Vom 16. – 20. Juni 2014 war ich zusammen mit meinem Kollegen Siggi (Jugendreferent in Kupferzell) und zehn Jungs in den Bergen. Wir machten uns auf, um fünf Tage im Berchtesgadener Land zu verbringen. Übernachtet wurde in großen Tipi-Zelten auf einer Zeltwiese eines Erlebnis-Anbieters vor Ort.
Es standen einige erlebnisreiche Dinge auf dem Programm. So gingen wir am zweiten Tag an die Felsen zum klettern und anschließend wurde noch ein Klettersteig begangen. Hier hatten viele der Jungs gehörig Respekt. Kein Wunder, führte die Strecke doch teilweise senkrecht den Felsen hinauf. Am dritten Tag wartetet schon das Highlight: Die Rafting-Tour auf der Saalach. Als alle sich in die engen Neoprenanzüge gezwängt, Rettungswesten angelegt und einen Helm aufgesetzt hatten, ging es auf den Wildwasserfluss. Dort, verteilt in zwei Boote, war dann gute Teamarbeit gefragt. Das Sahnehäubchen kam in der Mitte der Tour. Wir durften von einem Geländer etwa 6 Meter tief in die Wildwasserströmung springen. Manche zögerten anfangs noch, doch letztlich trauten sich alle den Sprung zu. Nass, kalt, geschafft aber auch sehr glücklich und ein wenig stolz, die Tour gemeistert zu haben, kam wir mittags wieder am Campingplatz an. Nach einer warmen Dusche und einer ebenso warmen Suppe, legten sich viele der Jungs aufs Ohr um sich auszuruhen. Am Abend, als es schon dunkel war und alle wieder Kraft geschöpft hatten, stand dann noch eine Nachtwanderung mit Fackeln durch eine sagenhaft schöne Klamm an. Rund zwei Stunden durchwanderten wir Diese. Der vierte Tag stand ganz im Zeichen der Jagd. Ausgestattet mit Pfeilen und Bögen ging es auf den, in rund 1000 Meter Höhe gelegenen, Bogenschieß Parcours. In diesem waren 28 sogenannte 3-D Tiere aufgestellt die aus verschiedenen Entfernungen getroffen werden mussten. Nach rund 5 Stunden Schießzeit und zunehmend besser werdenden Trefferbildern beendeten wir die Runde bei Tier Nummer 18. Am späteren Nachmittag wurde dann auf dem Campingplatz in fairen Ringkämpfen die Kräfte gemessen. Dies entstand spontan und war ein sehr gute Sache unter Männern. Nach dem Abendessen gab es an diesem Abend noch die Möglichkeit, zu einem etwa zwei Kilometer weit entfernten Wasserfall zu laufen um diesen hinunter zu springen. Sechs der zehn Jungs kam mit mir und Siggi mit. Mehrmals sprangen wir in das nur 7 Grad kalte Wasser. Es war eine riesen Gaudi und ein weiteres besonderes Erlebnis auf dieser Freizeit.
Die ganzen Tage über hatten wir super Wetter. Erst am Abend des vierten Tages fing es an zu regnen. Auch am Morgen des fünften Tages regnete es wie aus Eimern. Gerade dann, als wir die Zelte abbauen mussten. So packten wir das Auto voll mit all den nassen Sachen. Doch dieser kleine Wehrmutstropfen konnte unser sehr gute Laune nicht mindern. Es waren fünf super geniale Tage die wie im Flug vergingen. Schon auf der Heimfahrt verlangten die Jungs, diese Freizeit schon im nächsten Jahr zu wiederholen. Das zeigt, dass die Berge, die Stimmung und die erlebnisreichen Tage bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
