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Grenzen erleben

Veröffentlicht: 30. Juni 2014 in Allgemeines, Allgemeines, Erlebnisse, Jugendarbeit

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Vom 16. – 20. Juni 2014 war ich zusammen mit meinem Kollegen Siggi (Jugendreferent in Kupferzell) und zehn Jungs in den Bergen. Wir machten uns auf, um fünf Tage im Berchtesgadener Land zu verbringen. Übernachtet wurde in großen Tipi-Zelten auf einer Zeltwiese eines Erlebnis-Anbieters vor Ort.

Es standen einige erlebnisreiche Dinge auf dem Programm. So gingen wir am zweiten Tag an die Felsen zum klettern und anschließend wurde noch ein Klettersteig begangen. Hier hatten viele der Jungs gehörig Respekt. Kein Wunder, führte die Strecke doch teilweise senkrecht den Felsen hinauf. Am dritten Tag wartetet schon das Highlight: Die Rafting-Tour auf der Saalach. Als alle sich in die engen Neoprenanzüge gezwängt, Rettungswesten angelegt und einen Helm aufgesetzt hatten, ging es auf den Wildwasserfluss. Dort, verteilt in zwei Boote, war dann gute Teamarbeit gefragt. Das Sahnehäubchen kam in der Mitte der Tour. Wir durften von einem Geländer etwa 6 Meter tief in die Wildwasserströmung springen. Manche zögerten anfangs noch, doch letztlich trauten sich alle den Sprung zu. Nass, kalt, geschafft aber auch sehr glücklich und ein wenig stolz, die Tour gemeistert zu haben, kam wir mittags wieder am Campingplatz an. Nach einer warmen Dusche und einer ebenso warmen Suppe, legten sich viele der Jungs aufs Ohr um sich auszuruhen. Am Abend, als es schon dunkel war und alle wieder Kraft geschöpft hatten, stand dann noch eine Nachtwanderung mit Fackeln durch eine sagenhaft schöne Klamm an. Rund zwei Stunden durchwanderten wir Diese. Der vierte Tag stand ganz im Zeichen der Jagd. Ausgestattet mit Pfeilen und Bögen ging es auf den, in rund 1000 Meter Höhe gelegenen, Bogenschieß Parcours. In diesem waren 28 sogenannte 3-D Tiere aufgestellt die aus verschiedenen Entfernungen getroffen werden mussten. Nach rund 5 Stunden Schießzeit und zunehmend besser werdenden Trefferbildern beendeten wir die Runde bei Tier Nummer 18. Am späteren Nachmittag wurde dann auf dem Campingplatz in fairen Ringkämpfen die Kräfte gemessen. Dies entstand spontan und war ein sehr gute Sache unter Männern. Nach dem Abendessen gab es an diesem Abend noch die Möglichkeit, zu einem etwa zwei Kilometer weit entfernten Wasserfall zu laufen um diesen hinunter zu springen. Sechs der zehn Jungs kam mit mir und Siggi mit. Mehrmals sprangen wir in das nur 7 Grad kalte Wasser. Es war eine riesen Gaudi und ein weiteres besonderes Erlebnis auf dieser Freizeit.

Die ganzen Tage über hatten wir super Wetter. Erst am Abend des vierten Tages fing es an zu regnen. Auch am Morgen des fünften Tages regnete es wie aus Eimern. Gerade dann, als wir die Zelte abbauen mussten. So packten wir das Auto voll mit all den nassen Sachen. Doch dieser kleine Wehrmutstropfen konnte unser sehr gute Laune nicht mindern. Es waren fünf super geniale Tage die wie im Flug vergingen. Schon auf der Heimfahrt verlangten die Jungs, diese Freizeit schon im nächsten Jahr zu wiederholen. Das zeigt, dass die Berge, die Stimmung und die erlebnisreichen Tage bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

 

SIE ROLLT! Unsere Seifenkiste – die man langsam schon fast nicht mehr als Solche bezeichnen kann bei all dem Hightech den wir austüfteln  und verbauen – hat ihre erste Testfahrt erfolgreich bestanden.

In den Faschingsferien wurde wieder kräftig Hand angelegt um eine erste Probefahrt auf dem Gelände der Firma Scheuerle Fahrzeugfabrik machen zu können. Hierzu wurde eine verstellbare Sitzkonstruktion gefertigt, Bolzen für die Dämpferverstellung an der Drehmaschine gefertigt und die acht Radschwingen nochmals angepasst. Am Ende konnte alles wieder zusammengebaut werden und der ersten Probefahrt stand nichts mehr im Weg. Zwar besitzt die Seifenkisten noch keine Lenkung geschweige denn funktionstüchtige Bremsen, doch das hielt uns nicht von einer Probefahrt ab. Um dennoch lenken zu können, wurden an die beiden Achsschenkel der Vorderräder provisorisch zwei Eisenstangen geschweißt, welche dann vom Fahrer als Einzelradlenkung bedient werden konnten. Dies war gar nicht so einfach, musste man doch beide Stangen und somit beide Räder immer parallel bewegen. Die fehlende Bremse glichen wir dadurch aus, dass wir nur auf ebener Fläche bzw. auf ganz leichtem Gefälle fuhren. So kamen keine hohe Geschwindigkeiten zu Stande. Das war auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Was wir nach nun zehn Monaten Bauzeit wissen wollten war, ob die Seifenkiste gut rollt und wie sich die Federung verhält. Dies testeten Jeremy und Jermane Melzig, Dawid Pietzko und Azubi Florian Keller. Sie waren zufrieden mit dem Ergebnis. Die Seifenkiste hat eine gute Straßenlage und rollt schon auf ebenem Gelände mit etwas anschieben sehr gut. Damit es bald auch zum ersten Mal Berg ab gehen kann, werden die nächsten Baustunden der Lenkung und den Bremsen gewidmet. Unser Ziel ist es nach wie vor, diesen Sommer zum ersten Mal mit unserer „Seifenkiste“ respektive unserem High-Tech-Gefährt die Weinberge um Pfedelbach hinunter zu fahren. Damit das gelingt, werden die sechs Jungs und zwei Mädchen des Freetime sowie die Azubis von Scheuerle zusammen mit Ausbilder Benjamin Falk und Jugendreferent Martin Jakob alles geben und viele weitere Stunden in dieses Projekt investieren. An der Motivation dafür fehlt es nicht, denn auch nach fast einem Jahr kommen noch immer alle gerne und zuverlässig zu den Baueinsätzen.

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Seit Mai 2013 läuft das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Firma Scheuerle Fahrzeugbau. Entstehen soll eine hochwertige Seifenkiste, mit der wir dann an Seifenkistenrennen teilnehmen können.

Das Ziel nach der letzten Bauphase im Janur lautete, das Gefährt bis Februar zum ersten Mal auf seinen Rädern stehen zu sehen. Am vergangen Samstag wollten wir dieses Ziel erreichen. Fünf der acht Jugendlichen aus dem Freetime, die am Projekt beteiligt sind, fanden sich um 8 Uhr morgens zusammen mit mir in der Lehrwerkstatt ein. Mit Ausbildungsleiter Benjamin Falk sowie einem Azubi machten wir uns an die Arbeit. Für die beiden Neuntklässler Jannik Keller und Daniel Pietzko hatten sich Ausbilder Falk und ich etwas besonderes einfallen lassen. Da sie seit Beginn mit großem Eifer und viel Engagement dabei sind, sollten sie an diesem Samstag in die Arbeit an der Drehmaschine eingelernt werden. Eine Einweisung erhielten sie von Azubi Marco Kircher. Im Anschluß machten sie sich daran, selbständig acht Bolzen für die Seifenkiste zu drehen. Dass dies Spaß machte konnte man sehen.

Die anderen drei Jungs arbeiteten derweil an anderen wichtigen Teilen. So konstruierten die Zwillinge Jeremy und Jermane Melzig mit Ausbilder Falk zwei Schwingen für die Hinterachse, während Dawid Pietzko mit mir den Holzunterboden fertigte. Dieser wurde passgenau zugeschnitten und anschließend fest mit dem Rahmen verschraubt. Als die Bolzen gedreht und die Schwingen gebaut waren, stand die Seifenkiste dann erstmals auf ihren Rädern. Eine Probefahrt konnte zwar noch nicht unternommen werden, denn es fehlt noch die Lenkung und die Bremsen, doch vorsichtig reinsitzen und dann ein paar Meter von den anderen geschoben werden war schon machbar. Dabei zeigte sich, dass es nicht nur wegen der Kurvenlage gut war das Gefährt mit Dämpfern zu versehen. Es machte einen großen Unterschied ob ich als Erwachsener oder nur ein halb so schwerer Jugendlicher sich in die Kiste setzte. Während bei mir die Dämpfer fast vollständig eingefrückt wurden, bewegten sie sich bei den Zwillingen kaum. Da wir dies im Vorfeld mit eingeplant hatte, wurden vier einstellbare Dämpfer verbaut die sich an jedes Körpergewicht anpassen lassen. So sollte dann später für alle das Selbe Fahrgefühl entstehen können.

Die Nächste Bauphase steht in den Faschingsferien Anfang März an. Dann widmen wir uns dem schwierigen Thema Lekung und Bremsen. Da wird noch einmal viel kreativität und Tüftlergeschick gefragt sein. Doch wir sind uns alle Sicher, dass wir auch das hinbekommen werden.

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Bis Februar sollten die Seifenkisten auf Rädern stehen“, so die Aussage von Jugendreferent Martin Jakob nach dem Baueinsatz vor einigen Tagen. Das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Scheuerle Fahrzeugfabrik läuft bereits seit Mai 2013. Zusammen mit Auszubildenden von Scheuerle bauen acht Jugendliche des Jugendzentrums Freetime zwei Seifenkisten in der Lehrwerkstatt bei Scheuerle. Da bisher nur in den Schulferien gebaut werden konnte, ging es dementsprechend langsam voran. Deshalb wurde beschlossen, nun auch an einzelnen Wochenenden weiter zu bauen. So zum ersten Mal geschehen vor zwei Wochen. Pünktlich um 7:30 Uhr standen am Freitagvormittag Daniel und Dawid Pietzko, Jannik Keller und Jugendreferent Martin Jakob in der Lehrwerkstatt von Scheuerle. Die drei Jungs hatten von ihren Rektoren eine Schulbefreiung erhalten. Anstatt also Mathematik oder Chemie zu lernen, standen sie an Bohrmaschinen, hydraulischen Sägen und im Schweißraum. Das war aus ihrer Sicht „viel besser als Unterricht“, wie Jannik meinte. Dennoch haben sie an diesem Freitag viel gelernt, wenn auch eher in Form von praktischer Physik und Technik. Bei der eine Seifenkiste, welche komplett aus Aluminium gebaut wird, mussten die Stoßdämpfer eingebaut und Gabeln für die vier Räder entworfen werden. An der zweiten Seifenkiste, die einen Stahlrahmen besitzt, standen weitere Schweißarbeiten an. Die Achsen mussten befestigt und die Lenkung gebaut werden. Die Schweißarbeiten übernahm Dawid Pietzko. Er ist zwar erst 13 Jahre alt, schweißt mittlerweile aber schon besser als mancher Azubi.

Am Samstag wurde ebenfalls gewerkelt. Erstmals dabei waren an diesem Tag auch Jeremy und Jermane Melzig. Sie sind neu zum Seifenkistenteam gekommen und werden ab sofort auch mit bauen. Ihre erste Tätigkeit führte sie in die Hydraulik Abteilung von Scheuerle. Dort wurde aus Hydraulikrohr eine Gabel als Prototyp gebogen. Sie dient als Muster für die vier Endgültigen Gabeln, die dann ebenfalls aus Aluminium sein werden.

Wieder einmal war zu sehen, dass alle Beteiligten mit großer Freude und Engagement bei der Sache sind. Die Arbeit an den Seifenkisten macht viel Spaß und jeder Einzelne lernt dabei sehr viel. Dass dies so ist, liegt auch an der tollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Scheuerle, allen voran Ausbildungsleiter Benjamin Falk. Dass er und auch einige seiner Azubis bereit sind, auch samstags zu kommen um mit uns an der Seifenkiste weiter zu bauen, ist eine tolle Sache. So müssen wir nicht immer auf die nächsten Schulferien warten und kommen nun schneller voran. Das ist auch gut, denn im Februar sollen die beiden Seifenkisten schließlich zum ersten Mal auf Rädern stehen.

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