Archiv für März, 2015

Ist es eine gute Idee am Freitag den 13. die erste Probefahrt mit einer Seifenkiste zu machen? Abergläubische Menschen würden sicher NEIN sagen. Den Jugendlichen des Freetime und uns Betreuern vom Seifenkistenprojekt war das aber egal. Fast zwei Jahre haben wir auf diesen Moment hingearbeitet. Da war uns das Datum sowas von egal.

Werden die Bremsen halten? Wie verhält sich die Seifenkiste bei Belastung? Wie gut funktioniert die Radaufhängung und wie stabil ist die Seifenkiste insgesamt? Diese Fragen sollten am vergangen Freitag, den 13. März bei der ersten Probefahrt geklärt werden. Neun Baueinsätze mit insgesamt 20 Arbeitstagen wurden in den letzten 23 Monaten von den sechs Jungs und zwei Mädchen des Freetime geleistet. Noch einige Stunden mehr an Arbeitszeit kamen durch die Azubis von Scheuerle hinzu. Im Sommer 2014 war die Seifenkiste eigentlich schon zur ersten Testfahrt bereit. Da sich die Firma Scheuerle – verständlicher Weise – jedoch für die Sicherheit des Gefährts garantieren will, musste die Seifenkiste dem TÜV vorgeführt werden. Das war im September 2014 zum ersten Mal der Fall. Bis Februar 2015 kämpften wir damit, die Vorgaben des TÜV umzusetzen. Kein leichte Aufgabe, die wir letztlich dennoch meistern konnten.

Die Weinberge unterhalb des Lindelbergs bei Windischenbach wurden als Teststrecke für die ersten Fahrversuche ausgewählt. Eine lange Gerade mit gleichmäßig abfallendem Gelände lag vor uns. Diese war nicht all zu steil, was bewusst so gewählt war. Daniel Pietzko übernahm die sowohl ehrenvolle als auch herausfordernde Aufgabe, sich als erster in die einem Strandbuggy gleichende Seifenkiste zu zwängen. Geschützt durch den Überrollbügel sowie einen Motorradhelm stand er am Start. Auf drei ging’s los. Unsere Seifenkiste rollte erstmals einen Hügel hinab. An der Straßenlage gab es nichts auszusetzen. Dann jedoch der große Moment am Ende der Geraden. Die erste Vollbremsung. Würden die zweckentfremdeten Fahrradscheibenbremsen der Belastung standhalten? Sie taten es! Innerhalb kürzester Zeit kam Daniel zum stehen. Der erste Testlauf war also geglückt. Nacheinander fuhren dann auch die Anderen anwesenden Teilnehmer den Berg hinab. Nach der dritten Fahrt geschah es dann doch. Das rechte Vorderrad stand plötzlich quer. Was war passiert? Wir eilten zum Ort des Geschehens und befürchteten das Schlimmste. Schnell konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Es hatte sich lediglich eine Mutter gelöst welche die Lenkstange fixierte. Die verlorene Mutter war schnell gefunden und wieder angebracht. Es konnte also weiter gefahren werden. Leider mussten wir kurz darauf feststellen, dass sich die Radaufnahme an den Hinterrädern langsam verbog. Die Konstruktion aus Aluminium war an dieser Stelle nicht steif genug. Hier muss nachgebessert werde. Um ein Abbrechen der Aufhängung bei höherer Belastung zu vermeiden, verzichteten wir auf weitere Probefahrten in steilerem Gelände. So packten wir das Gefährt wieder auf den Anhänger und brachten es zurück in die Lehrwerkstatt von Scheuerle. Das Fazit nach drei Stunden fällt dennoch positiv aus. Die Seifenkiste hat eine extrem gute Straßenlage und die Lenkung sowie die Bremsen funktionieren sehr gut. Nun muss lediglich die Radaufhängung nachgebessert und noch eine kleine Verkleidung der Seitenwände angefertigt werden. All das soll in den nächsten Wochen geschehen, so dass einer zweiten Probefahrt in steilerem und auch kurvigem Gelände nichts im Wege stehen sollte.

Die gesamte Aktion wurde auch von einem Reporter vom SWR4 Frankenradio begleitet. Der Beitrag läuft demnächst im Radio. Hier der Link zum Radiobeitrag: HIER KLICKEN

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Einen Pokal bei einem Turnier zu gewinnen ist immer etwas besonderes. Jede Mannschaft und jeder Einzelsportler freut sich darüber. Dass man aber auch außerhalb eines Vereins mit guter Leistung einen Pokal gewinnen kann, zeigte sich in den Faschingsferien mal wieder im Jugendzentrum Freetime. Dort wurde im Rahmen der verlängerten Ferienöffnungszeiten ein Billardturnier ausgetragen. Alle Anwesenden Jugendlichen hatten die Möglichkeit daran teilzunehmen. Da nicht jede/r Billard spielen kann oder sich auch einfach nicht mit Anderen messen wollte, traten lediglich acht Jugendliche zum Kampf um die drei Pokale an. Darunter auch zwei Mädchen. In zwei Vorundengruppen zu je vier Personen wurden die Gruppensieger sowie die Zweitplatzierten ausgespielt. Manche Spiele dauerten nur wenige Minuten, da die schwarze Kugel vorzeitig versenkt wurde, was beim Billard eine sofortige Niederlage bedeutet. Andere Spiele waren hart umkämpft und dauerten bis zu 30 Minuten. Nach knapp drei Stunden standen die vier Halbfinalisten fest. In Gruppe eins hatten sich Adriano Faggiano und Petar Petrovic durchgesetzt. In Gruppe zwei konnten sich die beiden Mädchen Selina Jakob und Jessica Laszlo behaupten. Selina verlor ihr Halbfinale gegen Petar denkbar knapp. Im zweiten Halbfinale setzte sich Adriano gegen Jessica durch, so dass die beiden Jungs das Finale bestritten. Es war ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich der 12-jährige Petar gut gegen den 17-jährigen Adriano behaupten konnte. Zur Überraschung der Zuschauer und wohl auch zu seiner Eigenen, gelang Petar mit einem gekonnten Stoß der Siegtreffer und damit der Turniersieg. Im Spiel um Platz drei setzt sich Selina gegen Jessica durch und sicherte sich dadurch den Pokal für den dritten Platz. Nach knapp vier Stunden Spielzeit war das Turnier beendet. Vor allem Petar war seine Stolz über den ersten Platz deutlich anzusehen. Stolz konnte er auch sein, denn er hatte sich diesen Sieg durch gute Leistung und nicht durch Glück erspielt.

 

Die vier besten des Billardturniers. Von links: Adriano, Petar, Selina, Jessica