Archiv für Januar, 2014

Bis Februar sollten die Seifenkisten auf Rädern stehen“, so die Aussage von Jugendreferent Martin Jakob nach dem Baueinsatz vor einigen Tagen. Das Kooperationsprojekt „Seifenkistenbau“ zwischen dem Jugendreferat Pfedelbach und der Scheuerle Fahrzeugfabrik läuft bereits seit Mai 2013. Zusammen mit Auszubildenden von Scheuerle bauen acht Jugendliche des Jugendzentrums Freetime zwei Seifenkisten in der Lehrwerkstatt bei Scheuerle. Da bisher nur in den Schulferien gebaut werden konnte, ging es dementsprechend langsam voran. Deshalb wurde beschlossen, nun auch an einzelnen Wochenenden weiter zu bauen. So zum ersten Mal geschehen vor zwei Wochen. Pünktlich um 7:30 Uhr standen am Freitagvormittag Daniel und Dawid Pietzko, Jannik Keller und Jugendreferent Martin Jakob in der Lehrwerkstatt von Scheuerle. Die drei Jungs hatten von ihren Rektoren eine Schulbefreiung erhalten. Anstatt also Mathematik oder Chemie zu lernen, standen sie an Bohrmaschinen, hydraulischen Sägen und im Schweißraum. Das war aus ihrer Sicht „viel besser als Unterricht“, wie Jannik meinte. Dennoch haben sie an diesem Freitag viel gelernt, wenn auch eher in Form von praktischer Physik und Technik. Bei der eine Seifenkiste, welche komplett aus Aluminium gebaut wird, mussten die Stoßdämpfer eingebaut und Gabeln für die vier Räder entworfen werden. An der zweiten Seifenkiste, die einen Stahlrahmen besitzt, standen weitere Schweißarbeiten an. Die Achsen mussten befestigt und die Lenkung gebaut werden. Die Schweißarbeiten übernahm Dawid Pietzko. Er ist zwar erst 13 Jahre alt, schweißt mittlerweile aber schon besser als mancher Azubi.

Am Samstag wurde ebenfalls gewerkelt. Erstmals dabei waren an diesem Tag auch Jeremy und Jermane Melzig. Sie sind neu zum Seifenkistenteam gekommen und werden ab sofort auch mit bauen. Ihre erste Tätigkeit führte sie in die Hydraulik Abteilung von Scheuerle. Dort wurde aus Hydraulikrohr eine Gabel als Prototyp gebogen. Sie dient als Muster für die vier Endgültigen Gabeln, die dann ebenfalls aus Aluminium sein werden.

Wieder einmal war zu sehen, dass alle Beteiligten mit großer Freude und Engagement bei der Sache sind. Die Arbeit an den Seifenkisten macht viel Spaß und jeder Einzelne lernt dabei sehr viel. Dass dies so ist, liegt auch an der tollen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Scheuerle, allen voran Ausbildungsleiter Benjamin Falk. Dass er und auch einige seiner Azubis bereit sind, auch samstags zu kommen um mit uns an der Seifenkiste weiter zu bauen, ist eine tolle Sache. So müssen wir nicht immer auf die nächsten Schulferien warten und kommen nun schneller voran. Das ist auch gut, denn im Februar sollen die beiden Seifenkisten schließlich zum ersten Mal auf Rädern stehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Um dem drohenden Weihnachsspeck vorzubeugen, ging es kurz vor Weihnachten noch einmal richtig sportlich zur Sache. Die Sportgruppe Taläcker hatte in Kooperation mit dem Kreisjugendring alle Jugendhäuser des Hohenlohekreises zum Streetball Turnier in die Spoarthalle Taläcker eingeladen. Beim Streetball wird in Teams zu drei Personen auf einen einzigen Korb Basketball gespielt. Das Team, das zuerst 10 Punkte hatte oder nach 10 Minuten vorne lag, gewann das Spiel für sich. So traten 14 Teams in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. Aus Pfedelbach hatten sich fünf Teams bei Jugendreferent Martin Jakob gemeldet.

Als wir in der Halle in Künzelsau-Taläcker ankamen waren einige der Jungs geschockt. Vor ihnen standen drei Jugendliche mit über zwei Meter Körpergröße! Sofort wollten sie wissen:“Wie sollen wir gegen die gewinnen?“ Das war eine berechtigte Frage. Gegen dieses Team, allesamt Basketballer im Verein, hatte letztlich keiner eine Chance. Sie gewannen das Turnier in der Altersklasse der 14 – 17-jährigen klar. Dennoch plazierten sich die Pfedelbacher Jungs in dieser Altersklasse auf guten Plätzen zwischen dem 4. und dem 9. Rang. Jugendreferent Martin Jakob war selbst auch als Spieler aktiv. Zusammen mit anderen Jugendreferenten des Hohenlohekreises belegter er am Ende mit seinem Team namens „Gurkentruppe“ den siebten Platz. In der Alterssklasse der zehn bis 13-jährigen jedoch war die Konkurenz nicht ganz so groß. Die Melzigzwillinge Jeremy und Jermane, die zusammen mit Dawid Pietzko das Team „Black and White“ bildeten, kämpften in jedem Spiel hart aber fair. So kamen sie bis ins Endspiel. Dort trafen sie auf ein Team, gegen das sie in der Vorrunde schon einmal verloren hatten. Doch mit Kampfgeist, viel Einsatz und guten Würfen konnten sie das Finale für sich entscheiden und das Turnier in Ihrer Altersklasse gewinnen. Zur Belohnung gab es ein beflocktes Basketballtrikot für jeden.

Als das Turnier zu Ende war wollten die Jungs aus Taläcker noch gerne etwas Fußball spielen. Als Gegner boten sich die Pfedelbacher Jungs an. In einem reinen Freundschaftskick gewannen die Jungs aus Taläcker am Ende knapp gegen unsere Pfedelbacher Jungs. Was jedoch sowohl beim Basketballturnier als auch beim anschließenden Fußballspiel im Vordergrund stand, war der Spaß. Dabei zu sein, sich sportlich zu betätigen und das Ganze in der Gruppe mit Freunden, das war es was zählte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.