Spiel, Sport und Spannung beim Jugend-Sommerferien-Programm

Veröffentlicht: 7. September 2020 in Allgemeines, Erlebnisse, Informatives, Jugendarbeit
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Nachdem in der ersten Woche des Jugend-Sommerferienprogramm das Jugendzentrum Freetime frisch gestrichen wurde, ging es in der zweiten Woche um Spiel, Sport und Spannung.

Die Woche startete am Montag mit einem Gesellschaftsspiele Tag. Um 10 Uhr trafen sich die sechs angemeldeten Jugendlichen mit Jugendreferent Martin Jakob im Jugendzentrum. Geplant war, dass an diesem Tag einmal die zeitaufwändigen Gesellschaftsspiele gespielt werden sollten, für die im normalen Jugendhausbetrieb nicht die Zeit und auch nicht die nötige Ruhe ist. So starten wir – während es draußen in Strömen regnete – mit einer Runde „Zombicide – Black Pleague“. Dies ist ein kooperatives Brettspiel, bei dem alle Beteiligten gemeinsam gegen das Spiel bzw. die ständig auftauchenden Zombies spielen. Gemeinsam versuchten wir die Zombies zu besiegen und die Aufgaben des Spiels zu bewältigen. Dabei war sehr viel Absprache und gegenseitige Unterstützung nötig. Trotz einer guten Strategie schafften wir es nicht, die Zombies zu besiegen. Nach rund drei Stunden Spielzeit konnten wir nicht mehr entkommen und hatten das Spiel verloren. Dennoch hat es allen großen Spaß gemacht. Nach einer Mittagspause mit Pizzen für alle, wollten Chayenne, Selina, Maylin, Alex, Karim und Lennart gerne Risiko spielen. Ein Klassiker der Brettspiele also. Schnell war die Weltkarte aufgebaut, die Länder verteilt und jede/r hatte seine Armeen positioniert. Die Aufträge wurden verteilt und schon ging es los. Eifrig wurden zu Beginn Armeen aufgerüstet, Länder und ganze Kontinente erobert und verteidigt, ohne dabei seinen eigenen Auftrag aus den Augen zu verlieren. Nach etwa zwei Stunden sah alles danach aus, als würde Chayenne das Spiel gewinnen. Doch fünf Minuten später war plötzlich Karim klar im Vorteil. Das Spiel änderte sich ständig und keiner konnte vorhersagen, wer am Ende gewinnen würde. Nach drei Stunden Stand dann überraschen Selina als Siegerin fest. Abgeschlossen wurde der Spieletag mit ein paar Runden Schlafmütze und dem Kartenspiel Loveletter. Um 18 Uhr, nach acht Stunden Gesellschaftsspiele, wurde der Tag beendet.

Donnerstags stand dann eine Geocaching-Tour mit dem Fahrrad auf dem Programm. Angemeldet hatten sich hierzu nur Finn und Louis. So starteten wir zu dritt in das Abenteuer. Zunächst besprachen wir im Freetime die Route und legten gemeinsam fest, welche Geocaches wir suchen wollten. Geocaches sind kleine Behälter mit einem Logbuch, welche von anderen Geocachern versteckt werden. Auf einer Internetplattform werden die GPS-Koordinate dieser Verstecke dann veröffentlicht, so dass jeder dieses mit einem GPS-Gerät suchen kann. Wir einigten uns schnell darauf, dass wir den Ohrntalradweg bis nach Ohrnberg fahren würden. Entlang dieser Strecke gibt es rund 20 Geocaches zu finden. Zunächst wollten wir auf dem Hinweg die „7-Brücken-Runde“ machen. Die Brücken des Radwegs entlang der Ohrn sind in den sieben Farben des Regenbogens gestaltet. An jeder der sieben Brücken ist ein Geocach versteckt. Die leicht abseits des Radweges liegende Gecaching Reihe „Tiere des Waldes“ wollten wir auf dem Rückweg machen. Die erste der sieben Brücken erwartete uns kurz nach Unterohrn. Die Fahrräder wurden geparkt und die Suche ging los. Wo war die Dose wohl versteckt? Auf der Brücke oder unter der Brücke? Oder doch am Schild oder einem Baum? Louis war es schließlich, der nach etwas suchen die erste Dose des Tages fand. Sie war tatsächlich unter dem Brückenpfeiler versteckt. Wir trugen uns ins Logbuch ein und fuhren weiter. An den restlichen sechs Brücken immer dasselbe Spiel. Fahrräder abstellen und suchen. Wir fanden alle sieben Verstecke. In Ohrnberg angekommen wurde dann erst einmal eine Vesperpause eingelegt, bevor dann fünf weitere Verstecke in Ohrnberg in Angriff genommen wurden. Die Jungs hatten mittlerweile ein gutes Gespür für die Verstecke entwickelt, so dass alle fünf von uns gefunden wurden. Für die letzten beiden mussten wir jedoch rund drei Kilometer steil den Berg hinauf radeln. Da traf es sich gut, dass Finns Großeltern in Ohrnberg wohnen und wir dort gegen 15 Uhr auf ein Eis vorbeischauen konnten. Gut gestärkt ging es anschließend dieselbe Strecke wieder zurück. Die Tiere des Waldes sollten ja eigentlich auf dem Rückweg noch in Angriff genommen werden, so hatten wir es am Vormittag geplant, doch die Kräfte schwanden und die Zeit schritt voran. So beschlossen wir, die Tier nicht zu stören und sie ein anderes Mal zu besuchen. Um 17 Uhr waren wir wieder in Pfedelbach. Der Fahrradtacho zeigte 31 Kilometer an und wir konnten 13 gefundene Geocaches für uns verbuchen. Das Wetter war super und die Jungs glücklich und ausgepowert.

Am Freitag, dem dritten Tag in dieser Woche, waren wieder Zombies das Thema. Diesmal aber nicht als Brettspiel, sondern als Live Game. Es ging nach Heilbronn in einen sogenannten „Escape Room“. Dieser trug den Namen Zombilabor. Ziel dieses Raumes (wie auch generelle aller Escape Rooms) ist es, als Gruppe innerhalb von 60 Minuten alle Rätsel zu lösen und so aus dem Raum in den man „eingesperrt“ wird zu entkommen. Nach einer Einweisung des Personals wurden wir also in das Zombilabor „gesperrt“ und mussten beginnen, verschiedenste Rätsel zu lösen. Jedes gelöste Rätsel führte uns weiter zu einem Weiteren und somit auch näher zum Ziel. Einige Aufgabe waren sehr knifflig. Die Zeit wurde immer knapper und noch immer hatten wir noch nicht alle Aufgaben gelöst. Jedoch gelang es uns letztlich durch gute Teamarbeit und einen Tipp der Spielleitung, alle Rätsel zu lösen und den Raum nach 59 Minuten und 13 Sekunden zu verlassen. Eine Punktlandung sozusagen. Im Anschluss stand noch ein Stadtbummel sowie ein Kinobesuch im K3 auf dem Tagesprogramm. Als Lokation für das Abendessen suchten sich die fünf Jugendlichen das Burger Restaurant „Hans im Glück“ aus. In gemütlicher Runde wurde der Abend und somit auch die zweite Woche des Jugend Sommerferienprogramms beschlossen.

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