fotostudio angemietet, in dem der Profifotograf Patric Böttcher für uns einen neunstündigen Fotoworkshop abhielt. Am Vormittag gab es einen kurzen Theorieteil zum Thema Blende, Verschlusszeit, Schärfentiefe und Belichtung bevor es dann mit fotografieren losging. Der Fotograf hatte Mandy – ein professionelles Fotomodel – sowie eine Visagistin mitgebracht. So konnten wir zum ersten Mal in unserem Leben ein echtes Model in einem Studio fotografieren. Es war unglaublich spannend. Manch einer war zu Beginn noch etwas schüchtern, doch das legte sich schnell. Nach zwei Stunden hatten wir Mandy in verschiedensten Posen abgelichtet, so dass es nach dem Mittagessen mit der Retusche und der digitalen Nachbearbeitung der Fotos am Computer weitergehen konnte. In Photoshop zeigte uns Patric verschiedenste Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Vier Stunden lang lernte und übten wir ganz praktisch, wie Hautunreinheiten am PC verschwinden, Gesichter retuschiert und der Hintergrunde und die Farben perfekt abgestimmt werden können. Es war sagenhaft zu sehen, was mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop alles möglich ist. Eifrig wurde alles mitgeschrieben und sofort selbst umgesetzt.

Für Yasmin, Caroline und Michael war es mehr als nur ein toller Workshop. Alle drei haben sich mittlerweile – inspiriert durch das zweijährige Projekt – beruflichen in Richtung Fotografie und Gestaltung orientiert. So konnten sie bei diesem Workshop viel für sich und ihren zukünftiges Berufsleben mitnehmen.

Am Sonntag ging es dann mit der Bahn wieder nach Hause. Wegen Hochwasser konnten rund um Magdeburg keine Züge fahren, so dass wir dort auf Schienenersatzbuse umsteigen mussten. Dadurch kam es zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Hatte der Hinflug gerade einmal eine Stunde gedauert, so dauerte die Bahnfahrt zurück letztlich ganze 14 Stunden. Dafür war es aber – dank des Wochenendtickets – sehr günstig. Um 23 Uhr kamen wir endlich wieder zu Hause an. Danke auch an Theo Krieg, der uns am Freitag in aller Frühe zum Flughafen nach Stuttgart gefahren und am Sonntag am Bahnhof in Heilbronn wieder abgeholt hat.

Es war trotz der langen Bahnfahrt ein äußerst inspirierendes und prägendes Wochenende. Der Workshop war sehr praxisnah und erweiterte unseren fotografischen Horizont enorm. Das Ganze noch dazu in der Weltmetropole Berlin zu erleben, machte das gesamte Wochenende zu einem einzigartigen Erlebnis. Gefüllt mit vielen neuen Eindrücken, Ideen und Inspirationen wurde damit das mehr als zwei Jahre dauerndes Fotoprojekt des Jugendreferates abgeschlossen. Für einige der Teilnehmer war es jedoch eher ein Beginn als ein Ende, und das ist sehr erfreulich. Dies zeigt, dass Jugendprojekte neben Spaß auch berufsintegrierende und prägende Inhalte vermittel können. In diesem Sinne läuft seit Pfingsten 2013 bereits das nächste Langzeitprojekt des Jugendreferates Pfedelbach, das Seifenkistenprojekt mit der Firma Scheuerle. Auch darüber werde ich weiter berichten.

Martin Jakob, Jugendreferent