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Am ersten Ferientag der Faschingsferien hatten die Pfedelbacher Jugendlichen die Wahl zwischen ausschlafen und sporttreiben. Das Jugendreferat Pfedelbach hatte an diesem Tag von 9 – 17 Uhr zum Sporttag in die Creutzfelder-Sporthalle geladen. Kurz nach neun Uhr standen schon die ersten 15 Jungs in der Halle. Im Laufe des Tages kamen weiter hinzu. Manche wollten dann wohl doch lieber noch etwas länger schlafen. Über den Tag verteilt nahmen rund 40 Pfedelbacher Jugendliche das Angebot wahr. Es wurde viel Fußball gespielt, aber auch Trampolinspringen, Basketball und Badminton war gefragt. Das Highlight war für viele das Boxen nach der Mittagspause. Nachdem alle ihren bestellten Döner verspeist hatten, wurde ein Boxring aufgebaut, indem die Jugendlichen gegeneinader boxen konnten. Geschützt durch Kopfschutz und mit Boxhandschuhen ausgestattet traten sie gegeneinder an. Nach klaren Regeln und maximal 3 Minuten lang flogen die Fäuste durch die Luft und an den Kopf des Gegners. Außer Nasenbluten und etwas „Sternchen sehen“ gab es keine Verletzungen.

Nach acht Stunden Sport waren dann alle ausgepowert und zufrieden. Dennoch kamen sogleich die ersten Nachfragen, wann denn der nächste Sporttag stattfinden würde. Dieser folgt mit Sicherheit in einer der nächsten Ferien, wenn die Halle wieder einmal frei ist.

Für mich sind solche Tage zum einen tolle Erlebnisse, zum anderen aber auch sehr anstrengend. Alleien für 40 Jugendliche verantwortlich zu sein, und das beim Sport wo die Emotionen schon mal hochkochen ist Schwerstarbeit. Ständig muss ich alles im Blick haben und alle Fragen beantworten (und das sind viele). Trotz allem mache ich solche Sporttage immer wieder, da ich es für auserordentlich wichtig erachte, dass junge Menschen sich austoben und auspowern können. Deshalb auch das Boxen, bei dem Jugendliche ihre Kräfte mal wirklich messen können.

Ich bin immer sehr froh, wenn solche Sporttage ohne Verletzungen zu Ende gehen, so wie dieser wieder.

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Ehrenamtliches Engagement. Ein Schlagwort, das immer häufiger auch im Sprachgebrauch von Politikern auftaucht. Denn eins ist klar: Ehrenamtliches Engagement heißt auch arbeiten, ohne Geld dafür zu bekommen. Und wenn die Staatskassen leer sind, so scheint dies durchaus eine rentable Maßnahme zur Kosteneinsparung zu sein. Daher gibt es immer mehr Maßnahmen auf Landes- oder Bundesebene, die auf ehrenamtliches Engagement setzen.

Doch das Ehrenamt hat seine Grenzen.  Es gibt Bereiche wie Medizien, Forschung und die Wirtschaft, in denen das Ehrenamt nicht oder kaum Platz findet. Der soziale Bereich hingegen scheint geradezu prädistiniert zu sein für ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement. In Kindergärten, Schulen, der Altenpflege, den Vereinen und der Jugendarbeit finden wir tausende von sogenannten Ehrenamtlichen. Menschen, die bereit sind, ein Teil ihrer Freizeit, ihrer Kraft und ihrer Begabung unentgeltlich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Ohne sie würde unser sozialsystem an vielen Stellen zusammenbrechen.

Auch und gerade in der Jugendarbeit braucht es sie, Menschen, die sich für und in junge Menschen investieren. Ich bin stolz darauf, dass auch ich seit einigen Monaten auf sechs ehrenamtliche Helfer zurückgreifen kann. Seit Anfang 2010 haben sich fünf junge Männer und eine Frau zwischen 19 und 21 Jahren bereiterklärt, die offene Jugendarbeit der Gemeinde Pfedelbach zu unterstützen.  Sie alle sind ehemalige Jugendliche, die den Jugendtreff Freetime in Pfedelbach seit vielen Jahren besuchen. Nun sind sie dem Jugendalter entwachsen und übernehmen selbst Verantwortung für die nächste Generation.

Vier von Ihnen haben im letzten halben Jahr eine Jugendleiterausbildung bei Forum Jugend Hohenlohe absolviert. Am Sonntag, den 30. Januar 2011 wurde ihnen ihre Jugendleitercard (JuLeiCa) feierlich beim Neujahrsempfang überreicht. Sie zeigt, dass sie eine qualifizierte Grundausbildung im Bereich Jugendarbeit absolviert haben. Ich freue mich, dass ich nun nicht „nur“ auf Ehrenamtliche, sondern auf qualifizierte Ehrenamtliche zurückgreifen kann.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Gemeindeverwaltung Pfedelbach, welche die Kosten der Ausbildung übernommen hat.

v.l.n.r.: Daniel Hengge, Marcel Hofmann, Jan Schäfer, Patrick Braun

v.l.n.r.: Daniel Hengge, Marcel Hofmann, Jan Schäfer, Patrick Braun

Bereits im Juli fand das Landesfinale der „Straßenfußball für Toleranz Weltmeisterschaft“, das vom Landessportverband Baden-Württemberg veranstaltet wurde, statt. Dabei siegte in der Altersklasse 13 bis 16 Jahren das Team des TSV Pfedelbach. Zur Ehrung wurden sie nun in das Pedelbacher Rathaus eingeladen.

Die Besonderheit dieses Wettbewerbs bestand darin, dass immer ein Mädchen mitspielen musste und die Tore erst dann zählten, wenn auch ein Mädchen getroffen hatte. Auch gab es Fairplay-Punkte für das Einhalten der vor dem Spiel bestimmten Regeln.

Nachdem die Pfedelbacher Mannschaft die Vorausscheidung in Öhringen gewonnen hatte, ging es mit dem Zug zur Endrunde nach Stuttgart. Dort wurde im Schlosspark in drei Courts gespielt. Ingesamt hatten sich in dieser Altersklasse 14 Teams aus ganz Baden-Württemberg qualifiziert. Bei der Auslosung wurde den Pfedelbachern Deutschland als Teamname zugelost.

Gespielt wurde in drei Gruppen und nur der Gruppensieger kam in die Endrunde. Schon in der Gruppenphase zeigte Deuschland eine gute Leistung, konnte alle vier Spiele souverän gewinnen und sich so für die Endrunde qualifizieren. Auch dort konnte „Deutschland“ niemand aufhalten und somit gelang ganz ungefährdet der Sieg beim Landesfinale von Baden-Württemberg.

Die Ergebnisse:

Deutschland – Niederlande  6:0

Deutschland – Kamerun      7:0

Deutschland – Serbien        6:3

Deutschland – Argentinien   9:0

Deutschland – Italien           4:0

Deutschland – Brasilien       6:3

 

H.v.l.: stellvertr. Bürgermeister Herbert Martin, Marco Rehklau, Sergen Uzuner, Andreas Cebulla, Moritz Eberhardt

V.v.l: Janina Härpfer, Michael Rehklau (Betreuer), Denise Wenczel

es fehlt: Dustin Ruju (Betreuer)

Heute war ich auf einem Seminar zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit“. Dabei ging es vor allem darum, wie wir in der offenen Kinder- und Jugendarbeit Sponsoren, Gönner und Unterstützer für unsere Arbeit gewinnen können, die unsere Arbeit in den Jugenhäusern auch finanziell unterstützen.

Das Thema hat mich sehr angetickt, auch wenn ich noch nicht so recht weiß welche Inputs ich konkret umsetzen werde. Generell denke ich zu diesem Thema jedoch, dass es gut und richtig ist, sich Partner und Geldgeber aus der lokalen Wirtschaft zu suchen, denn letztlich provitiert die Wirtschaft und die Gesellschaft im allgemeinen von meiner Arbeit als Jugendreferent. Jugendliche kommen zu mir ins Jugendhaus und lernen dort sehr viel über demokratisches Handeln, Sozialkompetenzen und eigenverantwortliches Handeln. Sie werden im Jugendhaus ernst genommen und somit zu eigenständigen und sozialkompetenten Jugendlichen „erzogen“. Das ist zumindest mein Anspruch, auch wenn ich hierzu nur einen Teil beitragen kann. All diese Kompetenzen sind letztendlich jedoch wichtig für den Alltag und im speziellen für das Berufsleben.

Die Gemeinde Pfedelbach hat dies erkannt und mich vor knapp fünf Jahren als Jugendreferenten angestellt (60% Stelle). Hierzu ist sie nicht verpflichtet! Ein Jugendreferat ist eine freiwillige Leistung die sich jedoch langfristig auszahlt. Es zahlt sich zum einen für die Gemeinde aus (sinkende Jugendhilfekosten) aber auch für die Wirtschaft (sozialkompetente und mündige Berufsanfänger). Deshalb kann es nicht nur Aufgabe der Kommune sein, hier Geld zu investieren, sondern auch der (regionalen) Wirtschaft.