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Zum zweiten Mal nach 2011 fand am vergangenen Freitag der „Tag des Jugendraums“ statt. An diesem Tag hatten 9 Jugendhäuser im Hohenlohekreis gleichzeitig geöffnet. Das verbindende Element an einem solchen Tag ist das gemeinsame Spiel, welches von 17 – 19 Uhr gespielt wird. In dieser Zeit bekommen alle teilnehmenden Jugendhäuse dieselbe Aufgabenstellung. Innerhalb von zwei Stunden müssen viele Aufgaben erledigt werden. Es gilt immer, verschiedenste Dinge und besondere Personen zu organisieren und diese bis 19 Uhr auf ein Foto zu bekommen. In diesem Jahr war die Liste sehr lang. So mussten über 30 Aufgaben erledigt werden. Unter anderem waren ein Esel, ein Huhn, ein Pfarrer, ein Schornsteinfeger, ein Koch, ein Fallschirmspringer oder auch ein Ehepaar, das schon goldene Hochzeit hatte, gefordert. Des weiteren mussten verschiedenste Dinge wie ein Blumenstrauß, ein Quad, ein Einrad, ein Rasenmäher oder gar eine Shisha besorgt werden.

Die etwa 20 Jugendlichen, die sich an diesem Tag bereits ab 15 Uhr im Jugendzentrum Freetime eingefunden hatten, wurden außerdem von Bürgermeister Kunkel unterstützt, der ebenfalls kam, um das Freetime zu unterstützen. Kurz nach der Aufgabenverkündung um 17 Uhr schwärmten die Jungs und Mädels aus. Jeder bekam eine Aufgabe zugeteilt. Manches war schnell organisiert, wie etwa ein Einrad oder ein Hund. Anderes machte uns dann doch mehr zu schaffen. Wo sollte man einen Esel oder ein Huhn herbekommen? Einer rief: „Wir gehen zum Lidl und kaufen ein tiefgerorenes Suppenhuhn!“ Das war letztlich jedoch gar nicht nötig, denn gegen 18 Uhr standen Jessica und Tevfik plötzlich mit einem echten Huhn da.

Via Facebook waren alle Jugendhäuser, die an dieser Aktion beteiligt waren, miteinander verbunden. So konnte man immer wieder den Stand der Dinge in Kupferzell, Neuenstein, Waldenburg, Künzelsau, Bretzfeld und Öhringen mitverfolgen. Kurz vor 19 Uhr war es dann soweit. Als Beweis musste ein Foto gemacht und auf Facebook hochgeladen werden. Schnell wurden alle Gegenstände auf dem Parkplatz vor dem Pfedelbacher Schloss platziert und die geforderten Personen darum positioniert. Da stand dann ein Clown neben dem Pfarrer, ein Schornsteinfeger neben einer Prinzessin und ein Koch kniete vor einem Rasenmäher. Was uns Pfedelbachern fehlte, war eine Krankenschwester, eine Kutsche, eine Kuckucksuhr und ein Geigenspieler. Ach ja, und einen Esel konnten wir (wie übrigens keines der Jugendhäuser) auch nicht auftreiben. Manche meinten zwar, es wären genügend Esel anwesend, doch zweibeinige Esel gaben keine Punkte.

Am Ende belegten wir vom Jugendzentrum Freetime einen sehr guten zweiten Platz hinter den Titelverteidigern aus Kupferzell. In zwei Jahren wird es dann erneut den Tag des Jugendraums geben, vielleicht gelingt uns dann auch mal der Sieg, wer weiß? Jedenfalls hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und das ist das Wichtigste. Danke auch noch einmal an alle Personen, die uns an diesem Tag so toll unterstützt haben.

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Der Sommer erstrahlt zur Zeit in seiner vollen Pracht, da ist es naheliegend nicht in der Bude hocken zu bleiben. Deshalb beschlossen wir, am 16. Juli die Räume des Jugendzentrum Freetime geschlossen zu lassen und stattdessen gemeinsam nach Öhringen zu fahren, um dort Beach-Volleyball zu spielen. Beim Wasserspielplatz hinter der Kultura steht seit einigen Jahren ein Volleyballfeld mit Sandbelag. Dies war zum Glück nicht belegt, als wir ankamen. Lediglich einige Kinder waren gerade dabei, dort eine Sandburg zu bauen. Doch schnell hatten wir uns mit ihnen geeinigt und sie buddelten nebenan auf dem Spielplatz weiter. So war das Feld frei für uns. Mit insgesamt 18 Personen waren wir nach Öhringen gekommen. Einige wollten nicht mitspielen sondern einfach nur im Schatten sitzen. Andere nutzten die ebenfalls mitgebrachte und aufgebaute Slackline oder spielten Federball. Der Rest versuchte sich in Sachen Volleyball. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und fehlender Ballbeherrschung entwickelten sich im Laufe des Abends ansehnliche und lange Ballwechsel. Dies machte so viel Spaß, dass wir spontan eine Stunde länger dort blieben als geplant. Zum Abschluss ging es dann noch zum MC-Donalds, um sich dort bei einem Eis wieder abzukühlen.

 

Freitagmorgen, die Straßenlaternen sind noch aus. Die Kirchturmglocken  der Pfedelbacher Kirchen schlagen 4 Uhr. Im Dunkel des noch jungen Tages kann man schemenhaft sechs Gestalten vor dem Pfedelbach Schloss erkennen. Sie haben Koffer und Handgepäck dabei. Außerdem führen fünf von ihnen eine Fotoausrüstung mit sich.

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Es handelt sich um die Mitglieder der Fotoprojektgruppe des Jugendreferates Pfedelbach. Von 2010 bis 2012 haben sie zusammen mit Jugendreferent Martin Jakob fotografiert, gestaltet und die besten Fotos letztlich im Rathaus Pfedelbach in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Nun stand noch der versprochene Abschlussausflug an. Der Wunsch der Teilnehmer Caroline Krieg, Yasmin Weber, Birk Hofmann und Michael Masarczyk war es, nicht nur irgendwo hin zu fahren und Spaß zu haben, sondern das Ganze mit Fotografie zu verbinden. So ging es am vergangenen Wochenende für drei Tage nach Berlin um dort einen Fotoworkshop zu besuchen und die Stadt zu erleben. Frank Ballreich, der auch zur Projektgruppe gehörte, konnte leider nicht mitkommen.

Am besagten Freitagmorgen ging es los. Um 6:40 Uhr ging der Flieger von Stuttgarter nach Berlin. Beim Check-In wurde Michaels Fotoausrüstung sogar nach Sprengstoff durchsucht. Der Flug verlief reibungslos und nach nur einer Stunde Flugzeit landeten wir am Flughafen Berlin Tegel. Mit Bus und Bahn ging es dann zu unserem Hostel in Berlin Wedding. Der Tag war noch jung, und so beschlossen wir, die Stadt zu erkunden. Ziele waren das Brandenburger Tor, die Holocaust Gedenkstätte, der Alexanderplatz sowie der Reichstag. Nach einem Mittagschlaf im Hostel zogen wir abends noch einmal los um Berlin bei Nacht zu erleben. Immer mit dabei waren unserer digitalen Spiegelreflexkameras.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Fotografie. Speziell für uns wurde ein Fotostudio angemietet, in dem der Profifotograf Patric Böttcher für uns einen neunstündigen Fotoworkshop abhielt. Am Vormittag gab es einen kurzen Theorieteil zum Thema Blende, Verschlusszeit, Schärfentiefe und Belichtung bevor es dann mit fotografieren losging. Der Fotograf hatte Mandy – ein professionelles Fotomodel – sowie eine Visagistin mitgebracht. So konnten wir zum ersten Mal in unserem Leben ein echtes Model in einem Studio fotografieren. Es war unglaublich spannend. Manch einer war zu Beginn noch etwas schüchtern, doch das legte sich schnell. Nach zwei Stunden hatten wir Mandy in verschiedensten Posen abgelichtet, so dass es nach dem Mittagessen mit der Retusche und der digitalen Nachbearbeitung der Fotos am Computer weitergehen konnte. In Photoshop zeigte uns Patric verschiedenste Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Vier Stunden lang lernte und übten wir ganz praktisch, wie Hautunreinheiten am PC verschwinden, Gesichter retuschiert und der Hintergrunde und die Farben perfekt abgestimmt werden können. Es war sagenhaft zu sehen, was mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop alles möglich ist. Eifrig wurde alles mitgeschrieben und sofort selbst umgesetzt.

Für Yasmin, Caroline und Michael war es mehr als nur ein toller Workshop. Alle drei haben sich mittlerweile – inspiriert durch das zweijährige Projekt – beruflichen in Richtung Fotografie und Gestaltung orientiert. So konnten sie bei diesem Workshop viel für sich und ihren zukünftiges Berufsleben mitnehmen.

Am Sonntag ging es dann mit der Bahn wieder nach Hause. Wegen Hochwasser konnten rund um Magdeburg keine Züge fahren, so dass wir dort auf Schienenersatzbuse umsteigen mussten. Dadurch kam es zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Hatte der Hinflug gerade einmal eine Stunde gedauert, so dauerte die Bahnfahrt zurück letztlich ganze 14 Stunden. Dafür war es aber – dank des Wochenendtickets – sehr günstig. Um 23 Uhr kamen wir endlich wieder zu Hause an. Danke auch an Theo Krieg, der uns am Freitag in aller Frühe zum Flughafen nach Stuttgart gefahren und am Sonntag am Bahnhof in Heilbronn wieder abgeholt hat.

Es war trotz der langen Bahnfahrt ein äußerst inspirierendes und prägendes Wochenende. Der Workshop war sehr praxisnah und erweiterte unseren fotografischen Horizont enorm. Das Ganze noch dazu in der Weltmetropole Berlin zu erleben, machte das gesamte Wochenende zu einem einzigartigen Erlebnis. Gefüllt mit vielen neuen Eindrücken, Ideen und Inspirationen wurde damit das mehr als zwei Jahre dauerndes Fotoprojekt des Jugendreferates abgeschlossen. Für einige der Teilnehmer war es jedoch eher ein Beginn als ein Ende, und das ist sehr erfreulich. Dies zeigt, dass Jugendprojekte neben Spaß auch berufsintegrierende und prägende Inhalte vermittel können. In diesem Sinne läuft seit Pfingsten 2013 bereits das nächste Langzeitprojekt des Jugendreferates Pfedelbach, das Seifenkistenprojekt mit der Firma Scheuerle. Auch darüber werde ich weiter berichten.

Martin Jakob, Jugendreferent

In den Pfingstferien startete ein neues Großprojekt des Jugendreferates Pfedelbach. In Kooperation mit der Scheuerle Fahrzeugfabrik werden zwei professionelle Seifenkisten gebaut.

Plakat

Es ist der Dienstag nach Pfingstmontag, es ist kurz vor 10 Uhr und es regnet. Trotzdem stehen vier Jungs und zwei Mädchen aus Pfedelbach vor der Erich-Fritz Halle. Eigentlich haben sie ja Ferien und könnten bis mittags schlafen, doch sie stehen aus einem bestimmten Grund dort. Sie warten auf Jugendreferent Martin Jakob. Mit ihm gemeinsam gehen sie dann punkt 10 Uhr in die Lehrwerkstatt der Firma Scheuerle. Dort wartet schon Ausbildungsleiter Benjamin Falk und drei seiner AZUBIs auf die Jugendlichen. Gemeinsam mit ihnen wird in den nächsten vier Tagen mit dem Bau der beiden Seifenkisten begonnen. Wie diese aussehen sollen, wurde bereits am 10. Mai bei einem Planungs- und Konstruktionstag im Freetime festgelegt.

Zunächst gibt es noch nichts zu bohren, zu schrauben und zu sägen. Die erste Arbeit ist, den Rahmen zu konstruieren, aufzuzeichnen und die Maße festzulegen. Dies wird mit Kartons gemacht. Da das bestellte Alumaterial für die “Rennseifenkiste” aber noch nicht geliefert ist, wird  an der zweiten Seifenkiste weitergebaut. Diese soll eine “Funs-Seifenkiste” werde. Hierfür ist bereits ein altes Go-Kart-Chassi vorhanden. Dort gilt es nun einen Rahmen aus Stahlrohr sowie Seitenverkleidungen zu konstruieren. Es wird gemessen, überlegt, gesägt und gefeilt. Jeder hat seine Aufgaben. So vergeht die Zeit wie im Flug. Um 15 Uhr ist dann schon wieder Feierabend. So geht es die ganzen vier Tage lang.

Am Freitagmittag um 15 Uhr wird die erste Bauphase dann mit einer kurzen Reflektionsrunde abgeschlossen. Alle sind sich einig, dass die vier Tage sehr viel Spaß gemacht haben und wir alle viel Neues gelernt haben. Zu diesen neuen Fähigkeiten gehören das selbständige Arbeiten können mit einigen großen Maschinen der Lehrwerkstatt. Außerdem können die Jugendlichen nun schon selber schweißen. Noch nicht perfekt, das ist klar, aber immerhin konnten sie es zum ersten Mal in ihrem Leben ausprobieren. Das war Spaß und Herausforderung zugleich. Nach vielen Probeschweißnähten schweißten zwei Jungs am dritten Tag sogar selbständig einige Teile am Rahmen fest. Auch wenn nun erst der Anfang gemacht ist und noch viel Arbeit vor uns liegt, so ist der Grundstein nun gelegt. In den nächsten Monaten wird es dann in weiteren Bauphasen  weitergehen.

Zwei Highlights sollen hier noch genannt werden. Zum einen die Tatsache, dass Jannik Keller am Freitag seinen 14. Geburtstag feiern konnte und auch an diesem Tag am Projekt teilnahm. Dies zeigt, dass ihm und den anderen das Seifenkistenprojekt wirklich etwas bedeutet und sie es ernst nehmen. Als kleine Überraschung gab es für Jannik einen Geburtstagskuchen mit Kerzen darauf, den wir im Schweißraum heimlich aufgestellt hatten und ihn mit Aufgabe, er solle dort etwas schweißen, überraschten.

Das Zweite Highlight war der Besuch eines Reporters vom SWR Radio. Er hatte die Ausschreibung des Projektes im Gemeindeblatt gelesen und sich kurzfristig angekündigt. Zwei Stunden lang war er am Donnerstagmittag in der Lehrwerkstatt anwesend. Er führte Interviews mit den Jugendlichen und nahm viele Geräusche auf. Daraus wird ein etwa dreiminütiger Radiobeitrag entstehen welcher im SWR4 Frankenradio zu hören sein wird (leider schon vor Erscheinung dieses Artikels). Wir alle sind sehr darauf gespannt.

Zu guter Letzt noch ein großes Dankeschön an alle Beteiligten diese Projektes. Im Besonderen an die Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik, die dieses Projekt voll finanziert und den Jugendlichen neben dem Spaß eine tolle Gelegenheit zur Berufsorientierung und Berufsintegration bietet.