Archiv für Oktober, 2017

Eine große Höhle auf der Schwäbischen Alb, tief unter der Erde wo im Winter rund 20.000 Fledermäuse überwintern. Das war am vergangenen Samstag das Ziel des Thekenteam des Jugendzentrum Freetime beim jährlichen Thekenteamausflug.

Einmal im Jahr gibt es im Jugendzentrum Freetime einen ganz exklusiven Ausflug, der nur ganz bestimmten Personen vorbehalten ist. Dem Thekenteam des Jugendzentrums. Dieses Team besteht aktuell aus fünf Personen im Alter zwischen 14 – 17 Jahren. Sie bewirten das ganze Jahr über während der Öffnungszeiten die Besucher des Jugendzentrums. Als Dankeschön dafür, wird dann – mit dem von ihnen selbst erwirtschafteten Geld – einmal pro Jahr ein Ausflug gestartet. Dieses Jahr hieß das Ziel „Falkensteiner Höhle“ auf der Schwäbischen Alb. Diese Höhle ist eine sogenannte wilde Höhle. Sie ist naturbelassen und nicht für Touristen ausgebaut. Das bedeutet: Keine Wege, Geländer und auch kein Licht. Außerdem ist die „Falki“, wie die Höhle auch genannt wird, zum großen Teil eine Wasserhöhle. Daher ist eine Begehung nur mit Neoprenanzug, Helm und Stirnlampe möglich.

Früh morgens um 7:30 Uhr war Abfahrt in Pfedelbach. Etwas verschlafen aber mit großer Vorfreude trafen die fünf Thekenmitarbeit Selina Bertet, Diana Massold, Selina Jakob, Paul Seemann sowie Dominik Pietzko am Treffpunkt ein. Ebenfalls dabei waren Aleksandar Petrovic, der bis Ende 2016 zum Team gehörte sowie die Betreuer Martin Jakob und Patrick Braun. Pünktlich um 9:30 Uhr waren wir am vereinbarten Treffpunkt, wo wir von den Guids von Team-X empfangen wurden. Nachdem alle einen Neoprenanzug samt Helm und Stirnlampe bekommen hatten, ging es ab in die Höhle. Schon nach wenigen Metern wurde es sehr eng und absolut dunkel. Nur die Lichtkegel der Stirnlampen erhellten die Finsternis und spiegelten sich im Wasser. Unser Guide Daniel erzählte uns immer wieder einige interessante Begebenheiten zur Höhle, während wir uns immer weiter ins Innere vorwagten. An einigen Stellen mussten wir uns durch enge Felsspalten quetschen, die noch dazu bis Brusthöhe mit Wasser gefüllt waren. An einem Abschnitt gab es eine Engstelle, durch die gerade so der Hals durch passte. Oben und unten war es etwas breiter. Auch hier quetschten wir uns alle durch. Laufend, kabbelnd und schwimmend im eiskalten Wasser bewegten wir uns immer weiter voran. Zwischendurch gab es auch größere Kammern mit Tropfsteinen. Nach rund 75 Minuten waren wir knapp 500 Meter weit in die Höhle vorgedrungen. Ab dort hätte eine kurze Passage getaucht werden müssen um in einen anderen Höhlenteil zu gelangen. Dies war in unserer Tour aber nicht enthalten. Einige wären gerne hindurch getaucht, andere wiederum waren froh, dass wir an dieser Stelle wieder umkehrten. Tauchen im eiskalten Wasser bei völliger Dunkelheit wäre für manche doch etwas zu viel des Guten gewesen. Dennoch hatten alle – trotz eisiger Hände – viel Spaß. Zwischendurch kam es bei einer Raststelle sogar zu einer Lehmschlacht. Alle rieben sich gegenseitig mit Lehm ein, so dass unsere Gesichter aussahen, als kämen wir gerade aus einer Schönheitsbehandlung mit Heilschlamm.

Der Rückweg war zwar der Gleiche wie der Hinweg, da die Höhle keine Durchgangshöhle ist, dennoch kam einem die Höhle ganz anders vor. Als wir nach rund 2,5 Stunden wieder das Tageslicht erblickten, mussten sich unsere Augen erst daran gewöhnen. Die Farben des Waldes und die Gerüche waren viel intensiver nach dieser relativ langen Zeit unter Tage. Auf der Rückfahrt nach Pfedelbach standen wir leider noch im Stau, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Es war ein tolles Teamerlebnis und für jeden eine ganz neu Erfahrung. Und genau darum ging es an diesem Tag auch. Als Team etwas neues und spannendes zu erleben um mit neuer Motivation in die nächste Thekendienst-Saison zu starten.