Archiv für Februar, 2014

Seit Mai 2013 läuft das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Firma Scheuerle Fahrzeugbau. Entstehen soll eine hochwertige Seifenkiste, mit der wir dann an Seifenkistenrennen teilnehmen können.

Das Ziel nach der letzten Bauphase im Janur lautete, das Gefährt bis Februar zum ersten Mal auf seinen Rädern stehen zu sehen. Am vergangen Samstag wollten wir dieses Ziel erreichen. Fünf der acht Jugendlichen aus dem Freetime, die am Projekt beteiligt sind, fanden sich um 8 Uhr morgens zusammen mit mir in der Lehrwerkstatt ein. Mit Ausbildungsleiter Benjamin Falk sowie einem Azubi machten wir uns an die Arbeit. Für die beiden Neuntklässler Jannik Keller und Daniel Pietzko hatten sich Ausbilder Falk und ich etwas besonderes einfallen lassen. Da sie seit Beginn mit großem Eifer und viel Engagement dabei sind, sollten sie an diesem Samstag in die Arbeit an der Drehmaschine eingelernt werden. Eine Einweisung erhielten sie von Azubi Marco Kircher. Im Anschluß machten sie sich daran, selbständig acht Bolzen für die Seifenkiste zu drehen. Dass dies Spaß machte konnte man sehen.

Die anderen drei Jungs arbeiteten derweil an anderen wichtigen Teilen. So konstruierten die Zwillinge Jeremy und Jermane Melzig mit Ausbilder Falk zwei Schwingen für die Hinterachse, während Dawid Pietzko mit mir den Holzunterboden fertigte. Dieser wurde passgenau zugeschnitten und anschließend fest mit dem Rahmen verschraubt. Als die Bolzen gedreht und die Schwingen gebaut waren, stand die Seifenkiste dann erstmals auf ihren Rädern. Eine Probefahrt konnte zwar noch nicht unternommen werden, denn es fehlt noch die Lenkung und die Bremsen, doch vorsichtig reinsitzen und dann ein paar Meter von den anderen geschoben werden war schon machbar. Dabei zeigte sich, dass es nicht nur wegen der Kurvenlage gut war das Gefährt mit Dämpfern zu versehen. Es machte einen großen Unterschied ob ich als Erwachsener oder nur ein halb so schwerer Jugendlicher sich in die Kiste setzte. Während bei mir die Dämpfer fast vollständig eingefrückt wurden, bewegten sie sich bei den Zwillingen kaum. Da wir dies im Vorfeld mit eingeplant hatte, wurden vier einstellbare Dämpfer verbaut die sich an jedes Körpergewicht anpassen lassen. So sollte dann später für alle das Selbe Fahrgefühl entstehen können.

Die Nächste Bauphase steht in den Faschingsferien Anfang März an. Dann widmen wir uns dem schwierigen Thema Lekung und Bremsen. Da wird noch einmal viel kreativität und Tüftlergeschick gefragt sein. Doch wir sind uns alle Sicher, dass wir auch das hinbekommen werden.

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