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Habe hier eine kurze Kolumne von Roland Bender aus dem Magazin „Lachende Sozialarbeit“ 12/2008 die ich sehr gut finde und gerne mit meinen Lesern teile.

Als ich noch in Aachener arbeitete, kam eines abends Kurt, einer unserer treuesten Gäste  mit hängenden Flügeln zu uns in den Jugendtreff und erklärte, der Hausmeister des Hauses, in dem seine Freundin wohne, verweigere ihm bei seiner Freundin zu übernachten. „Darf der das eigentlich?“ fragte Kurt mit typisch doofem Gesicht. „Augenblick, das haben wir gleich …“ erwiderten wir mit kluger Miene und zogen uns in das Büro zurück. Aus dem Augenblick wurden zwei Stunden, in denen wir gemeinsam alle möglichen Gesetzestexte durchackerten und alle Leute rausschmissen, die und bei unserer Arbeit störten.

Schließlich hatten wir eine ganze Reihe von Paragraphen ausfindig gemacht, die Kurts Anliegen als Recht und des Hausmeisters Haltung als Unrecht belegten. Als Kurt das Jugendzentrum verließ, war er zu 110% gewappnet mit juristischen Argumenten, und wir waren stolz und sicher, dass Kurt in Zukunft bei seiner Freundin übernachten könne.

Am folgenden Tag kam Kurt strahlend wieder. Wir stürzten uns natürlich gleich auf ihn, um von ihm zu hören wie sehr wir ihm geholfen hätten. „Und … wie ist es gelaufen?“ „Was …?“ „Na mit dem Hausmeister?!“ Kurt musste kurz nachdenken. „Ach so, mit dem …“ „Ja, hast du ihm deine Rechte mal auf die Nase gebunden?“ „Nee, hab ich nicht. War mir zu blöd.“ „Wie …?“ „Na ich bin gestern Abend noch an der Tankstelle vorbei, hab ein paar Pullen Bier geholt, hab dem Hausmeister zwei rüber geschoben und da war alles paletti!“

Roland Berner

Leiter Kernteam Jugend und Migration

Vor kurzem habe ich über unseren Travel Bug und dessen kurze Reise gepostet. Ich war sehr geknickt und entäuscht dass er gestohlen wurde. Nun ist er unverhofft wieder aufgetaucht und setzt seine Reise fort. Hier kann man ihn verfolgen.

Kurze Freude

Veröffentlicht: 10. Oktober 2009 in Allgemeines, Gedanken, Jugendarbeit
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Am 27. Juli habe wir bei einer Geocaching-Freizeit des Jugendtreff Freetime einen  sogenannten Travel Bug (TB) losgeschickt. Heute habe ich nun die endgültige Bestätigung bekommen dass er schon an seiner ersten Station geklaut wurde. Das ist sehr ärgerlich und entäuschend. Es war ein ganz besonders schöner und einzigartiger TB, denn es war ein Unikat mit Wert, wohl mit zu viel Wert. Der TB hat es gerade mal von Pfedelbach bis nach Heilbronn geschafft, dort verliert sich seine Spur dann.

So sah er aus. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass er vielleicht doch noch auftaucht, doch die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Dies zeigt mir einfach, dass Geocaching mittlerweile schon Mainstream ist und auch Idioten dieses schöne Hobby betreiben bzw. missbrauchen. Mals sehen, vielleicht schicken wir nochmal einen mit der selben Aufgabe los.

Gestern Abend nahm ich an der öffentlichen Sitzung (Workshop) im Rathaus Pfedelbach zum Gemeindeentwicklungsplan Pfedelbach 2025 teil. Es war ein sehr interessanter und kurzweiliger Abend, trotz 4,5 Stunden länge.

Frau Häsler und Frau Siegele von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH wurden von der Gemeinde Pfedelbach damit beauftragt, einen Gemeindeentwicklungsplan für Pfedelbach zu erstellen. Sie berichteten zuerst von ihrer Sicht, wie sie als Außenstehende Pfedelbach wahrgenommen haben. Dieser Bericht war sehr interessant, da die beiden Frauen sehr unbefangen und ohne eine „Pfedelbacher Brille“ ganz anders hinschauen konnten.

Ihr Fazit lautete: Pfedelbach bewegt sich auf einem sehr hohen Standard, so dass es recht schwierig war überhaupt Defizite zu finden. Eher wurden Verbesserungsvorschläge bei bereits bestehenden Situationen eingebracht. So sollte Pfedelbach beispielsweise mehr auf die Seen und Bäche setzten die sie zur Verfügung haben. Schade sei, dass trotz vieler Bäche ein Zugang zum Wasser (vor allem für Kinder) kaum gegeben sei.

In einer langen Session wurden dann die Stärken und Schwächen Pfedelbach`s aus Sicht der 20 anwesenden Bürger und Bürgerinnen gesammelt und anschließend in zwei Gruppen diskutiert. Hauptkritikpunkte waren der hohe Verkehr im Ortskern, die verbessungswürdige Jugend- und Sozialarbeit sowie der Bereich Tourismus und Wegenetz. Hierzu wurden Ziele und entsprechende Maßnahmen erarbeitet, welche nun dem Gemeinderat als Ergebnisse präsentiert werden. Dieser muss dann wiederum entscheiden was von all dem in Angriff genommen werden kann und soll.

Bürgermeister Kunkel beschloss den Abend mit der Zusage, dass im Januar/Februar 2010 die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden und dann auch Stellung dazu genommen wird, warum manche Dinge sofort, manche erst später und ander eventuell gar nicht umgesetzt werden.

Im gesamten war es eine sehr positive und lobenswerte Veranstaltung mit recht wenigen, dafür aber sehr engagierten Bürgern aus allen Alterschichten.

Teilnehmer beim Workshop