Zwei Wochen Osterferien liegen hinter den Pfedelbacher Schülerinnen und Schülern. Ferien sind immer die Zeit, in denen man als Schüler ausschlafen und faullenzen kann. Es ist aber auch die Zeit, in der im Pfedelbacher Jugendzentrum Sonderaktionen angeboten werden. Neben den üblichen Öffnungszeiten gab es drei Zusatzveranstaltungen für die Pfedelbacher Jugend.
Los ging es gleich am ersten Ferientag. Hier stand Bogenschießen auf dem Programm. In einer Scheune in Pfedelbach hatte Jugendreferent Martin Jakob vier Bogenschießbahnen aufgebaut. Zu Fuß ging es vom Jugendzentrum dort hin. Zu Beginn bekamen alle neun Teilnehmer eine Einweisung in die richtige Handhabung von Pfeil und Bogen sowie eine Sicherheitsbelehrung. Dann ging es auch schon los. Auf vier Schießbahnen wurde aus einer Distanz von 8 Metern auf die Zielscheiben geschossen. Schon nach Kurzer Zeit wurde das Trefferbild bei allen deutlich besser. Dann folgte ein Pokalschießen. Hier schossen alle Teilnehmer nacheinander sechs Pfeile auf die Zielscheiben. Nach jedem Schützen wurde die Ringzahl gewertet. Am Ende belegte Silas Solymari den ersten Platz. Zweiter wurde Loris Lazina gefolgt von Marvin Weber. Zum Abschluss der dreistündigen Aktion wurde dann noch auf Luftballons geschossen.
Am nächsten Tag stand dann eine Kanuausfahrt auf dem Kocher an. Diese wurde in Kooperation mit den Jugendhäusern aus Künzelsau, Kupferzell und Neuenstein durchgeführt. Bei perfektem Paddelwetter ging es von Braunsbach bis nach Kocherstetten. Einige der Teilnehmer saßen an diesem Tag zum ersten Mal in einem Kanu. Dass ein solches Kanu auf einem Fluss mit Strömung gar nicht so leicht zu steuern ist, stellten die Jugendlichen schnell fest. Doch wie so vieles im Leben war auch das steuern des Kanus nur eine Übungssache. Spätestens nach der Mittagspause in Steinkirchen hatte alle den Dreh raus. Naja, fast alle. Ein Boot schaffte es dann kurz vor Schluss noch zu kentern. Da alle Paddler eine Schwimmweste tragen mussten war das umkippen an sich kein großes Problem. Die Wassertemperatur des Kochers kurz vor Ostern waren jedoch eher unangenehm. Doch in weißer Voraussicht mussten alle Teilnehmer einen kompletten Satz Wechselklamotten mitführen, so dass auch das letztlich kein Problem war und niemand krank wurde. Zum Abschluss der rund acht Kilometer langen Tour wurde in Kocherstetten am Wehr noch gegrillt, bevor dann die Kanus wieder verladen und der Heimweg angetreten wurde.
Am Mittwoch stand dann die dritte Sonderaktion in Folge auf dem Programm. Geocaching war angesagt. Wie alle Ferienangebote war auch diese im Vorfeld sehr schnell ausgebucht. Die ersten zehn Teilnehmer die ihre Anmeldung rechtzeitig im Jugendzentrum abgegeben hatten konnten an diesem Tag mitkommen. Beim Geocachen geht es darum, mit Hilfe von GPS Geräten „Schätze“ (meist kleine Dosen mit einem Logbuch) zu finden, die andere irgendwo versteckt haben. Die GPS Koordinaten werden dann im Internet veröffentlicht so dass jeder diese Dosen suchen und sich im Logbuch eintragen kann. Unsere Tour begann am Marstallgebäude in der Pfedelbacher Ortsmitte. Dort ist das Jugendzentrum Freetime seit 2012 beheimatet. Nach Eingabe der ersten Koordinaten war klar: Es geht Richtung Wohngebiet Merzenbächle. Dort fanden wir den ersten Geocach auch recht schnell. Weiter führte uns die Tour dann unterhalb des Heubergs bis zur Gärtnerei Huber und zum Schluss noch bis an den Ortsrand von Windischenbach. Insgesamt konnten die Jugendlichen neun „Schätze“ finden. An manchen Koordinaten mussten sie aber recht lange suchen. Eine der neun Dosen war so klein und so unauffällig versteckt, dass die zehn Jungs und Mädels sie erst nach rund 20 Minuten suchen und einem kleinen Tipp von Jugendreferent Martin Jakob finden konnten. Der zehnte und letzte Schatz war dann das Finale. Hier hatte Martin Jakob im Schlossgraben einen Schlüssel für eine Garage versteckt und den Teilnehmern die Koordinaten des Schlüsselverstecks gegeben. In der Garage fanden die jungen Geocacher dann einen großen alten Reisekoffer gefüllt mit Süßigkeiten und Knabberzeug sowie einigen Ostereiern, welche sie gerecht untereinander aufteilten. Innerhalb von drei Stunden legte die Truppe an diesem Nachmittag etwa 9 Kilometer zu Fuß zurück, zum Teil auch quer Feld ein. Durch das ständige suchen von neuen Dosen war es jedoch ein sehr kurzweiliger aber auch sehr interessanter und spannender Nachmittag.
